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Blacklist

Branchen-Diskussion Diskriminierender Begriff? Warum die "Blocklist" die "Blacklist" ersetzt

Shutterstock/Casimior PT
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In der Marketing-Branche werden Begriffe wie "Blacklist" und "Whitelist" weitgehend bedenkenlos verwendet. Eine diskriminierungsfreie Sprache ist das nicht. Unternehmen wie Criteo, Digitas Pixelpark oder Teads haben deshalb reagiert.

Schwarzfahren, schwarzsehen, schwarzmalen. Unsere Sprache kennt zahlreiche Wörter und Begriffe, die nicht unschuldig daherkommen, sondern als diskriminierend empfunden werden können. Manche Experten sprechen sogar von rassistischen Metaphern. Denn das Adjektiv "schwarz" hat hier einen unheilvollen, negativen, bedrohlichen Klang. Auch wenn die Herkunft des Begriffs "Schwarzfahren" darauf zurückzuführen ist, dass ähnliche illegale Aktivitäten früher bei Nacht durchgeführt wurden: Menschen könnten sich dadurch rassistisch beleidigt fühlen. Deutlich wird dies vor allem, wenn mit der Verwendung der Begriffe ein Unterschied verdeutlicht wird. Etwa: schwarzes Schaf und weiße Weste.

Auch die Marketing-Branche ist kein Ort einer diskriminierungsfreien Sprache. Begriffe wie Blacklist und Whitelist gehören hier beispielsweise zum gängigen Vokabular. Zahllose Unternehmen und Dienstleister der Branche erklären auf den Glossaren ihrer Homepage diese Begriffe, ohne sich weitere Gedanken zu machen.

Blacklist ist eine Negativliste, auf der Personen, Webseiten, E-Mail-Adressen oder Programme aufgeführt sind, die ausgesperrt werden sollen, damit IT-Systeme ohne Bedrohung arbeiten können. Auf der Whitelist landen dagegen zulässige, sichere und unbedenkliche Elemente, so die gängige Erklärung. Genau so steht es auch im Glossar der Branchenverbandes BVDW: "Im Online Advertising meint eine Blacklist (oder auch Negativliste) - im Gegensatz zur Whitelist - eine Liste, mit dessen Hilfe gleiche Elemente (wie zum Beispiel URLs, IP-Adressen, Werbeformen) zusammengefasst, als nicht vertrauenswürdig eingestuft und zu Werbezwecken nicht verwendet werden dürfen."

US-Konzerne sind Trendsetter

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