Gegenwart und Zukunft 22.06.2015, 16:15 Uhr

Die Bedeutung von Mobile Payment für Webshops

Mobile Payment Apps werden für den Omnichannel Commerce in Deutschland immer wichtiger. Welche Faktoren es hier zu beachten gibt und welche Rolle Apple Pay einnimmt, erklärt Martin Zander von Yapital.
Mobile Bezahlverfahren werden immer wichtiger
(Quelle: shutterstock.com/Sergey Nivens)
Was ist der status quo in Sachen Mobile Payment? Wie sieht es hierzu derzeit in Deutschland aus und woran hapert es noch? Antworten gibt Martin Zander, Senior Vice President Communications bei Yapital. Er erklärt Konsumentenwünsche, die Bedeutung von Mobile Payment für Webshops, den Einfluss des Omni-Channel-Commerce - und die Rolle von Apple Pay.
Differenzierung geht nicht mehr über den Preis, sondern nur noch über die Customer Experience. Webshop-Betreiber wissen das. Ihnen ist auch klar, wie wichtig der Bezahlvorgang ist: Er entscheidet mit darüber, welche Antwort der Kunde auf die Frage "zahlungspflichtig bestellen oder abbrechen?" gibt. Betreiber von Online-Shops sind daher ständig auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten für diesen entscheidenden Teil der Customer Journey. Das bedeutet unter anderem, dass sie abwägen müssen, wann sie eine mobile Bezahlmethode in ihren Zahlungsmix aufnehmen wollen und welche.
Denn, dass die meisten Webshops in naher Zukunft ein Mobile Payment brauchen - mindestens eins - ergibt sich aus den Alltagsgewohnheiten der Konsumenten. Der moderne Verbraucher ist örtlich mobil, zeitlich flexibel und ständig vernetzt. Ein Gerät, das 63 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahre quasi ständig in Griffweite haben, ermöglicht diesen Lebensstil: das Smartphone. Ihm ist es zu verdanken, dass die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, Zuhause und Arbeitsplatz, realer und virtueller Welt verschwimmen. Die Verbraucher nutzen es in fast allen Lebenslagen - und die Mehrheit der Smartphone-Nutzer ist gern bereit, weitere Funktionen auszuprobieren: Wie eine Bitkom-Studie dieses Jahr zeigte, laden sich 74 Prozent zusätzliche Apps herunter.

Verbraucher sind bereit für Mobile Payment

Die technischen Voraussetzungen für Mobile Payment sind auf Konsumentenseite also gegeben. Und die Wünsche der Verbraucher sind klar: Sie sind bereit für Mobile Payment. Die Konsumenten haben konkrete Vorstellungen, wo sie Mobile Payment gern einsetzen würden. In verschiedenen Studien der letzten Jahre finden sich unter den meist gewünschten Einsatzorten immer wieder: der Supermarkt, die Tankstelle, der ÖPNV - und der Online-Shop. Eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes vom April 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass 63 Prozent der Konsumenten gern eine mobile Bezahlmethode in Webshops nutzen würden.
Während die Verbraucher noch ganz davon begeistert sind, in welch vielfältiger Weise das Smartphone ihren Alltag erleichtert und bereichert, bereitet sich schon das nächste Gerät darauf vor, die Nachfolge des Smartphones anzutreten: Die Wearables werden kommen, höchstwahrscheinlich in erster Linie in Form von Smartwatches. Obwohl es Wearables erst seit kurzem gibt, sind die ersten Verbraucher bereits interessiert, mobile Technologie direkt am Körper zu tragen: So sind fünf Prozent der deutschen Konsumenten einer im Magazin "Absatzwirtschaft" veröffentlichten Umfrage zufolge entschlossen, eine Apple Watch zu kaufen. Zwölf Prozent haben es eventuell vor.



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