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Paketflut vs. Lagermangel: Die Herausforderungen der Logistik

Anzeige: Die Veränderungen des Online-Handels in der Corona-Krise werden immer deutlicher. Viele Branchen verzeichnen Einbußen, während andere eine Hochphase erleben. Logistik- und Versanddienste tragen die Situation mit und begegnen dabei einigen Herausforderungen.
(Quelle: ODC)
Der Mode-Online-Handel erzielte im März 35 Prozent weniger Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, so Zahlen des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh). Ähnlich schwere Verluste sind bei Accessoires und Schuhen, im Bürobedarf und im Freizeitbereich zu erkennen. Ganz im Gegensatz dazu verzeichneten die Bestellungen von Lebensmitteln rund 56 Prozent Wachstum, Medikamente sogar 88 Prozent und auch Wein, Drogeriewaren sowie Bastelartikel zeigen ein deutliches Plus - Bedarfsgüter des täglichen Lebens stehen in Krisenzeiten bei Konsumenten klar im Fokus. Für Logistik- und Versandunternehmen wie odc bedeutet das trotz allgemeiner Krise des Online-Handels ein starkes Wachstum des Paketvolumens. "Wir sehen bei unseren Kunden, die Nahrungsmittel, Heimsportartikel und Kosmetikprodukte vertreiben, ein deutlich höheres Bestellvolumen als noch vor einigen Wochen", so Christian Athen, CEO und Co-Gründer des Fulfillment-Dienstleisters odc. 

Lagerplatz ist heiß begehrt

Das veränderte Konsumverhalten hat starke Auswirkungen auf die Logistik: Insbesondere die Belegung der verfügbaren Lagerflächen wird zur Herausforderung. Durch den Umschwung im Handel werden einige Waren kaum bewegt und in den Häfen warten bereits die Container mit Neuware. Dies gilt insbesondere für Fashion, aber auch für Waren, die zur Aufstockung im stationären Handel bestimmt sind, der sich nun verzögert. Lagerplatz ist derzeit begehrter denn je. "In dieser Situation verdeutlicht sich die Vorteilhaftigkeit skalierbarer Lagerflächen. So können wir seit April Bestandskunden und neuen Partnern Logistikkapazitäten in unserem neu angebundenen Standort anbieten", sagt Christian Athen.

Amazon lehnte Mitte März einen Teil der FBA-Kunden ab, da der Versandriese vorrangig Bedarfsgüter einlagerte. Seit Anfang April sind diese Maßnahmen wieder etwas gelockert, doch sind viele Seller abhängig davon, wie Amazon die Waren priorisiert. Als Konsequenz spürte auch odc eine schnell ansteigende Nachfrage von diesen Händlern und Marken. Christian Athen unterstreicht jedoch auch: "Wir achten darauf, dass wir Kunden, die ein gutes Wachstumspotential aufweisen und an langfristigem  Erfolg interessiert sind, für odc gewinnen und nicht nur als Steigbügelhalter in Krisenzeiten fungieren". Gleichzeitig waren stationäre Händler gezwungen, alternative Absatzkanäle zu erwägen und erweiterten ihr Geschäftsmodell mitunter in wenigen Tagen um einen Online-Kanal. Es zeigt sich also: Das stets angepriesene Omnichannel-Konzept bewährt sich im Krisenmodus. 

Die Gesundheit der Mitarbeiter steht an erster Stelle

Aufgrund des starken Bestellaufkommens und Engpässen an den Grenzen kommt es bei vielen Versanddienstleistern aktuell zu Lieferverzögerungen. So wird auch von diesen Innovationskraft gefordert, um Lieferketten umzuplanen, das Liefervolumen zu bewältigen und gleichzeitig die Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Hermes zum Beispiel entwickelte innerhalb von wenigen Tagen eine Möglichkeit zur kontaktlosen Übergabe und setzte diese im gesamten operativen Betrieb um.  
Auch in den Lagern der Logistikdienstleister bedeutet der aktuelle Wandel erhöhte Vorsichtsmaßnahmen für die Mitarbeiter. Verschärfte Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges desinfizieren der Hände, arbeiten in kleineren Schichten und eine strikte Trennung zwischen diesen sind unabdingbar. Die bisherige Flexibilität bei der Mitarbeiterplanung in Abhängigkeit des Bestellverhaltens wird dadurch erheblich eingeschränkt. "Auch wenn es hier und da ein wenig Produktivität heraus nimmt: Die Gesundheit der Mitarbeiter und Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes steht für uns an erster Stelle", so Christian Athen.