"Integrated Commerce" 30.10.2018, 09:21 Uhr

Zalando plant Kooperationen mit 600 stationären Händlern

Zalando möchte seine "Integrated Commerce"-Kooperationen auf 600 stationäre Händler ausdehnen. So soll künftig Same Day Delivery flächendeckend in Deutschland möglich sein. Die eingebundenen Händler sollen von einem Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent profitieren.
(Quelle: Zalando )
Der Modeversender Zalando will seine "Integrated Commerce"-Kooperationen ausweiten und weitere 600 stationäre Händler einbinden, berichtet das Handelsblatt. Ziel der Ausweitung der Partnerschaften ist es, Webshopper schneller mit den gewünschten Produkten beliefern zu können. Damit wäre sogar eine Same Day Delivery oder Next Day Delivery flächendeckend in Deutschland möglich. Derzeit liegt die durchschnittliche Zustelldauer für eine Bestellung bei Zalando bei etwa zwei bis vier Werktagen.
Zudem sind für Mitte 2019 weitere Services wie Click & Collect und Return to Store geplant. Sie sollen zum einen den Shoppern mehr Anreize bieten und zum anderen mehr Traffic auf die Fläche bringen. Die eingebundenen Händler sollen des Weiteren von einem Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent profitieren.
Erst im Frühjahr hatte der Fashion-Händler seine Testphase mit "Integrated Commerce"-Kooperationen, die 2016 gestartet sind, erfolgreich abgeschlossen. Seit Beendigung der Pilotphase können Händler nicht mehr nur Schuhe, sondern auch Textilien aus ihren stationären Läden an Zalando-Kunden versenden. Möglich macht das eine Software-Lösung namens "gaxsys".

Die Software-Lösung

Mit der Software-Lösung - dem sogenannten gax-System - erhalten die Einzelhändler Zugang zu Zalandos Plattform. Durch diese Schnittstelle haben die Verkäufer die Möglichkeit, das Ökosystem des Modeversenders für sich zu nutzen - ohne in eine eigene Infrastruktur investieren zu müssen.
"Kunden sind zunehmend mobil unterwegs und erwarten, dass Artikel verfügbar sind, wann und wo sie sie benötigen. Gleichzeitig liegt die Mehrheit der Artikel nach wie vor in stationären Geschäften. Mit unserem Integrated-Commerce-Modell verbinden wir die Stärken von Online und Offline, indem wir Ladengeschäften einen unkomplizierten Zugang zum Online-Geschäft ermöglichen", sagt Jan Bartels, VP Customer Fulfillment and Logistics bei Zalando.

Machine Learning für Styling-Tipps

Außerdem gibt Zalando ab dieser Woche individuelle Styling-Tipps für Kunden in allen 17 Zalando-Märkten. Das Stichwort ist Machine Learning: Der "Algorithmic Fashion Companion" (AFC) erstellt Outfits basierend auf dem Wunschzettel oder der Einkaufshistorie der Kunden.
Vorgeschlagenes Outfit mit dem "Algorithmic Fashion Companion" (AFC)
"Kunden äußern häufig, dass sie sich Tipps wünschen, wie sie bestimmte Kleidungsstücke kombinieren können und dass sie es schätzen, Inspiration und Styling-Tipps zu bekommen", sagt AFC-Produktmanagerin Marta Skassa. "Unsere Analysen von verwandten Produkten wie zum Beispiel 'Get the look' haben klar gezeigt: Kunden, die diese Services nutzen, tätigen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Kauf und bestellen größere Warenkörbe. Mit dem AFC kann Zalando ihnen kostenlos eine unbegrenzte Zahl an Outfits vorschlagen, basierend auf Artikeln, die sie entweder schon in ihrem Kleiderschrank oder zu ihrer Wunschliste hinzugefügt haben."

Der Mode-Versender Zalando sorgt nicht nur bei seinen Kunden für Shopping-Laune. Auch das Unternehmen selbst kauft gerne ein - mit Vorliebe Start-ups. Bei Partnerschaften hingegen orientiert sich Zalando gerne an großen Namen.





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