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Marketingbudgets werden nicht sinnvoll investiert

Studie zu Werbeausgaben Marketingbudgets werden nicht sinnvoll investiert

Das Problem ist offenbar vor allem hausgemacht: Budgets werden im Online Marketing allzu oft nicht sinnvoll eingesetzt - weil die verantwortlichen Entscheider gar nicht wissen, was die einzelnen Kanäle leisten können. Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage von eprofessional unter Online-Marketing-Experten.

Bis zu 40 Prozent betrage der Budgetanteil, der im Online Marketing nicht sinnvoll eingesetzt wird, urteilen Marketing-Experten. Drei von zehn Befragten nehmen an, dass 20 bis 30 Prozent der Marketingbudgets nicht zielführend ausgegeben werden, 26 Prozent schätzen den Anteil auf 10 bis 20 Prozent. Und jeder Fünfte geht davon aus, dass sogar 30 bis 40 Prozent der Werbegelder nicht effizient eingesetzt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Online-Umfrage, die der Hamburger Performance-Dienstleister eprofessional unter 123 Online-Marketing-Experten im Juli 2013 durchgeführt hat.

Silodenken der Abteilungen

Ursache für die mangelhafte Budgetverteilung ist nach Meinung der Umfrageteilnehmer, dass erhobene Kennzahlen sowie Kampagnen- und Kundendaten nicht ganzheitlich betrachtet werden. Dies gaben 61 Prozent als Grund an. 43 Prozent der Experten sehen interne Machtkämpfe unter den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche als Ursache an. Knapp die Hälfte der Befragten vermuten zudem, dass Budgets falsch eingesetzt werden, weil die verantwortlichen Entscheider gar nicht über die Möglichkeiten der einzelnen Marketingkanäle und -technologien Bescheid wissen. Mit fatalen Folgen: "Allein wenn man von 25 Prozent nicht sinnvoll eingesetzten Werbebudgets ausgeht, sprechen wir hier konservativ geschätzt von 6,6 Milliarden Euro, die falsch investiert sind", betont Michael Hartwig, Geschäftsführer von eprofessional.

Darüber hinaus sind sich die Experten einig, dass der Bewältigung der Datenflut aktuell große Bedeutung zukommt. Neben der mobilen Nutzung des Internets (90 Prozent) sehen die meisten Befragten, nämlich 82 Prozent, Big Data und Datensilos als derzeit große bis sehr große Herausforderung im Online Marketing an. Das häufig diskutierte Thema Attribution scheint dagegen noch nicht in den Köpfen der Macher angekommen zu sein. Nur elf Prozent halten das Thema für einen momentan wichtigen Trend im Online Marketing.

Die Expertenumfrage "Trends im Online-Marketing" führt eprofessional jedes Jahr im Vorfeld der dmexco durch.

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