Klingelnde Kassen 11.08.2015, 13:00 Uhr

Zehn Tipps für ein einträgliches Weihnachtsgeschäft

Dem Badehosen-Wetter zum Trotz: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Vorbereitungen für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft in die Wege zu leiten. Diese Tipps helfen Webhändlern bei der Vorbereitung.
Fünf vor zwölf: Jetzt ans Weihnachsgeschäft denken
(Quelle: Shutterstock.com/Syda Productions)
Ho-Ho-Hochkonjunktur im Online-Handel: Alle Jahre wieder startet ab Oktober die Suche nach den Weihnachtsgeschenken. In den Wochen bis Heiligabend wird im E-Commerce gut ein Fünftel des Jahresumsatzes gemacht. Da heißt es gut vorbereitet sein, damit der Ansturm auf den Shop für Händler und ihre Kunden ein Grund zur Freude bleibt. Denn eines ist so sicher wie Rudolfs rote Nase: hektisch wird es noch früh genug. Zehn Tipps für eine ertragreiche Weihnachtszeit hat Trusted-Shops-Experte Daniel Ott parat.
1. Macht hoch die Tür, die Tor mach weit: Sorgen Sie für volle Hosting-Power
Zu Weihnachten kommen zwei kritische Zustände zusammen: es tummeln sich sehr viel mehr Besucher in Ihrem Shop - die gleichzeitig sehr viel weniger Zeit mitbringen, weil sie schnell noch viele Geschenke kaufen müssen. Heißt: rüsten Sie Ihr System auf, dass auch sprungartig ansteigende Besucherzahlen nicht zu quälend-langen Wartezeiten führen. In diesen Sanduhr-Sekunden springen Ihnen die ungeduldigeren Kunden ab. Ermitteln Sie also im Vorfeld Ihren Bedarf und fragen Sie Ihren Provider nach seiner Einschätzung in Bezug auf Traffic und Besucherzahlen. Fragen Sie auch nach skalierbaren Servern, die Sie in der Leistung monatlich anpassen können, und wie es um Caching und CDN (Content Delivery Networks) steht.
2. Morgen, Kinder, soll‘s was geben: Päckchen schnell verschicken
Immer wieder unterschätzt: der zusätzliche Logistik-Aufwand. Sie müssen viel mehr Pakete packen (wirklich viel mehr!) und viel mehr Pakete versenden. Haben Sie dafür genug Material (Kartons, Füllmaterial, Klebeband, Etiketten)? Haben Sie dafür genügend Hände (Aushilfen, Angestellte), die anpacken können? Und: Nicht nur Ihr Shop muss vor Weihnachten deutlich mehr Pakete an den Empfänger bringen - allen anderen Shops geht es ganz genauso. Klären Sie jetzt, welche Kapazitäten Ihr Logistik-Partner Ihnen anbieten kann. Vor Weihnachten zählt jede Minute, niemand möchte sein Geschenk am 27. erhalten. Und machen Sie in Ihrem Shop klare Angaben zur Lieferzeit - die Sie dann auch halten können.
3. Lasst uns froh und trendy sein: Bedienen Sie aktuelle Trends
Was sind die Top-Seller für dieses Jahr? Was sind Dauerbrenner? Hören Sie sich um und finden Sie heraus, welche Produkte in Ihrem Sortiment das Zeug zum beliebten Geschenk haben - oder um welche Produkte Sie Ihr Sortiment vorübergehend erweitern sollten. Bündeln Sie diese Produkte in eigenen "Geschenke-Ideen-Kategorien" an, schnüren Sie attraktive Bundles. Zu den Geschenke-Kategorien gehört auch, die Tags und Keywords der Produkte anzupassen (siehe Tipp 4).
4 . Süßer die Beschreibungen nie klingen: Passen Sie SEM und Texte an
Die Suche nach einem Geschenk ist ungleich komplizierter als die Suche nach einem bestimmten Produkt. Schlagwörter, wie "schön", "kreativ", "lustig", "ferngesteuert" oder "unter 25 Euro" bilden die Kategorien, in denen Ihre Kunden vor Weihnachten denken. Sorgen Sie dafür, dass Kunden mit diesen Suchbegriffen auf Ihren Shop landen und dann auch in Ihrem Shop fündig werden. Die rote Krawatte ist nicht mehr nur "Business", "rot" und "Qualität", sondern auch "Geschenk", "Schwiegervater" und "unter 25 Euro". Überlegen Sie, ob Sie eine Ratgeber-Funktion oder eine Kunden-Seg­mentierung anbieten können: "Für die Eltern", "Für Jungs", "Für Sportfreaks". Die wichtigsten Keywords der letzten Jahre waren unter anderem: "außergewöhnliche/besondere Geschenke", "cooles Geschenk", "Geschenk finden", "Freude machen", "exklusiv", "ausgefallen", "Angebote" und "Geschenkideen".

5. O du fröhliche: Kleine Geschenke erhalten die Kundschaft
Legen Sie Ihren Paketen einen Gruß vom Weihnachtsmann bei. Ganz egal, ob es das kleine  Entspannungsbad für die Zeit nach der stressigen Geschenkesuche ist, ein kleiner Christbaumschmuck oder eine weihnachtliche Grußkarte - der Effekt ist immer der Gleiche: Jeder freut sich über kleine Geschenke.

Geschenkejäger, Socken und Klingeling


6. Hoch vom Regal, da komm ich her: Maximieren Sie Ihr Lager
Ein ausverkaufter Artikel sorgt vor Weihnachten immer für schlechte Stimmung. Voller Vorfreude klickt sich der Kunde auf Ihren Shop - und kann den Artikel dann doch nicht bestellen. Zurück bleibt Enttäuschung. Ein negatives Gefühl. Sorgen Sie dafür, dass das nicht passiert. Idealerweise dadurch, dass Sie ohne Probleme immer direkt liefern können. Die Information, dass der gewünschte Artikel am 7. Januar wieder lieferbar ist, interessiert auf der Suche nach einem Geschenk nicht.

7. Alle Jahre wieder Socken: Wie steht es um Ihr Retouren-Management?
Auch das gehört zum Weihnachtsgeschäft: Kunden kaufen voller Überzeugung ein Produkt bei Ihnen ein - doch der Beschenkte möchte es trotzdem direkt nach Weihnachten umtauschen oder zurückgeben. Überlegen Sie, ob Sie besondere Rückgabe- /Umtauschbedingungen zu Weihnachten anbieten können. Frist-Verlängerungen, Umtausch-Aktionen bis Ende Dezember, versandkostenfreie Nachbestellungen oder ähnliches.
8. Kling, Hotline, klingelingeling: Service, Service und nochmal Service
Geschenkejäger haben selten die Zeit, unbestimmte Stunden oder Tage auf eine Antwort zu warten. Kümmern Sie sich darum, dass alle Anfragen möglichst zeitnah und immer innerhalb einer klar kommunizierten Frist beantwortet werden können. Dazu muss einerseits das Service-Team die entsprechenden Ressourcen bieten - andererseits lohnt es sich auch, die häufigsten Fragen klipp und klar im Shop zu beantworten, um den Aufwand so klein wie möglich zu halten. Mit unklaren Aussagen im Netz sorgen Sie für abspringende Kunden und höhere Service-Aufwände.

9. Ihr Kunden kommet, o kommet doch all: Rühren Sie die Werbetrommel
Auch wenn zu Weihnachten kaum ein Kunde zum Einkaufen animiert werden muss, ist es doch unerlässlich, für Ihren Shop zu werben. Denn schließlich sollen die Kunden ja bei Ihnen kaufen und nicht beim Wettbewerber. Kümmern Sie sich darum, dass Sie in Ihren Zielgruppen vor Weihnachten sichtbar sind. Sowohl in sozialen Medien als auch auf allen anderen Kommunikations-Wegen. Zeigen Sie Ihre Produkte auf schönen Bildern in Instagram oder Pinterest - und nutzen Sie die viralen Effekte. Auch Adventskalender oder vorweihnachtliche Rabatt-Aktionen können Sie gut in den sozialen Medien publik machen.  
10. …und: Denken Sie auch an das eigene Weihnachtsfest
Wie steht es um Ihre eigenen Geschenke? Ein Verkäufer, der selbst nicht weiß, wo ihm der Kopf steht und wie er die ganzen Geschenke noch vor Weihnachten besorgen soll, wird seinen Kunden kaum ein gutes Gefühl vermitteln können. Ein zufriedener und souveräner Verkäufer dagegen sorgt immer auch für zufriedene Kunden. 

Jeder vierte Euro, der im Internet ausgegeben wird, rollt in den letzten Wochen vor Heiligabend über den virtuellen Ladentisch. Was die Webshopper damit anstellen, hat Gutscheine.de ermittelt.





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