Internet World Messe 07.03.2017, 10:50 Uhr

Erwin Huber: "Wer nur im Stationären verharrt, wird Umsatzrückgänge erleben"

Sorgten im vergangenen Jahr noch Schneechaos und Lufthansa-Streiks für einen verzögerten Start der Internet World Messe, lief 2017 alles glatt - fast. Nur Erwin Hubers Keynote startete verzögert. Schuld war der Münchner Stau.
Sprach über die digitale Zukunft der bayerischen Wirtschaft: Erwin Huber, u.a. Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Medien und Technologie
(Quelle: csu-landtag.de )
Die Internet World Messe 2017 startete gleich mit einer großen Veränderung: Der Kongress findet nicht mehr parallel zur Messe statt, sondern wird im Herbst durchgeführt. Stattdessen konnten sich die Besucher auf der neuen Trendarena über E-Commerce-Themen und die Zukunft des Handels informieren.
Nach der offiziellen Eröffnung durch die Redakteure der INTERNET WORLD Business, Daniela Zimmer und Helmut van Rinsum, sowie durch Oliver Lucas von ecom consulting, folgte mit etwas Verspätung Erwin Huber von der CSU. Er ist Staatsminister a.D., MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie im bayerischen Landtag.

"Die digitale Zukunft der Wirtschaft in Bayern"

Huber präsentierte einen kurzen Streifzug durch die bayerische digitale Landschaft, lobte ProSiebenSat.1, spottete über die mangelnde Social-Media-Euphorie einiger Manager und Politiker und machte einmal mehr deutlich: Der stationäre Handel alleine genügt nicht mehr, Online ist längst Pflicht: "Wer im Stationären verharrt, wird Umsatzrückgänge erleben."
Er nahm auch die Politik in die Mangel, gerade in Sachen Infrastruktur. WLAN-Ausbau war hier das Top-Thema. 700 von 2.000 Kommunen in Bayern haben aktuell WLAN, bis 2020 sollten 20.000 Hotspots eingerichtet werden. In Sachen Cyber-Sicherheit würde man Maßnahmen ergreifen, aber letzlich sei es Chefsache, ob das Unternehmen hier abgesichert sei.
Wichtig für Huber ist auch der Sektor Aus- und Weiterbildung. Hier gäbe es noch deutlich Ausbaubedarf, Mitarbeiter müssten in der Breite geschult werden, Schulen bräuchten besseres Equipment, denn "ein paar Informatik-Lehrer reichen nicht."



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