W3B-Report zu Augmented Reality 06.03.2013, 15:28 Uhr

Erweiterte Wirklichkeit beim Möbelkauf gewünscht

Augmented Reality ist nicht nur für die Nutzer attraktiv, sondern birgt auch großes Potenzial für E-Commerce-Anbieter. Vor allem die Käufer von Einrichtungen können sich für die Technik begeistern.
Beim Thema Augmented Reality (AR), der Technik der "erweiterten Realität", scheiden sich die Meinungen von E-Commerce-Experten. Wie sinnvoll eine Investition in AR tatsächlich ist, hängt in erster Linie davon ab, wie empfänglich pozentielle Online-Einkäufer für diese technische Innovation sind. Fittkau & Maaß Consulting ging daher im Rahmen der W3B-Studie dieser Frage nach und befragte fast 10.000 deutsche Internet-Nutzer, wie relevant für sie Augmented Reality-Anwendungen sind, wenn es darum geht, Produkte online auszuwählen und zu kaufen.
Vor allem bei der Wohnungseinrichtung halten viele Nutzer Augmented Reality für attraktiv: Jeder zweite Internet-Nutzer gab an, dass er die Möglichkeit nützlich findet, bei der Planung einer Wohnungseinrichtung Räume zu filmen oder zu fotografieren und Einrichtungsgegenstände anschließend so in das Bild einzublenden, als ob sie sich tatsächlich in dieser Umgebung befänden.
Besonders interessant ist dies offensichtlich bei kostspieligeren Anschaffungen wie Möbeln (80 Prozent) und Kücheneinrichtungen (69 Prozent). Aber auch bei der Gestaltung von Wänden (zum Beispiel zum Testen von Tapetenmustern und Wandfarben) wissen viele (62 Prozent) die Vorzüge von Augmented Reality zu schätzen. Auf wenig Resonanz hingegen stößt  AR, wenn es um das virtuelle Einpassen von Unterhaltungselektronik geht: Dies halten lediglich 17 Prozent der Interessierten für nützlich.
Bei Modeprodukten dagegen fällt der Kreis der AR-Interessenten etwas niedriger aus: Hier signalisieren lediglich knapp 42 Prozent der befragten Internet-Nutzer Interesse. Zwei Drittel halten das virtuelle Anprobieren von Brillen für nützlich. Jeweils gut die Hälfte ist gegenüber Augmented Reality-Angeboten beim Kauf von T-Shirts, Hosen- und Haarfarben aufgeschlossen. Anders sieht es beim virtuellen Anprobieren von Schuhen, Dessous/Unterwäsche, Schmuck und Kosmetik aus: Dies hält maximal jeder fünfte Interessent für sinnvoll.
Die Ergebnisse des W3B-Reports "Trends im E-Commerce" zeigen, dass Augmented Reality zwar zu den für Anbieter und Nutzer aufwändigeren Anwendungen zählt - aber gleichzeitig auch Potenziale birgt. Denn die Zielgruppen, die einen Nutzen darin erkennen, sind zum einen ausreichend groß und zum anderen für E-Commerce-Anbieter durchaus attraktiv, denn ihr Online-Kaufinteresse an Produkten und Dienstleistungen ist deutlich höher als bei der Internet-Gesamtnutzerschaft. 



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