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Logistik 17.11.2021
Logistik 17.11.2021

US-Lieferdienst DoorDash startet Deutschland-Geschäft in Stuttgart

Shutterstock/Michael Vi
Shutterstock/Michael Vi

Das Geschäft mit Essenslieferungen boomt - auch wegen der Corona-Pandemie und der Arbeit im Home-Office. Nun mischt ein großer US-Anbieter mit. Er startet im Land der Spätzle und Maultaschen.

Der US-Lieferdienst DoorDash startet sein neues Deutschland-Geschäft in Stuttgart. "Stuttgart ist für uns eine Art Test um zu sehen, ob es Appetit in Deutschland gibt für DoorDash", sagte Mitgründer Andy Fang in Stuttgart. "Wenn wir erfolgreich in Stuttgart sind, dienen uns die hier gesammelten Erfahrungen auch in anderen Städten."

DoorDash ist Fang zufolge das marktführende Lieferunternehmen in den USA. Die Firma aus San Francisco hatte erst vor rund einer Woche angekündigt, für rund sieben Milliarden Euro den finnischen Anbieter Wolt zu übernehmen, der unter anderem in Berlin aktiv ist. DoorDash baut damit sein Gebiet um mehr als 20 Länder aus. In Europa ist bisher der niederländische Konzern Just Eat Takeaway besonders stark, zu dem auch die Marke Lieferando gehört.

Auch Blumen und und Alkoholprodukte

DoorDash wolle Händler unterstützen, online zu gehen, sagte Fang. Nur 18,5 Prozent der Restaurants in Deutschland seien bisher auf einem Internet-Marktplatz für Lieferungen. In Stuttgart sollen außer Essen auch Blumen und Alkoholprodukte an Kundinnen und Kunden geliefert werden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

DoorDash bieten den Stuttgarter Händlern außerdem Zugang zum Storefront-Produkt, einem personalisierten Online-Bestellsystem, das es den Kunden eines Restaurants ermöglicht, Selbstabholer- und Lieferbestellungen direkt beim Geschäft aufzugeben. Händler, die nach Möglichkeiten suchen, ihren bestehenden Kundenstamm zu erreichen, können Storefront zu ihren Websites hinzufügen und so Online-Bestellungen nahtlos implementieren.

Lieferung und Abholung

Sowohl Storefront als auch die DoorDash-Marktplatz-App bieten die Möglichkeit der Lieferung und Abholung. Kunden können entweder eine Bestellung aufgeben und Kuriere liefern an den angegebenen Ort oder sie können Produkte im Voraus bestellen und sie abholen, wenn sie fertig sind. Zum Start in Deutschland wird Storefront für Geschäfte bis Ende des Jahres provisionsfrei sein, wobei die einzigen Kosten für die Händler die Gebühren für die Zahlungsabwicklung sind. 

Das Unternehmen will in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mit 30 Kurierfahrern anfangen. «Ich möchte klarstellen, dass wir in Deutschland Kurierfahrer Vollzeit über eine Agentur beschäftigen», erklärte Fang. "Wir bieten ihnen Trainings für die Sicherheit, und sie bekommen die Ausrüstung, die sie für ihren Job brauchen - Helme, Handschuhe, Winterjacken. Sie erhalten auch E-Bikes." Fang äußerte sich nicht näher zu dem Deal mit Wolt, da dieser nicht abgeschlossen sei. "Ich kann nicht so viel darüber sagen." Man warte auf die Billigung der Wettbewerbsbehörden.

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