eLogistics World 01.02.2018, 10:00 Uhr

Die eLogistics News der Woche: Preiserhöhungen bei Hermes und Amazon, DHL, Fahrverbote

Händler müssen sich auf höhere Preise bei Hermes und Amazon einstellen, DHL erhebt eine einheitliche Nachnahmegebühr und das aktuelle Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes über Diesel-Fahrverbote bereitet der Branche Kopfzerbrechen.
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- NEWS -

Hermes: Der Logistiker erhöht zum 1. März die Versandpreise für geschäftliche Auftraggeber um durchschnittlich 4,5 Prozent. Außerdem führt das Unternehmen für die Monate November und Dezember einen zusätzlichen Peak-Zuschlag pro Sendung ein. >>> Internetworld 
Amazon (I): Noch eine Preiserhöhung: Der E-Commerce-Riese gab jetzt Gebührenänderungen für sein FBA-Programm in ganz Europa bekannt. Händler müssen sich auf höhere Versand- aber auch Lagerbeiträge einstellen. Zusätzlich fallen einige ehemals kostenfreie Angebote künftig weg. >>> Onlinehändler News 
Amazon (II): Der Onlinehändler hat dem Vernehmen nach seinen Bauantrag für eine zehn Hektar große Fläche im Industriepark Nord in Niehl (Köln) zurückgezogen. Amazon wollte dort ein neues Sortierzentrum bauen und 950 Arbeitsplätze schaffen. Das Geschäft ist offenbar geplatzt, weil die Stadtverwaltung der eigenen Tochter Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) AG den Zuschlag für das Gelände erteilen wird. >>> Kölner Stadt-Anzeiger 
Amazon (III): Nach Blink übernimmt Amazon nun einen weiteren Anbieter vernetzter Türklingeln und Sicherkameras. Das Start-up "Ring" soll mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet werden. Kunden des Unternehmens können sich mit Leuten vor ihrer Haustür per Videochat in einer Smartphone-App unterhalten. >>> Internetworld 
DHL: Eine wichtige Änderung müssen Online-Händler beachten, die ihren Kunden das Bezahlen per Nachnahme anbieten und hierzu die Dienstleistungen von DHL in Anspruch nehmen. Denn die Deutsche Post DHL Group erhebt ab 1.3.2018 eine einheitliche Nachnahme-Gebühr in Höhe von 5,60 Euro. Die bisherige Aufsplittung der Nachnahmegebühr bei DHL fällt damit weg. >>> Anwalt.de 
UPS (I): Der Paketdienst fordert von der EU-Kommission 2,15 Milliarden Dollar Schadensersatz zuzüglich Zinsen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, geht es dabei um die Übernahme des niederländischen Konkurrenten TNT Express, gegen die die Kommission im Januar 2013 ihr Veto eingelegt hatte. >>> Handelsblatt (für Abonnenten) 
UPS (II): Der amerikanische Lieferdienst will weg vom Diesel, hin zum E-Antrieb. Den Anfang soll eine Flotte von 50 Elektro-Lastwagen machen. UPS hat zwar schon Tesla-Trucks mit E-Motoren vorbestellt, will jetzt aber gemeinsam mit seinem Partner Workhorse auch eigene Fahrzeuge entwickeln. >>> Wired 
DPD: Für einen Vorserientest hat DPD in Hamburg zwei VW e-Crafter übernommen. Der Paketdienst fährt damit Zustelltouren in der Innenstadt sowie in St. Pauli und an der Sternschanze. Die beiden vollelektrisch angetriebenen Lieferfahrzeuge sollen voraussichtlich bis Ende des Jahres unterwegs sein. >>> Logistra 
Magazino: In einer aktuellen Finanzierungsrunde hat das Robotik-Startup 20,1 Millionen Euro eingesammelt. Neu-Investoren sind Körber, Cellcom, Zalando sowie Fiege Logistik. >>> Logistik Watchblog 
Shipcloud, Rhiem: Der deutsche Shipping Service Provider hat eine Technologiepartnerschaft mit der Rhiem-Gruppe aus Voerde abgeschlossen. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit dem Fulfillment Experten vom Niederrhein liegt im Bereich E-Commerce und Versandlogistik. >>> per Mail 
Porsche: Der Autohersteller testet derzeit die Integration von Blockchain-Technologien. Unter anderem sollen Porsche-Besitzer damit verschiedenen Paketdiensten den Zugang zu ihren Fahrzeugen ermöglichen können. >>> Post & Parcel 

- BACKGROUND -

Fahrverbote: Mit Sorge betrachtet der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) die möglichen Folgen der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Das Gericht hält Fahrverbote für Dieselfahrzeuge als Bestandteil städtischer Luftreinhaltepläne auch ohne bundeseinheitliche Regelung für grundsätzlich zulässig. Sollten die Kommunen das Urteil jetzt als Grundlage für weitere Verkehrsbeschränkungen nutzen, werden Speditionen und Paketlogistiker trotz moderner Fahrzeugflotten ihren Versorgungsauftrag für den innerstädtischen Handel und die Wohnbevölkerung nur noch eingeschränkt erfüllen können. >>> My Logistics 
Speditionsware: Möbel und andere sperrige Artikel werden zunehmend im Internet gekauft. Das bringt den Spediteuren in diesem Bereich eigentlich eine gute Auftragslage, doch gleichzeitig steigt der Druck auf die Lieferanten. Besonders Services wie die Zeitfensterzustellung setzen ihnen zu. Auch die Händler selbst müssen erst noch alle Rechtsfragen klären, bevor sie mit dem Speditionsversand starten können. >>> Onlinehändler News 
Events: Nächste Woche, genauer gesagt am 6. und 7. März, findet in München die INTERNET WORLD EXPO statt - auch diesmal wieder mit der Sonderfläche eLogistics World. Für die kostenlosen Messe-Tickets müssen sich Besucher vorab nur registrieren. >>> INTERNET WORLD EXPO 

- ZAHL DER WOCHE -

Bis zu zehn Prozent können Unternehmen ihre Pick-Performance durch den strategisch geschickten Einsatz erfahrener Picker steigern. Eine Untersuchung aus den USA zeigt: Erfahrene Kommissionierer können für Logistikdienstleister und Unternehmen wertvoller sein, als Algorithmen, die zur Verbesserung der Wegezeiten- und Pickperformance eingesetzt werden. >>> Logistik Heute 

- OOPS -

Paketflut: Die Deutsche Bank in London will die zahlreichen privaten Online-Bestellungen ihrer Angestellten einschränken. Vor allem die Lieferungen durch "Amazon Prime Now" führten in der Bank zu einem ständigen Kommen und Gehen von Paketzustellern. >>> Tamebay 



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