Lebensmittel-Lieferdienst 19.03.2018, 09:32 Uhr

Picnic startet im April in Deutschland

Der niederländische Lebensmittel-Lieferdienst Picnic startet im April in Deutschland. Geliefert wird ab einem Mindestbestellwert von 25 Euro in einem Zeitfenster von 20 Minuten - und das kostenlos. Das dürfte Mitbewerbern wie Rewe oder Amazon nicht gefallen.
(Quelle: Screenshot/Picnic.de)
Der niederländische Lebensmittel-Lieferdienst Picnic startet im April seinen Service in Deutschland. Zum Start werden die Städte Neuss, Kaarst, Düsseldorf und Meerbusch in Nordrheinwestfalen beliefert. Seit Oktober hatte Picnic seinen Dienst hier bereits unter dem Namen Sprinter Supermarkt getestet, berichtet rp-online. 15 Millionen Euro soll das Start-up für den Deutschland-Start eingeplant haben.
Der Online-Händler könnte insbesondere Rewes Lieferdienst, der in dieser Region aktiv ist, gefährlich werden. Denn Picnic liefert bereits ab einem Mindestbestellwert von 25 Euro in einem Zeitfenster von 20 Minuten. Rewe und auch Amazon liefern hingegen in einem ausgewählten Zwei-Stunden-Zeitfenster. Picnic-Kunden, die am Vorabend bis 22 Uhr online ihren Einkaufszettel aus einem Sortiment von mehreren Tausend Artikeln zusammengestellt haben, bekommen die Ware bereits am folgenden Tag zugestellt.

Zustellung mit Elektrolieferwagen

Für die Lieferung setzen die vier Gründer Michiel Muller, Gerard Scheij, Joris Beckers und ­Frederik Nieuwenhuys exklusiv für Picnic gefertigte, kompakte Elektrolieferwagen ein. Diese Wagen fahren eine bestimmte Route ab, die Kunden können sie auf einer App verfolgen, wo ihr Ausfahrer gerade unterwegs ist.
Elektrolieferwagen von Picnic
(Quelle: Picnic)
2015 gegründet, hat Picnic rund 1.200 Mitarbeiter und 85.000 registrierte Kunden. Im Frühjahr 2017 sammelten die Gründer in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen Euro frisches Kapital ein, das nun vor allem für die Expansion genutzt wird.
Ob Picnic es schafft, mit seinem Service die Zustellung von frischen Lebensmitteln zu etablieren, bleibt abzuwarten. Der Markt ist in jedem Fall riesig: Laut GfK wurden letztes Jahr rund 183 Milliarden Euro in Deutschland im Lebensmitteleinzelhandel umgesetzt. Der Anteil des Online-Handels daran beträgt allerdings nur rund ein Prozent.



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