Zweiter Versuch 10.10.2017, 13:55 Uhr

Hello Fresh startet neuen Anlauf für einen Börsengang

Hello Fresh will es noch einmal wissen und startet einen zweiten Versuch beim Gang an die Börse. Diesmal plant der Kochboxen-Versender dabei rund 300 Millionen Euro einzunehmen.
(Quelle: Hello Fresh)
Hello Fresh, Versender von Lebensmittel-Boxen mit Rezepten zum Selberkochen, will es nochmal mit einem Gang an die Börse versuchen, berichtet das Handelsblatt. Durch den IPO plant der Kochboxzulieferer rund 300 Millionen Euro einzunehmen. Bereits vor zwei Jahren wollte Rocket Internet seine Tochter Hello Fresh an die Börse bringen. Doch damals schien unter anderem Rocket Internets Finanzier Kinnevik dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung zu machen. Das kann heute nicht mehr passieren, denn der Großaktionär aus Schweden hat vor wenigen Monaten alle Anteile an Rocket Internet verkauft.
Im Fall von Hello Fresh sollen alle Einnahmen dem Unternehmen zugute kommen. Rocket Internet selbst will keine seiner Aktien bei dem anstehenden Börsengang platzieren. Klappt dieses Mal der IPO von Hello Fresh, wäre es bereits das zweite Rocket-Internet Start-up aus dem Food-Segment, das diesen Schritt wagt.
Der Lebensmittel-Lieferdienst Delivery Hero hat durch seinem IPO im Juni dieses Jahres mehr als 900 Millionen Euro eingenommen. Die Aktien, die Ende Juni mit 25,50 Euro am oberen Ende der Preisspanne ausgeben wurden, kosten inzwischen gut 35 Euro.
Allerdings zeigt auch der Börsen-Flop des Kochboxen-Versenders Blue Apron, dass ein solcher Schritt wohl überlegt sein muss. Denn die Aktien von Blue Apron haben mittlerweile fast die Hälfte ihres Wertes verloren.

Das Geschäftsmodell von Hello Fresh

Das Geschäftsmodell von Hello Fresh basiert auf der Zusendung von Boxen, in denen sich die genaue Menge an Gewürzen sowie Lebensmittels befindet, die für das gewünschte Rezept benötigt werden. So sollen sich Kunden mit wenig Zeit zum Einkaufen trotzdem schnell und einfach ein frisches Essen zubereiten können.
Aktuell ist Hello Fresh in den USA, Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Australien, Österreich, der Schweiz und Kanada aktiv und beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter.



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