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Plattformökonomie 09.07.2019, 14:31 Uhr

Online-Marktplätze: Ein exklusiver Zirkel

Der Trend zur Plattformökonomie im E-Commerce ist ungebrochen. Doch das Potenzial, ein erfolgreicher Plattformbetreiber zu werden, hat nur ein kleiner Kreis von Händlern.
Bei der Präsentation seines Jahresergebnisses für 2018 ließ Zalando vor allem mit einer Zahl aufhorchen: Bis 2023/24 will der Online-Händler gemeinsam mit seinen Marktplatzanbietern ein Handelsvolumen von 20 Milliarden Euro erreichen. Aktuell liegt dieser Wert bei 6,6 Milliarden Euro - Zalando plant also einen massiven Ausbau seiner 2011 begonnenen Plattformstrategie. Damit zeigt der deutsche E-Commerce-Vorreiter, dass der Trend zur Plattformökonomie im Online-Handel weiterhin ungebrochen ist.
Das belegt auch die Zahl der Plattformneueinsteiger: Der Supermarktbetreiber Rewe, die Elektronikkette Conrad und der Shopping-Club Limango sind nur einige Beispiele für Händler, die in den letzten zwei Jahren mit einem Online-Marktplatz ins Plattform-Business starteten. Doch während es sich bei Zalando um ein Milliarden­-Unternehmen handelt, bewegen sich die Online-Umsätze der drei gerade ins Plattformgeschäft eingetretenen Händler unterhalb der Schwelle von 500 Millionen Euro. Skepsis ist deshalb angebracht: Welche Potenziale können die neuen Plattformbetreiber interessierten Händlern bieten? Und lohnt es sich für kleine und mittelgroße Online Shops überhaupt, in den Aufbau eigener Plattformstrukturen zu investieren?

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