Die E-Commerce-Trends des Tages - 10.06.2013 10.06.2013, 05:12 Uhr

Escada: Höhere Online-Warenkörbe als erwartet

Dass der Online-Shop von Escada vermutlich nie viel mehr als ein Prozent zum Gesamtumsatz der Luxusmodemarke beitragen wird, ist für Escada-Chef Bruno Sälzer kein Grund für graue Haare. Die wichtigste Kennzahl sei nicht der Umsatz, sondern der RoPo-Effekt, sagte er im Interview mit der "WamS". Und der sei im Luxusmode-Segment so hoch, dass man es sich als Marke in diesem Bereich schlicht nicht leisten kann, keinen Shop zu haben. Einen E-Commerce-Tsunami kann Sälzer allerdings nirgendwo erkennen. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Google plant einen neuen Preisvergleichsdienst in Deutschland und Libri unterstützt Shopwares neuen B-to-B-Marktplatz Bepado.
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- NEWS -
Escada ist eigenen Aussagen zufolge gut in den E-Commerce gestartet. "Es scheint zu funktionieren", sagte Escada-Chef Bruno Sälzer der "Welt am Sonntag". Der Warenkorb der Kundinnen sei größer als erwartet und man sei auch online stark bei den Produkten, für die die Marke Escada stehe. In den kommenden Monaten soll an der Warenpräsentation und weiteren Services geschraubt werden, auch eine Online-Expansion ins europäische Ausland ist geplant. Insgesamt plant Sälzer mit einem Online-Anteil am Umsatz von einem Prozent. Das sei aber nicht die wichtigste Kennzahl. Denn knapp die Hälfte aller Verkäufe in Monobrand-Stores würden online vorentschieden oder sogar entschieden. >>>Welt.de
"Google Compare" heißt Medienberichten zufolge ein neues Preisvergleichsportal, mit dem der Suchmaschinenriese noch in diesem Jahr an den Start gehen will. Zunächst sollen Autoversicherungen verglichen werden - entsprechende Verhandlungen mit den Versicherern liefen bereits, meldet die "Süddeutsche Zeitung". Mittelfristig sollen noch weitere Kategorien hinzukommen. >>> via Wiwo.de
Redcoon-CEO und Mitgründer Reiner Heckel hat seinen Zehn-Prozent-Anteil an dem Elektronikversender an Media-Saturn verkauft und  seinen Job als Geschäftsführer an den Nagel gehängt. Übergangsweise übernimmt Martin Wild, einstiger Gründer des Elektronikversenders Home of Hardware und nun Vice President Online Media-Saturn-Holding, die Position des Redcoon-CEO. Wie es in Pressemitteilungen aber immer so schön heißt, soll Heckel Media-Saturn weiterhin "als Berater zur Seite stehen". Der "Lebensmittelzeitung" zufolge haperte es an der Chemie zwischen Heckel und Media-Saturn. Darüber hinaus stagnierten nach der Übernahme die Umsätze. Mit der bislang kolportierten Unabhängigkeit von Redcoon ist es nun wohl vorbei. Stattdessen, so schreibt "Channelpartner" wird der Elektronikversender "zur dritten MSH-Vertriebsmarke, die komplett aus der Konzernzentrale in Ingolstadt heraus gesteuert wird." >>>Pressemitteilung
Libri will den neuen Business-Marktplatz für den Online-Handel, Bepado, der Lieferanten und Händler intelligent miteinander vernetzen soll, mit seinem großen Buchsortiment unterstützen. "Damit verfügt Bepado vom Start weg über ein umfangreiches Grundsortiment, mit dem so gut wie jeder Online-Händler etwas anfangen kann und so relativ einfach für sich ausprobieren kann, ob sich eine Sortimentserweiterung lohnt", kommentiert "Exciting-Commerce"-Blogger Jochen Krisch. >>>Exciting Commerce
Notebooksbilliger.de hat seinen Umsatz 2011 um 36 Prozent auf 379,4 Millionen Euro erhöht, zeigen die aktuellen Bilanzzahlen. Hauptumsatzbringer waren Notebooks, obwohl 2011 erstmals auch Mobilfunk- und Haushaltskleingeräte im Sortiment waren. >>>Versandhausberater (kostenpflichtig)
S.Oliver experimentiert in seinen stationären Geschäften mit digitalen Spiegeln in seinen Umkleidekabinen. Über einen großen Touchscreen mit Webcam und Social-Media-Integration können Kunden die neuen Klamotten von vorne und hinten begutachten und sich den Rat der Freunde einholen. Die Technologie stammt von Xplace. >>>Mobilbranche.de
- INTERNATIONAL -
Burberry bietet ab sofort auch Collect-in-Store an - allerdings nur halbherzig. In Deutschland kann lediglich die Münchner Filiale mit dem Service glänzen, in Frankreich nur die Pariser Niederlassung, in Italien geht es immerhin in Mailand und Rom, in Spanien können Kunden sich die Waren nach Barcelona liefern lassen und in Großbritannien funktionieren London und Manchester. In den USA ist Collect-in-Store bei Burberry schon weiter verbreitet. Hier bieten immerhin neun Filialen den Multichannel-Service an. >>>Burberry-Shop
Boden, ein britischer Modeversender mit Ländershops für die USA, Frankreich, Deutschland und Österreich, plant britischen Medienberichten zufolge weitere Länder-Versionen seines Webshops für Holland, Belgien und Nordeuropa. Das Zeitfenster dafür: zwölf Monate. >>>Catalog-Biz.com
eBay baut sein "Global Shipping Program" (GSP) aus und erlaubt es künftig US-Händlern auch, nach Belgien, Frankreich, Hong Kong, Irland, Italien, die Niederlande, Polen und Spanien zu verschicken. Die Händler allerdings schrecken vor der Nutzung noch zurück - aus Angst vor negativen Kundenkommentaren zur Höhe der Versandgebühren außerhalb ihres Wirkungsumfelds. eBay selbst kündigte gegenüber "eCommerce Bytes" an, negative oder neutrale Kommentare in diesem Bereich für GSP-Teilnehmer automatisch löschen zu wollen. >>>eCommerce Bytes
Amazon (I) hat seine Marktplatzpartner in den USA darüber informiert, dass Produkte ohne Bild in verschiedenen Kategorien, darunter vor allem Mode, künftig nicht mehr angezeigt würden. Darüber hinaus gibt es strengere Anforderungen in Sachen Mode-Bebilderung. >>>eCommerce Bytes
Amazon (II) will Computerspiele unabhängiger Studios künftig in einer eigenen Abteilung im Computerspiele-Bereich vermarkten. Bundle-Verkäufe und ähnliche Aktionen sollen die Umsätze ankurbeln. Darüber hinaus plant der E-Commerce-Riese, einzelne Studios auch redaktionell vorzustellen. >>>Heise.de
- BACKGROUND -
Retouren-Optimierung: Wer Hochretournierern die rote Karte zeigt, muss aufpassen. Zwar dürfen Händler bestimmte Kunden ausschließen. In der Praxis verhalten sich Händler damit aber unter Umständen wettbewerbswidrit. >>>Versandhausberater (kostenpflichtig)
Facebook Offers: Wie Unternehmen ihre Fans mit Facebook Offers zum Einkauf bewegen - online oder im Geschäft vor Ort - erklärt Ben Moehlenhoff, Head of Social Media bei eprofessional, für INTERNET WORLD Business. >>>Internetworld.de
- ZAHL DES TAGES -
Auf 2,4 Prozent verdreifachte sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr der Anteil elektronischer Bücher am Gesamtumsatz. Bei 9,52 Milliarden Euro Gesamtumsatz der Buchhandelsbranche entspricht dies E-Book-Umsätzen in Höhe von 396 Millionen Euro. Entsprechend planen 84 Prozent der Verlage, im E-Book-Segment weiter aktiv zu sein. 54 Prozent der Neuerscheinungen gibt es inzwischen auch in elektronischer Form. Der E-Book-Anteil am Gesamtbestand liegt bei 29 Prozent. >>>Handelsblatt.com
- GEHÖRT -
"Das ist doch eher eine Evolution als eine Revolution, auf keinen Fall aber ein Tsunami. Früher haben die Katalog-Versandhändler in Deutschland mal einen Marktanteil von sieben oder acht Prozent gehabt. Der ging dann zeitweise zurück auf vier oder fünf Prozent. Jetzt haben Onlineanbieter rund acht Prozent, vielleicht auch darüber. Im Modebereich insgesamt liegt der Anteil schon jetzt deutlich höher. Aber eigentlich ist das alles gar nicht so anders als beim alten Katalog damals. Nur sitzt der jetzt im Smartphone und man kann ihn immer dabeihaben. Das Bemerkenswerteste ist das Tempo, mit dem sich diese Evolution entwickelt. Dieser Aspekt ist revolutionär."
Escada-Chef Bruno Sälzer geht den Online-Handel gelassen an. Für den Luxus-Bereich hält er einen Online-Marktanteil von bis zu zehn Prozent möglich. Im mittleren Segment, der "Zalando-Zone", hält er 20 Prozent für realistisch.  >>>Welt.de



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