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Frisches Kapital für Unternehmen finden

Wie Start-ups Kapital erhalten Nicht zu früh an die Börse gehen

Auf dem zweiten Panel der DLD Conference in München drehte sich alles um die Frage, wie junge Unternehmen zu frischem Geld kommen. Mit einem Börsengang lässt sich viel wichtiges Kapital gewinnen, allerdings neigen Firmengründer dazu, sich dem Druck der Investoren zu beugen.

Junge Unternehmen, die als Aktiengesellschaft firmieren, können schon vor einem Börsengang Anteile auf dem sogenannten zweiten Markt gehandelt werden - eine Option, die Facebook gerade nutzt.

"Der erste Markt ist tot", erklärt Barry Silbert von SecondMarket, "deshalb haben wir einen Marktplatz gegründet, über den Anteile von Firmen verkauft werden können, die nicht an der Börse gehandelt werden." Silbert fordert die Unternehmen auf, nicht zu früh an die Börse zu gehen. Denn damit sein ein Kurzzeitdenken verbunden, dass vorausschauendes Planen über das kommende Quartal hinaus unmöglich mache.

David Liu von Jefferies & Company sieht die Entwicklungen auf dem zweiten Markt mit gemischten Gefühlen. Zwar erhöhten die Investoren den Druck auf die Unternehmen, dafür würden an Unternehmen strenge Anforderungen gestellt, bevor sie an die Börse gehen könnten. Das bringe den Anleger eine gewisse Sicherheit. Facebook könne sich den Termin für den Börsengang aussuchen, denn es habe genug Kapital. "Aber es gibt nur wenige solche Unternehmen. Für viele andere ist der Börsengang notwendig, um ihr Geschäft fortführen zu können."

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