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DLDwomen 2012

DLDwomen 2012 "Frauen profitieren vom digitalen Networking"

Schirmherrin Maria Furtwängler-Burda im Gespräch mit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen

Schirmherrin Maria Furtwängler-Burda im Gespräch mit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen

"Neue Regeln, neue Werte" lautet das Motto der dritten DLDwomen vom 11. bis 12. Juli 2012 in München. Ein Kernpunkt der Konferenz ist die Frage, wie Frauen von den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters profitieren können.

Mit der Frage "Wie beeinflusst Technologie unser Engagement, unser Vertrauen und unsere Solidarität?" eröffnete DLDwomen-Gründerin und Gastgeberin Steffi Czerny die Konferenz am 11. Juli. Sie ermunterte die Teilnehmerinnen, viele Fragen zu stellen und neue Ideen aufzugreifen.

Aufgrund der enormen Veränderungen, die durch den Prozess der zunehmenden Digitalisierung hervorgerufen werden, bräuchten wir neue Werte, betonte Schirmherrin Maria Furtwängler-Burda. Durch den Einfluss von sozialen Netzwerken würde sich die Gesellschaft immer mehr vom "Ich" zum "Wir" bewegen, sagte die Schauspielerin und Medizinerin. Dank Social Media sei heute jeder in der Lage sich einzumischen. Das komme insbesondere auch den Frauen zugute, für die bereits viele Türen offen stünden, die aber "immer noch einige Türen öffnen müssen".

Ursula von der Leyen, Ministerin für Arbeit und Soziales (CDU), sprach über die beruflichen Aufstiegschancen, die das flexible Arbeiten in der Cloud den Frauen eröffnen würde. Insbesondere Frauen könnten von der Freiheit profitieren, die das Arbeiten mit Laptop, Smartphone und Co. ermöglicht: Mit der Möglichkeit von Zuhause zu arbeiten könnte schließlich das Ziel erreicht werden, gleichzeitig Chefin und Mutter zu sein. Mit dem zunehmend wichtiger werdenden digitalen Networking und dem Verschwinden der "Old Boys Networks" würden sich für Frauen neue Chancen ergeben. Ziel müsse es werden, "dass nur das Ergebnis der Arbeit zählt, egal wer oder wo man ist".

Gleichzeitig sprach von der Leyen auch die Schattenseiten der zunehmenden Digitalisierung an: Die Technologie habe das Potential, Menschen zu beherrschen und ihr Leben auseinanderzureißen. Die ständige Erreichbarkeit könne das Smartphone auch zu einem "Terroristen in der Tasche" machen. Umso wichtiger sei es, hin und wieder offline zu sein und sich freie Zeit zu nehmen, damit sich die Arbeit in der Cloud "nicht in einen digitalen Sweatshop verwandelt".

René Schuster, Geschäftsführer von Telefónica Germany, gab der Arbeitsministerin recht, dass es nicht schaden könne, das Telefon von Zeit zu Zeit auszuschalten. Er betonte allerdings die Möglichkeiten der Technologie und der "mobilen Revolution". Der Einkauf über Mobiltelephone werde noch weiter zunehmen, in Zukunft würden Handys auch die Kreditkarte ablösen. Das Smartphone habe das Potential, sich zur "Fernbedienung des ganzen Lebens" zu entwickeln.

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