eLogistics World 08.02.2018, 09:00 Uhr

Die eLogistics News der Woche: Kranker DPD-Bote verpasst Arzttermine und stirbt, Fiege, Innogy

In Großbritannien ist ein kranker Paketzusteller verstorben, weil er angeblich nicht für Arztermine frei nehmen konnte. Fiege kooperiert mit Chinas Onlineriesen JD.com und Innogy stellt Ladesäulen für DHL-Streetscooter auf.
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- NEWS -

DPD: Ein an Diabetes erkrankter Paketzusteller von DPD ist in England gestorben, nachdem er offenbar wichtige Arzttermine verpasst hatte. Seine Frau wirft dem Paketdienst unmenschliche Arbeitsbedingungen vor. Unter anderem soll der Logistiker mit Strafzahlungen für ausgefallene Touren gedroht haben. DPD selbst weist die Vorwürfe der Witwe zurück. >>> Welt 
Fiege: Der Logistiker hat eine Kooperation mit Chinas größtem Händler JD.com geschlossen und einen Flagship Store auf dessen grenzüberschreitender E-Commerce-Plattform JD Worldwide eröffnet. Europäische Hersteller können hierüber ihre Waren anbieten und so den chinesischen Markt erschließen. >>> My Logistics 
Innogy, DHL: Die RWE-Tochter hat mit DHL eine Partnerschaft vereinbart. Innogy will die Logistikstandorte von DHL in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern mit Ladesäulen ausrüsten. Dort sollen die DHL-Streetscooter aufgeladen werden. >>> Handelsblatt 
Österreichische Post: Die Österreichische Post stellt täglich zigtausende Pakete zu – nun holt sie auch Sendungen und Retouren auf Bestellung direkt von der Haustüre ab. Mit dem neuen Abholservice für Privatkunden erweitert das Unternehmen mit sofortiger Wirkung die Dienstleistungspalette und macht damit auch das Versenden komfortabler. >>> Logistik Express 
Amazon (I): Die Deutsche Umwelthilfe wirft dem Onlinehändler einen Verstoß gegen das Elektrogesetz vor. Der Grund: Amazon lässt Verbraucher quecksilberhaltige Energiesparlampen per kostenlosem Paketversand über das Rücknahmesystem Electroreturn der Deutschen Post zurückschicken. Doch dort ist der Paketversand von Altlampen wegen Bruchgefahr und einer möglichen Freisetzung des giftigen Quecksilbers ausgeschlossen. Jetzt fordert der DUH eine strafbewährte Unterlassungserklärung von Amazon. >>> Recycling Magazin 
Amazon (II): Der E-Commerce-Riese hat sich zwei Patente für elektrische Armbänder sichern lassen. Diese sollen Logistikmitarbeitern dabei helfen, Waren schneller zu sortieren und einzuscannen. Ein Schelm, wer dabei an Überwachung denkt.  >>> FAZ 
Amazon (III): Findige Hacker haben offenbar einen Weg gefunden, das intelligente Türschloss Amazon Key zu überwinden. Über die Smart-Home-Lösung erhalten normalerweise nur Paketboten Zugang zu Kundenwohnungen, wenn diese nicht zu Hause sind.  >>> Internetworld 
Amazon (IV): Es wird immer unwahrscheinlicher, dass der weltweit größte Onlineversandhändler ein Sortierzentrum mit bis zu tausend Arbeitsplätzen im Kölner Industriepark Nord baut. Denn Oberbürgermeisterin Henriette Reker treibt den Verkauf der städtischen Fläche im Industriepark an die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) voran. >>> Kölnische Rundschau 
Mimo: Full Service von Warehousing bis E-Commerce sind die Schlagworte, mit denen der bayerische Fulfillment- und Logistikdienstleister durchstartet. Mimo steht sowohl für Technik (Multiple Input und Multiple Output) als auch für den Standort des Logistik-Startups am Mittleren Moos in Augsburg. >>> Internetworld 
GLS: Im letzten Newsletter hatten wir gemeldet, dass GLS in Spanien seinen "FlexDeliveryService" eingeführt hat. Jetzt hat die GLS-Gruppe bekanntgegeben, dass sie den spanischen Express-Paketdienstleister Redyser Transporte erworben hat. Redyser mit Hauptsitz in Murcia, Spanien, bedient vor allem das Express-Segment und liefert jährlich rund 14 Millionen Pakete aus. >>> My Logistics 
Edeka: Der Online-Supermarkt Bringmeister liefert in Berlin Bestellungen auf Wunsch künftig auch in den Kühlschrank, ohne dass der Kunde selbst vor Ort ist. Möglich macht dies eine Kooperation mit dem Haushaltsservice Cary.  >>> Fruchtportal 

- BACKGROUND -

Drohnen: Die Hamburger Unternehmensberatung MRU bezweifelt, dass sich die Paketzustellung per Drohne durchsetzen wird. Allein wegen der schieren Menge an Paketen seien Konzepte mit Drohnen und Robotern nicht effizient genug. "Den bislang präsentierten Geräten fehlt es in aller Regel an einer ausreichenden Transportkapazität und/oder Reichweite", sagte Horst Manner-Romberg, Geschäftsführer von MRU zur Deutschen Presse-Agentur. >>> Business Insider 
Cross Border-Handel: Sieben von zehn europäischen Online-Käufern haben 2017 Artikel von Einzelhändlern außerhalb ihres Heimatlandes gekauft. Das geht aus der UPS-Studie "Pulse of the Online Shopper" hervor. In Deutschland ist der grenzüberschreitende Online-Kauf etwas weniger verbreitet: 59 Prozent der hiesigen Online-Einkäufer tätigen Käufe in anderen Ländern, davon 69 Prozent in Europa. >>> DNV Online 
Verkehrschaos: Die Städte ersticken in immer mehr Verkehr? Das stimmt nur so zu Hälfte, meint Stern-Autor Gernot Kramper. In Wirklichkeit komme der Verkehr durch die Fahrer der Lieferdienste zum Erliegen. Strafe müssen die Fahrer kaum fürchten, also lassen sie die anderen warten. Sein Vorschlag: "Fahrzeug inklusive Ladung abschleppen lassen und erst nach drei Tagen wieder frei geben." >>> Stern 
Letzte Meile: Unter dem Namen Nuro  haben zwei ehemalige Google-Mitarbeiter ihr eigenes Startup gegründet und wollen ein autonomes Lieferauto bauen. R1, so der vorläufige Name des selbstfahrenden Gefährts, soll durch die Erledigung sogenannter Last-Mile-Fahrten Transporte schneller machen. >>> Wired 

- PERSONALIEN -

Thomas Grunau hat am 1. Februar 2018 die Position des CEO bei der digitalen Frachtplattform Saloodo! übernommen. Er folgt auf Amadou Diallo, der als CEO DHL Global Forwarding Middle East, Africa (MEA) nach Dubai gewechselt ist. >>> Pressemitteilung 
Philip Nölling ist von DPD zu Hoyer gewechselt. Bei der Hoyer Group hat er die Position des Finanzchefs übernommen. Der Paketdienst hat offenbar bereits einen Nachfolger. Laut Firmenhomepage ist Martin Klink seit Januar 2018 Finanzchef. >>> DVZ (für Abonnenten)

- ZAHL DER WOCHE -

121.804 Euro kostet es jeden deutschen Händler im Schnitt pro Jahr, wenn Sendungen nicht zustellbar sind, ermittelte das Unternehmen Addressy, das ganz zufällig eine Lösung für das Problem parat hat. Pro Sendung macht das 14,87 Euro. >>> Pressemitteilung 



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