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Studie Warum digitale Kioske zur Konkurrenz für andere Bezahlangebote werden

Fotolia.com/contrastwerkstatt
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Digitale Kioske haben viele Medien im Angebot. Das ist für Leser bequem, die sich nicht auf ein einzelnes festlegen wollen. Dafür zu bezahlen, sind allerdings vor allem die bereit, die sich journalistische Angebote im Netz auch sonst etwas kosten lassen.

Digitale Kioske sind eine Konkurrenz für andere journalistische Bezahlangebote im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universitäten Hamburg und Groningen, die erst im Mai veröffentlicht werden soll. Dafür wurden 1.923 Online-Nachrichtenleser befragt.

Die Befragten stehen digitalen Kiosken wie Blendle oder Pocketstory insgesamt positiv gegenüber: Auf einer Skala von 1 bis 7 bewerteten sie solche Angebote im Schnitt mit 5,4, sagte Petra Schulz, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Marketing der Uni Hamburg an der Studie beteiligt ist.

Vor allem bei den Befragten, die bereits kostenpflichtige journalistische Angebote nutzen, ist die Bereitschaft, einen Online-Kiosk zu nutzen, erkennbar: 30 Prozent von ihnen würden sich für eine Basis-Flatrate entscheiden, 37 Prozent für eine Premium-Flatrate, die eine werbungsfreie Nutzung, das Herunterladen von Texten und Personalisierung des Angebots ermöglicht.

"Nahezu aussichtslos"

Ganz anders sieht es bei denjenigen aus, die für journalistische Angebote auch anderswo nicht zahlen: Nur etwa ein Prozent sei in diesem Fall bereit, Geld an einem Digitalkiosk auszugeben, sagte Schulz. Das sei nahezu aussichtslos.

Die Befragung lege nahe, dass Verlage Bezahlkunden an digitale Kioske verlieren, die journalistische Inhalte verschiedener Zeitungen und Magazine bündeln und sie einzeln zum Verkauf anbieten, so Projektleiter Michel Clement. Dagegen gelinge es nicht, Leser, die umsonst die werbefinanzierten Online-Angebote der Zeitungen nutzen, in Kunden journalistischer Bezahlmodelle umzuwandeln. "Apps wie Blendle oder Pocketstory kannibalisieren so die traditionellen Bezahlangebote der Verlage", lautet Clements Schlussfolgerung.

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