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Neues mobiles Werbeformat von Nuance

Neues mobiles Werbeformat Dialog mit dem Kunden

Wie wäre es, wenn mobile Werbung nicht nur klickbar wäre, sondern Smartphone-User auf diesem Wege mit den Marken direkt sprechen könnten? Spracherkennung à la Siri soll's möglich machen.

Wer klickt schon freiwillig auf Werbeeinblendungen? Um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erlangen und zu halten, müssen sich Werber Originelleres einfallen lassen. In diese Lücke will Nuance mit seinem neuen Anzeigenkonzept stoßen: Gemeinsam mit Werbeagenturen, Anzeigennetzwerken und Werbungtreibenden will die Softwareschmiede ein interaktives Anzeigenformat auf den Markt bringen, bei dem die Zielgruppe wortwörtlich "angesprochen" wird. Das berichtet mediapost. Die sprachliche Interaktion zwischen Anzeige und potentiellem Kunden sei effektiver und einnehmender als die herkömmlichen Banner-Ads, so Mike McSherry, VP Advertising und Content by Nuance. "Mit Hilfe von gesprochener Sprache können wir den kleinen Bildschirm überwinden."

So sei bei den Voice Ads beispielsweise möglich, nach Einblendung der Anzeige eine Frage per Spracheingabe an die Anzeige zu richten. Die Anzeige ist im Gegenzug in der Lage, mit unterschiedlichen Antworten auf mehrere Anfragen nacheinander zu reagieren. Damit involviert das Anzeigenformat den Nutzer spielerisch in die Auseinandersetzung mit der Marke.

Neben dem Entertainment-Potenzial, das das neue Format in Form von humorvollen Dialogen bereithalte, sind die Sprach-Ads darüber hinaus so angelegt, dass sie Informationen übermitteln können. Ob die Voice Ads die unsichtbare Barriere zwischen Bildschirm und Endnutzer mit Hilfe von Ansprache überwinden können, wird sich wohl erst herausstellen, wenn das Format weitreichend getestet und eingesetzt worden ist. Laut Nuance sind jedoch bereits einige Partner mit an Bord, darunter Agenturen wie Digitas und OMD und die Netzwerke Millennial und JumpTrap. Darüber hinaus ist das Format bereits in drei Shops durch den Beta-Test gelaufen.

Für die so genannten Voice Ads greift Nuance auf die bereits gesammelten Erfahrungen bei der Entwicklung von Google Voice und Apples Spracherkennungsassistent Siri zurück. Bei beiden Projekten war Nuance an der Programmierung beteiligt.

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