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Google startet Kampagne für Bannerwerbung

Google startet Kampagne für Bannerwerbung Erhöhter Druck aufs Displaygeschäft

"Wir drängen extrem auf den Displaymarkt", hatte Google-Deutschlandchef Stefan Tweraser schon im September im internetworld.de-Interview gesagt. Jetzt gibt der Internetkonzern mit einer Werbekampagne Gas. Das Budget beträgt eine Million Euro und verteilt sich gleichmäßig auf Print und Online.

Unter dem Motto "Watch This Space" wirbt Google für seine grafischen Anzeigen auf Google, Youtube und den Marktplatz DoubleClick. Zentrum der Kampagne ist eine Webseite, die Werbetreibende von den Vorteilen der Bannerwerbung auf Google-Seiten überzeugen soll. Neben Videofilmen in Baukasten-Optik finden sich dort Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Fallstudien und Forschungsergebnisse.

"Banner sind groß. Bald sind sie das Größte" heißt es in der Kampagne, die zuvor in ähnlicher Form in den USA, Japan und Großbritannien lief. Die Kreation übernahm Google selbst, für Lokalisierung und Produktion war Kolle Rebbe zuständig, für die Mediaplanung OMD für Print und essence UK für online.

Die Kampagne läuft nicht nur auf diversen Onlinemedien - wie internetworld.de - sondern auch in Zeitungen wie der Financial Times Deutschland und der Wirtschaftswoche, bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber internetworld.de.

"Displaywerbung hat sich seit der Zeit der ersten - eher unattraktiven - Banner und Pop-ups Mitte der 90er Jahre enorm weiterentwickelt", sagt Lars Lehne, Country Director Sales, Agency. Google wolle die Buchung vereinfachen und den Markt plattformübergreifend öffnen. "Für alle diese Punkte haben wir Tools entwickelt, die Display-Werbung für alle Werbetreibenden und ihre Agenturen interessant macht - vom großen Markenartikler bis hin zum Ein-Personen-Unternehmen."

Da Google in der Suchmaschinenwerbung unangefochten auf Platz eins ist, versucht das Unternehmen, neue Bereiche zu erschließen - und das ist in erste Linie das Displaymarketing. Anfang November hatte der Internetkonzern bekannt gegeben, gemeinsam mit Vivaki eine Plattform für Video- und Mobileanzeigen in den USA und Europa zu entwickeln. Werbetreibende sollen künftig diese Werbeformate mit den gleichen Methoden für Echtzeitgebote buchen können, wie sie bisher für klassische grafische Anzeigen im Einsatz sind. Im Juli hatte Google eine Displaypartnerschaft mit der Omnicom Media Group abgeschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Werbedienstleister-Holding in den nächsten zwei Jahren für mehrere hundert Millionen US-Dollar Displayanzeigen für seine Kunden bei Google kaufen.

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