Neues Gebührenmodell 16.12.2016, 10:16 Uhr

DaWanda erhöht Verkaufsprovision um 90 Prozent

DaWanda hat sein Gebührenmodell überarbeitet. Für Händler gibt es eine Erhöhung der Verkaufsgebühren von fünf Prozent auf 9,5 Prozent. Dafür sollen aber andere Gebühren wegfallen beziehungsweise inklusive sein.
(Quelle: DaWanda )
Der Online-Marktplatz für Handgemachtes DaWanda führt zum 16. Januar 2017 ein neues Gebührenmodell ein. Das sieht unter anderem eine Erhöhung der Verkaufsprovision von fünf Prozent auf 9,5 Prozent vor und entspricht damit einer Steigerung von satten 90 Prozent. Darin enthaltet ist allerdings unter anderem die Transaktionsgebühr DaWanda Portemonnaie. Andere Gebühren sollen hingegen komplett für die Verkäufer entfallen.
DaWanda berechnet künftig die Kosten für das Einstellen eines Produktes zunächst nur ein Mal - unabhängig davon, wie hoch die eingestellte Verfügbarkeit tatsächlich ist. Die Einstellungsgebühr schwankt je nach Produkt zwischen 0,10 Euro und 0,30 Euro. Die Gebühr für jedes folgende Produkt des Angebots wird erst dann fällig, wenn es abverkauft ist. Für die Option "In zweiter Kategorie einstellen" wird ab Mitte Januar nichts mehr berechnet.
Überblick des neues Gebührenmodells von DaWanda.
(Quelle: Screenshot/DaWanda)

Gründe für die Erhöhung

Das neue Preismodell soll nach Angaben von DaWanda vor allem dazu dienen, "dass alle Verkäufer - große, kleine, nationale und internationale Verkäufer - von einer gleichermaßen ausgewogenen, transparenten und fairen Preisgestaltung profitieren."
Ob sich damit eine Preissteigerung von 90 Prozent rechtfertigen lässt, bleibt abzuwarten. Nach der Meinung von Gründerin und Geschäftsführerin Claudia Helming, würden die Kosten auf anderen Markplätzen letzten Endes ebenfalls in diesem Preisrahmen liegen.
"Wir haben uns viele Gedanken bezüglich der Änderung des Modells gemacht. In diesem Zusammenhang haben wir auch andere Markplätze angeguckt. Vieles sieht dort auf den ersten Blick günstiger aus, aber wenn man alle Zusatzgebühren addiert, kommt man schnell auf ein Ergebnis, das über zehn Prozent liegt", sagt Helming.

Kosten der Mitbewerber

(Quelle: Screenshot/Etsy)
Mitbewerber am Markt wie Etsy oder seit kurzem Amazon at Handmade erheben unterschiedlich hohe Gebühren. Der Marktplatz für Handgemachtes von Amazon erhebt derzeit zwölf Prozent Provision, die sich nach der Einführungsphase auf 15 Prozent erhöhen soll. Darin enthalten ist die Zahlungsabwicklung, das Marketing sowie der Schutz vor Betrug.
Etsy verlangt hingegen von seinen Verkäufern lediglich 3,5 Prozent der Verkaufsprovision. Die Einstellungsgebühr für ein Produkt beträgt hier 0,19 Euro. Die Transaktionsgebühr liegt ebenfalls bei 3,5 Prozent und die Gebühren für die Zahlungsbearbeitung liegen bei 4 Prozent + 0,30 Euro.




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