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AOL Europe übernimmt Goviral

AOL Europe übernimmt goviral Auch Video-Content ist King

Bereits in den vergangenen Monaten hat der US-Konzern viele neue Content-Partnerschaften geschlossen. Mit goviral sichert sich AOL Europe nun ein Videonetzwerk, das Videos für Marken, Werbetreibende und Kreative einer großen Öffentlichkeit präsentiert.

Für die Übernahme legt AOL insgesamt 96,7 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Davon werden 74,1 Millionen US-Dollar sofort fällig. Die restlichen 22,6 Millionen US-Dollar werden im kommenden Jahr fällig. "Video ist sehr eng mit AOLs neuer Programmstrategie verbunden. goviral hat eine überzeugende Plattform geschaffen, die eine hochgradig messbare und effektive Lösung für Werbetreibende und Publisher darstellt", erklärt der Senior Vice President von AOL Kate Burns, die die Übernahme entscheidend vorangetrieben haben soll.

goviral generiert rund 60 Millionen Video Views pro Monat und hat 350 Millionen Nutzer. Das Unternehmen unterhält Büros in den Ländern Großbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Spanien und Deutschland. Für die Zukunft ist ein Aufbau weiterer Niederlassungen geplant. Dabei kann goviral auf ein Publisher-Netzwerk mit rund 18.000 Webangeboten in 24 Themengebieten.

"Wir freuen uns, nun zu AOL zu gehören. Mit der starken US-Position, kann AOL unser internationales Wachstum beschleunigen", sagt René Rechtman, CEO von goviral. "Mit der Zusammenarbeit mit AOL wird es uns möglich, die beiden Welten Qualitätsinhalte und große Reichweite miteinander zu verbinden, was für User, Werbetreibende und Publisher wichtig ist."

AOL hat in der letzten Zeit viel Geld in den Ausbau seines Content-Netzwerks investiert. Darunter waren auch verschiedene Lieferanten von Video- und Nachrichteninhalten wie StudioNow, ThingLabs, Move.com sowie Sporting News und Techcrunch. Vor einem Jahr hatte sich AOL aus dem deutschen Onlinemarkt zurückgezogen und sein Büro geschlossen. CEO Tim Armstrong versucht dem Unternehmen ein neues Profil zu geben. Das sieht vor, dass AOL selbst nicht mehr für Inhalte sorgen will, sondern dafür mit anderen Unternehmen kooperiert. Diese profitieren dagegen von der großen Reichweite der US-Firma.

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