Logistikdienstleister 10.09.2018, 09:42 Uhr

Hermes Fulfilment stampft Drittanbieter-Geschäft ein

Der Logistikdienstleister Hermes Fulfilment stellt sein Drittanbieter-Geschäft ein. Die aktuellen Aufträge werden noch erfüllt, danach ist Schluss. Künftig liegt der Fokus auf dem Geschäft mit den Unternehmen der Otto Group.
(Quelle: shutterstock.com/r.classen )
Die Otto Group-Tochter Hermes Fulfilment gibt ihr Geschäft mit Drittanbietern auf. Die aktuellen Verträge sollen noch erfüllt werden, neue werden nicht mehr abgeschlossen, berichtet die Textilwirtschaft. Zu den externen Kunden, für die Hermes Fulfilment die Logistikprozesse übernommen hat, gehören unter anderem der Schmuckhersteller Swarovski sowie der Textil-Discounter Takko.
Wie viele Arbeitsplätze von der Einstampfung des Service betroffen sind, ist nicht bekannt. In den vergangenen Monaten wurden bereits Positionen ausscheidender Manager nicht mehr neu besetzt. Hierzu zählen beispielsweise der ehemalige Geschäftsführer Frank Marquard oder auch Andreas Plessis, der erst im August von Hermes zur Baur-Tochtergesellschaft BFS wechselte. Aktuell ist die Geschäftsführung lediglich durch Georg Rau und Andreas Stump vertreten. Insgesamt beschäftigt Hermes rund 5.000 Mitarbeiter.
Der Rückzug aus dem Drittanbietergeschäft und die damit einhergehende neue strategische Ausrichtung überraschen nicht. Denn zum einen ist die Otto Group auf der Suche nach einem Investor für Hermes. Zum anderen hatte Hermes vor einigen Wochen in einem Medienbericht mitgeteilt, dass man sich künftig mehr auf das Geschäft mit Unternehmen der Otto Group fokussieren wolle.



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