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Axel Springer investiert in Sohomint

Axel Springer investiert in Sohomint Mehr Portale fürs Wachstum im Digitalgeschäft

Mehr Umsatz durchs Digitalgeschäft - um dieses Ziel zu erreichen, kauft Axel Springer weiter ein. Der Medienkonzern beteiligt sich mit 72,6 Prozent an Sohomint, einem Betreiber von Themen-Websites im Internet, sogenannten Verticals.

Die übrigen Anteile in Höhe von 27,4 Prozent verbleiben bei den beiden Unternehmensgründern Karsten Krienke und Timo Nolte, beide 35 Jahre alt, die weiterhin als Geschäftsführer die operative Verantwortung für Sohomint behalten, und dem bisherigen Chief Operating Officer Patrick Aust. Der 29-Jährige wird zum dritten Geschäftsführer berufen.
"Die Gründer von Sohomint vereinen aufs Beste technologisches und Inhalte-Know-how", begründet Andreas Wiele, Vorstand von Axel Springer, die Investition. Der Verlag will die Kompetenz für den weiteren Ausbau seiner Content-Webseiten nutzen.

Sohomint, 2007 in Hamburg gegründet, setzt mit zwölf Mitarbeitern neben eigenen Angeboten wie dem Informationsportal MisterInfo.com auch Contentprojekte für Dritte um und ist für deren Management und Monetarisierung verantwortlich. Zudem arbeitet das Unternehmen als Dienstleister etwa im Bereich Suchmaschinenoptimierung und Keyword-Management und greift auf die selbstentwickelte Content Management Software M²C zurück.

Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hatte gestern verkündet, dass der Konzern seine Umsätze im digitalen Geschäft massiv ausbauen will. Bereits in fünf Jahren soll  die Hälfte der Verlagsumsätze online erwirtschaftet werden. Zurzeit macht Axel Springer rund ein Viertel des Konzernumsatzes im Netz. Das Wachstum wird auch durch Übernahmen beschleunigt: Vergangene Woche hat die französische Kartellbehörde das öffentliche Übernahmeangebot von Axel Springer zum Erwerb sämtlicher Anteile am Immobilienportal SeLoger.com erlaubt.

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