Sicherheitslücke bei Groupon 07.03.2013, 09:07 Uhr

Daten geklaut?

Schlechte Nachrichten für Groupon: Verlust gemacht, CEO gefeuert - und jetzt auch noch Datendienstahl in Deutschland. Nutzer des Couponingportals haben Mails in Groupons Namen bekommen, deren Anhang Viren enthält. Als Betreff wird eine Rechnung genannt.
Sicherheitslücke bei Groupon
Die Mail sieht glaubwürdig aus: Anrede und Name des Empfängers sind korrekt, der Betreff lautet "Rechnung Groupon GmbH", gefolgt von einer Nummer, die variieren kann. In der angehängten zip-Datei befinde sich jedoch Virensoftware, berichtet netzwelt. Die Spam-Nachricht wurde bislang nur an Adressen gesendet, die zur Anmeldung bei der deutschen Webseite von Groupon angegeben wurden.
"Die Untersuchung läuft auf Hochtouren", sagte Unternehmenssprecherin Sophie Guggenberger gegenüber der INTERNET WORLD Business. Das Groupon nehme diese Thematik sehr ernst und untersuche den Sachverhalt in den zuständigen Fachabteilungen. Zudem verschicke das Unternehmen keine Rechnungen per Mail. Weitere Ergebnisse werden im Lauf des Tages erwartet. Betroffene Kunden können sich unter abuse@groupon.de an den Rabattanbieter wenden.
Anfang des Monats hatte sich das Unternehmen von CEO und Gründer Andrew Mason getrennt. "Ich wurde gefeuert", schrieb dieser direkt nach der Bekanntgabe seines Ausscheidens in einem öffentlichen Brief an die Groupon-Mitarbeiter. "Falls ihr euch wundert warum, habt ihr nicht aufgepasst." Er verglich seine Tätigkeit mit einem Computerspiel, bei dem er ein Level nicht geschafft habe: "Für mich ist es in Ordnung, dass ich in diesem Teil der Reise versagt habe." Die Führung übernehmen vorübergehend die beiden Board-Mitglieder Eric Lefkofsky und Vice Chairman Ted Leonsis. Die Suche nach einem neuen Groupon-CEO ist bereits angelaufen.
Im vierten Quartal 2012 hatte Groupon einen Umsatz von 638,3 Millionen US-Dollar gemacht, ein Plus von 29,7 Prozent. Dem Gutscheinportal gelang es dennoch nicht, dies in einen Profit umzuwandeln. Insgesamt 81,1 Millionen US-Dollar Verlust muss Groupon hinnehmen - das sind 24,0 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal. Zudem hatte das Unternehmen eine mögliche Stagnation des Geschäfts fürs laufende Quartal angekündigt.



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