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Ingenious Technologies kooperiert mit Fidor Bank Neues Abrechnungssystem

Gemeinsam mit seinem Investor Fidor Bank stellt der Technologieanbieter Ingenious Technologies ein neues Abrechnungssystem für Affiliate Marketing vor. Die Affiliates sollen Geld für erfolgreich vermittelte Verkäufe binnen Minuten bekommen. 

Zum ersten Mal unter ihrem neuen Namen tratt die ehemalige Performance-Marketing-Agentur Zieltraffic auf der Internet World im März 2013 auf. Seit der Übernahme durch den ehemaligen zanox-Vorstand Christian Kleinsorge (im Bild rechts) im Sommer 2012 hat sich die Agentur zu einem Technologieanbieter gewandelt und heißt jetzt Ingenious Technologies - die Marke Zieltraffic bleibt für das Consulting-Geschäft reserviert.

Auf der Internet World präsentierte das neu benannte Unternehmen mit Ingenious Pay ein neues, vollautomatisiertes Abrechnungssystem für Publisher-Vergütungen, das Marketing-Verantwortlichen viel Administrationsaufwand ersparen sollen. Den Bank-Part bei der Abrechnung übernimmt der Mit-Investor Fidor Bank, der im Besitz einer BaFin-Lizenz ist und deshalb Kundengelder treuhänderisch verwalten kann. Mit Fidor an seiner Seite will Ingenious-Chef Kleinsorge das Problem Affiliate-Fraud an der Wurzel packen: Alle Publisher werden über Post-Ident-Verfahren identifiziert, müssen Steuernummer und Handelsregistereintragsnummer nennen. Der Advertiser zahlt sein Werbegeld auf ein Treuhandkonto ein, abgerechnet wird per Gutschrift, die Publisher erhalten eine Bescheinigung für die Steuer und müssen selbst keine Rechnung stellen.

Fidor-Gründer Matthias Kröner (im Bild links) ist vom Erfolg des Systems überzeugt, weil es völlig transparent arbeitet und dennoch den Advertiser entlastet: "Für mich ist wichtig, dass sich die Kunden auf ihr Kerngeschäft kümmern können."

Ingenious Pay komplettiert eine Reihe von anderen Tools, die die komplette Verwaltung von Publishern sowie das Tracking von Leads und Sales abdecken sollen. Interessant für Affiliate Advertiser ist das durch den hohen Automatisierungsgrad erzielbare Kostenniveau. Während Netzwerke wie zanox und Affilinet bis zu 30 Prozent der vermittelten Provisionszahlungen für ihre Dienste einbehalten, geht Ingenious-Chef Kleinsorge von etwa zehn Prozent aus: "Und dabei verdienen wir noch prächtig."

In der Affiliate-Branche tut sich nicht nur in Bezug auf die verschiedenen Provisionsmodelle, die angeboten werden, einiges: Die Branche steht ganz generell vor großen Herausforderungen und sucht einen Weg, die sinkenden Umsatzzuwächse zu erhöhen. Um die Zukunftsfähigkeit wird es auch bei der Fachkonferenz Affiliate TactixX 2014 am 25. und 26. Februar 2014 in München gehen, die gemeinsam mit der E-Commerce-Messe Internet World stattfindet.

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