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E-Commerce 29.03.2021
E-Commerce 29.03.2021

Studie TikTok beeinflusst Kaufentscheidungen stärker als Instagram

Shutterstock/Ascannio
Shutterstock/Ascannio

Die sozialen Medien haben immer stärkeren Einfluss auf die Online-Shopping-Gewohnheiten. Laut einer Studie eines britischen Preisvergleichsportals verleitet vor allem TikTok zum Kauf.

Soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram und Co. verändern das Einkaufsverhalten immer mehr. Das britische Preisvergleichsportal Uswitch hat eine Umfrage unter 4.380 Online-Käufern in Vereinigten Königreich durchgeführt, die den Einfluss dieser Online-Trends aufzeigt.

TikTok ist größte Inspirationsquelle

Laut der Studie machen 61 Prozent der Befragten ihre Einkäufe von aktuellen Trends abhängig - dabei ist für den Großteil (41 Prozent) TikTok die erste Anlaufstelle, gefolgt von Instagram (27 Prozent), Pinterest (18 Prozent) und YouTube (8 Prozent). Facebook scheint auf der Suche nach den neusten Trends inzwischen unbeliebt zu sein und belegt mit zwei Prozent den letzten Platz.

Online-Shopping Studie Uswitch

Uswitch

Auch in Sachen Inspiration haben die TikToker die Nase vorn: Während 37 Prozent der Befragten angaben, sich von TikTok-Influencern inspirieren zu lassen, bevorzugen 25 Prozent den Content von Instagram. Dabei kommen Ads und Sponsored Posts  bei den Followern gut an: 55 Prozent wurden dadurch zu einem Kauf angeregt.

Bett oder Bürostuhl?

Und wo befinden sich die Käufer beim Online-Shoppen? 57 Prozent der Befragten liegt nach eigener Aussage beim Online-Shopping am liebsten im Bett oder auf der Couch (39 Prozent), während 41 Prozent die Arbeitszeit nutzen, und ihre Online-Warenkörbe am Schreibtisch füllen.

Natürlich hatte auch der Lockdown maßgeblichen Einfluss auf die Online-Käufe: 36 Prozent sagten, dass sich ihre Ausgaben währenddessen "sehr" erhöht haben. Im Durchschnitt haben sie dadurch jeden Monat 196 Euro mehr als gewöhnlich ausgegeben. Viele kleinere Einzelhändler ihr Geschäft ins Netz verlegt und befürchten, dort mit großen Playern nicht mithalten zu können. Aber die Sorge scheint unberechtigt: Die Studie zeigt, dass fast die Hälfte (45 Prozent) der Briten "sehr wahrscheinlich" bei kleinen Unternehmen einkaufen. Ein weiteres Drittel (36 Prozent) gab an, dass sie, wenn sie die Wahl hätten, "wahrscheinlich" ihr Geld lieber für Produkte von Kleinunternehmern als für etablierte Marken ausgeben würden.