INTERNET WORLD Logo Abo
Barrieren für den Social-Media-Einsatz in Unternehmen

Barrieren für den Social-Media-Einsatz in Unternehmen "Unternehmen können nicht zuhören"

Unternehmen weisen Social Media in Umfragen große Bedeutung zu - handeln aber nicht entsprechend ihrer Überzeugung. Woran das liegt und wie man die Wirkung von Marketingmaßnahmen in sozialen Netzwerken messen kann, erklärt Alexander Rossmann, Universität St. Gallen, auf der Infect 2011 in Düsseldorf.

Quantitative Messungen reichen nicht aus, glaubt Rossmann. "Es zählt nicht, wie viele Fans eine Marke hat, sondern was ihr diese Fans bringen."

Was hält Firmen davon ab, sich in Social Media zu engagieren? Rossmann sieht Barrieren:

  • Unsicherheit
  • fehlende Medienkompetenz
  • Umfang der erforderlichen internen Veränderungen
  • Menge der beteiligten Abteilungen
  • hohe Anforderungen an interne Zusammenarbeit
  • fehlende Unterstützung durchs Management
  • Zuhören als Kompetenz in Unternehmen nur schwach ausgeprägt
  • unklarer Return-on-Investment

"Spannend ist, dass bei Social Media die Berechnung des ROI so sehr stark gefordert wird, während bei anderen, anerkannten Marketingformen überhaupt nichts gemessen werden kann", so Rossmann. Das liege daran, dass sich die Wirkungsdynamik von Social Media von der Logik der klassischen Medien stark unterscheide.

Für die Messung könnten methodisch sowohl Inhalte erfasst als auch Panels untersucht werden. Seitenbezogene Ansätze messen in erster Linie quantitative Faktoren, standardisierte Befragungen erfassten dagegen Meinungen.

Auf Unternehmensseite gebe es auch in Bezug auf die Social-Media-Messung viel Unsicherheit und wenig Praxisfälle. "Dazu kommt, dass Firmen nicht bereits sind, in die Messbarkeit zu investieren." Die Suche nach einer allgemeinen Währung gehe weiter. Zwar biete die Technik gute Möglichkeit zur Verarbeitung großer Datenmengen, es sei jedoch immer noch schwierig, über Software die Bedeutung eines Beitrags in sozialen Netzwerken zu erfassen.

Das könnte Sie auch interessieren