Aus nach einem Jahr 08.12.2017, 11:15 Uhr

Kaufland stampft Lebensmittel-Lieferservice wieder ein

Kaufland macht Schluss mit seinem Lebensmittel-Lieferdienst in Berlin. Online-Shopper können sich nur noch bis zum 23. Dezember frische Waren nach Hause liefern lassen. Rund 300 Mitarbeiter sollen entlassen werden.
(Quelle: shutterstock.com/SpeedKingz)
Vor gut einem Jahr startete Kaufland in Berlin seinen Lebensmittel-Lieferservice - nun wird dieser wieder eingestellt. Nach Berichten von Stimme.de zieht sich die Schwarz Gruppe - zu der Kaufland gehört - aus dem Online-Geschäft mit frischen Lebensmitteln komplett zurück. Bis zum 23. Dezember können sich Berliner noch frische Waren nach Hause liefern lassen, dann ist Schluss. Rund 300 Mitarbeiter aus der Logistik und Auslieferung verlieren ihren Job.
"Wir bedauern sehr, dass wir den Mitarbeitern in Berlin keine langfristige Perspektive bieten können und bedanken uns für ihren hervorragenden Einsatz", sagt Kaufland-Vorstandschef Patrick Kaudewitz.
Ausschlaggebend für das Ende des Dienstes sind laut Kaudewitz die zu hohen Kosten. Auch wenn Kaufland neue Kunden durch den Service in Berlin gewinnen konnte, seien die Ausgaben für die Zustellung zu hoch gewesen. Dass es mit dem Lieferservice von Kaufland nicht so gut lief, kündigte sich bereits damit an, dass Kaufland den Start in Hamburg mehrmals verschoben und letzten Endes komplett abgesagt hatte.
Auch bei Lidl wurde erst kürzlich ein Strategiewechsel im Online-Handel vollzogen. Lidl hatte vor wenigen Wochen seinen Click & Collect-Service eingestellt sowie die Möglichkeit, unverderbliche Lebensmittel über den Webshop zu ordern, aufgegeben.

Mitbewerber Amazon, Rewe und Co.

Während Lidl und Kaufland sich zurückziehen, weiten Amazon, Rewe und Co ihre Liefergebiete immer weiter aus.
Amazon ist in diesem Jahr in Berlin, Hamburg und München an den Start gegangen. Die Edeka-Tochter Bringmeister stellt derzeit in Berlin und München zu. Rewe baut fleißig an einem neuen Food Fulfillment Center mit dem Ziel, sein Liefergebiet im Raum Köln sukzessive zu erweitern.



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