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Konstantin Neven DuMont gründet KNDM

Konstantin Neven DuMont gründet KNDM Onlineportal in wenigen Wochen live

Bereits im November hat Konstantin Neven DuMont angekündigt, ein Webportal zum Thema Medienkritik herauszubringen. Jetzt hat der Verlegersohn die Firma KNDM gegründet, zwei Webseiten registriert - und will in wenigen Wochen durchstarten.

Mit seiner Firma möchte er "Bewegtbilder, journalistische Inhalte und Podcasts produzieren, die sich mit Missständen in den Bereichen Politik und Medien beschäftigen und Verbesserungsvorschläge aufzeigen", sagte der 41-Jährige dem Tagesspiegel. Neven DuMont hat sich die Domains kndm.de und kndm.com (der Firmenname entspricht seinen Initialen) über Checkdomain gesichert, derzeit sind dort allerdings noch keine Inhalte zu sehen. Das soll sich jedoch in Kürze ändern.

Neven DuMont wird dem Bericht zufolge dort auch selbst als "Anchorman" auftreten. Die Website soll sich auch über Werbung finanzieren. "Wir wollen ethisch korrekte und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen als Partner gewinnen."

Der Verlegerssohn war im November 2010 in seiner Funktion als Vorstand für den Bereich Unternehmensstrategie und Kommunikation beim M. DuMont Schauberg beurlaubt worden, nachdem er im Verdacht stand, im Blog des Medienjournalisten Stefan Niggemeier unter fremdem Namen konkurrierende Verlage massiv angegriffen zu haben. Im Anschluss daran hatte er mehrfach öffentlich Kritik an seinem eigenen Verlag und besonders an seinem Vater Alfred Neven DuMont geübt, der ihm daraufhin auch seine drei Herausgeberämter beim Kölner-Stadt-Anzeiger, dem Express und der Mitteldeutschen Zeitung aberkannt hat.

M. DuMont Schauberg mit Sitz in Köln gehört zu den größten deutschen Verlagsunternehmen. Im Konzern erscheinen Tageszeitungen wie der Berliner Kurier oder die Hamburger Morgenpost. Online hatte der Verlag unter anderem die Netzeitung herausgegeben. Diese wurde jedoch 2009 als eigenständiges Onlinemedium eingestellt und läuft seitdem nur noch als automatisiertes Nachrichtenportal weiter.

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