In der Weihnachtszeit 04.12.2018, 08:11 Uhr

5 Analytics-Tipps für Webshop-Betreiber

Für viele Webshop-Betreiber gehen beim Gedanken an die Feiertage alle Alarmglocken an. Um bestmöglich auf den diesjährigen Ansturm vorbereitet zu sein, lohnt es sich kurz innezuhalten, vorausschauend zu handeln und einige Analytics-Tipps zu beachten.
(Quelle: shutterstock.com/sitthiphong)
Von Michael Diestelberg, Vice President Product und Marketing bei Webtrekk
Weihnachten - für den Großteil der Bevölkerung ist dies der Inbegriff von Besinnlichkeit und Entschleunigung. Doch für viele Webshop-Betreiber gehen beim Gedanken an die Feiertage alle Alarmglocken an. Keine andere Zeit des Jahres ist so lukrativ für das eigene Geschäft, keine andere Zeit bringt so viel Leistungsdruck mit sich.
Ein hohes Aufkommen an Bestellungen bedeutet nicht nur Umsatz, sondern eben auch ein enormes Arbeitspensum, organisatorischen Aufwand sowie eine nahezu unerschöpfliche Quelle für potenzielle Komplikationen und technische Fehler. Um bestmöglich auf den diesjährigen Ansturm vorbereitet zu sein, lohnt es sich daher kurz innezuhalten, vorausschauend zu handeln und folgende Analytics-Tipps zu beachten:

1. Valide Analyse des Vorjahres

Weihnachtsgeschäft ist nicht gleich Weihnachtsgeschäft: Trotz vieler Gemeinsamkeiten weist jede Branche und jede Website ihre ganz eigene Form des Feiertag-Shoppings auf. Um aus Fehlern zu lernen, Potenziale zu heben und den Ablauf zu optimieren, sollten Webshop-Betreiber daher aus ihren Erfahrungen des Vorjahres schöpfen.
Je präziser die Daten aus der letzten Weihnachtssaison sind, desto aussagekräftigere Schlüsse können für das aktuelle Jahr gezogen werden. Eine valide Analyse kann Webshop-Betreiber daher nützliche Informationen darüber liefern, worauf sie sich im lukrativsten Quartal des E-Commerce-Jahres einstellen müssen.

An erster Stelle steht zunächst die simple Frage, wie das eigene Weihnachtsgeschäft generell verläuft. In welchen Phasen nahm der Traffic zu und wann wieder ab? Wann wurde gestöbert, wann gekauft? Welche Kanäle zeigten besonders viel Aktivität? Um potenzielle Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren, sollte der Webshop gerade zum Weihnachtsgeschäft einwandfrei funktionieren. Die Website darf keine Bugs haben, Prozesse müssen perfekt arbeiten.
Shop-Betreibern ist deshalb zudem gut daran gelegen frühzeitig zu analysieren, an welchen Stellen Probleme auftauchen, um diese dann schnellstmöglich zu unterbinden. Gibt es an bestimmten Punkten ungewöhnlich hohe Abbruchraten? Treten technische Probleme mit bestimmten Endgeräten oder Browsern auf? Und liefert die interne Shop-Suche auch immer ausreichend Ergebnisse oder läuft sie oft ins Leere?
Wenn das Weihnachtsgeschäft im vollen Gange ist, werden sich die Wenigsten um Details der Usability kümmern können. Daher sollten die notwendigen A-B-Tests rechtzeitig durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt jedoch: Selbst, wenn nicht alle Baustellen früh genug beseitigt werden können, ist das Wissen um sie schon sehr viel wert.

2. Einrichten von automatisierten Alerts

Ein weiterer wichtiger Teil der Planung ist die Vorbereitung auf Notfälle. Während der Weihnachtsphase müssen E-Händler schnell reagieren können, um keine Verluste einzustreichen. Da es jedoch unmöglich ist, immer alle Zahlen im Blick zu behalten, sollte eine automatisierte Lösung her.
Oftmals arbeiten Webshops mit täglichen Reportings, anhand derer Probleme identifiziert werden können. Doch besonders in einer Traffic-starken Phase, wie in den Wochen vor Weihnachten, ist dieses Meldeverfahren nicht zeitsensibel genug. Wenn beispielsweise der Check-out plötzlich nicht mehr funktioniert, muss sofort reagiert werden, um nicht innerhalb von wenigen Minuten eine Menge Umsatz liegen zu lassen.
Händler sollten daher automatisierte Warnmeldungen für wichtige Kennzahlen und zentrale Bereiche ihrer Website einrichten, die sie darauf hinweisen, wenn es an irgendeiner Stelle hakt. Bestenfalls werden diese Meldungen nicht nur für den Betreiber, sondern auch direkt für die potenziellen Problemlöser eingestellt. Somit wird im Ernstfall wertvolle Zeit gespart.

3. Fokus auf Suchbegriffe

Im Weihnachtsgeschäft ändert sich bisweilen die Art, wie potenzielle Kunden eine Shop-Website nutzen oder wie sie auf diese Website gelangen. Häufig ändern sich Suchbegriffe - und zwar nicht nur durch den Zusatz "Weihnachten", sondern auch durch Keywords, die Service- oder Filial-Informationen geben.
 
Webshop-Betreiber sollten daher die Daten des Vorjahres analysieren, um herauszufinden, welche Suchbegriffe speziell in der Weihnachtszeit aufgekommen sind. Unter Berücksichtigung der daran anknüpfenden Kennzahlen (etwa Bounce- und Konversionsrate) lassen sich häufige, aber wenig performante Suchbegriffe ausschließen. Mit den neu gewonnen Erkenntnissen kann anschließend das Suchmaschinenmarketing angepasst beziehungsweise optimiert werden, um das Weihnachtsgeschäft noch effektiver anzukurbeln.



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