Dienstleistungs-Plattform 21.10.2019, 10:13 Uhr

Ikea holt TaskRabbit nach Deutschland

Ikeas Tochter TaskRabbit startet im November in Deutschland. Dahinter steckt ein Start-up, das als Dienstleistungs-Plattform auf lokaler Ebene Arbeitsangebote vermittelt. Ikea will den Dienst auf lange Sicht auch in seinen Online Shop integrieren.
(Quelle: Ikea.com)
So schön die auf Kartongröße verpackten Möbel von Ikea auch sein mögen - vor dem Zusammenbau schreckt so manch einer dann doch zurück. Für diesen und für andere Hilfstätigkeiten im Haushalt kann man sich nun aber Hilfe von einer Ikea-Tochter holen: Die App TaskRabbit nimmt im November in Deutschland ihren Dienst auf.
TaskRabbit ist ein US-amerikanisches Start-up, das sich neben dem Transport und Aufbau von Möbeln auch auf einfache Tätigkeiten im Haushalt spezialisiert hat. Der Service überzeugte 2017 auch die schwedische Möbelhauskette, die das Start-up übernahm. 
Das Angebot umfasst dabei Tätigkeiten aus 26 Kategorien. "Putzen, Abwaschen, Gartenarbeiten, das Einrichten eines Fernsehers, einen tropfenden Wasserhahn reparieren, Besorgungen machen. Das gehört alles dazu", so TaskRabbit-Chefin Stacy Brown-Philpot. Und natürlich das Aufbauen der Ikea-Möbel. 
Per App die Hilfe zum Möbelaufbau heranrufen: TaskRabbit startet nun auch in Deutschland
Quelle: Ikea.com/Screenshot

Berlin und Rhein-Ruhr-Region

TaskRabbit startet in Deutschland in Berlin und Umgebung und in der Rhein-Ruhr-Region. Insgesamt zwölf Städte will der Vermittler zunächst abdecken. So können auch Hilfesuchende in Bochum, Duisburg, Essen, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Oberhausen und Wuppertal die Dienste von Task Rabbit anfordern.
Im kommenden Jahr stehen Hamburg, München, Stuttgart und Frankfurt auf dem Plan, so Brown-Philpot. Bisher war der Service in den USA, Frankreich, Kanada und Großbritannien aktiv.  
Was für die Kunden ein praktischer Service ist, soll für Rentner und Studenten die Möglichkeit auf zusätzliche Einkommensquellen bieten. Die Gelegenheitsjobber sind selbständig und nicht bei TaskRabbit angestellt. Sie bereiten allerdings den Gewerkschaften bereits Sorgen, da Firmen mit festangestellten Mitarbeitern mit den Niedrigpreisen der weniger qualifizierten Hilfskräfte nicht mithalten können: Die TaskRabbit-Anbieter legen ihren Stundenlohn selber fest. 
Nach Informationen von t-online will Ikea den Dienst in Zukunft gleich in seinen Online Shop integrieren. Darüber könnten sich die Kunden ihre gekauften Waren nach Hause liefern und gegebenenfalls aufbauen lassen.
Erst kürzlich hatte Ikea in der Schweiz angefangen, Möbel nicht nur zu verkaufen, sondern auch zu vermieten.



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