Die eLogistics News der Woche 26.07.2018, 10:00 Uhr

Amazon sucht Logistik-Fachkräfte in Wien, Brexit, DHL

Offenbar will Amazon in Wien seine Pakete bald in Eigenregie zustellen, in Großbritannien fürchtet Amazon Lieferengpässe durch einen harten Brexit und DHL-Chef Appel ist äußerst unzufrieden mit seinen Mitarbeitern.
(Quelle: shutterstock @gualtiero boffi)
Die eLogistics News der Woche liefern wir Ihnen auch gerne jeden Donnerstag bequem und kostenlos in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum Newsletter-Abo. 

- NEWS -

Amazon sucht Führungskräfte in Wien: Ab Oktober will Amazon offenbar beginnend in Wien seine Pakete zum Großteil selbst zustellen, da ein Vertrag mit der österreichischen Post ausläuft. Amazon hält sich derzeit noch bedeckt, doch nun sucht der Onlinehandelsgigant nach leitenden Mitarbeitern für den österreichischen Auftritt. Bewerben kann man sich demnach als Schichtleiter (gleich zwei werden gesucht), Teamleiter Logistik, Bereichsleiter und Standortleiter. >>> Heute.at 
Amazon erweitert Lager in Leipzig: Der E-Commerce-Riese will sein Lager am Leipziger Standort vergrößern und plant dafür ein Investment von fünf Millionen Euro. Künftig soll ein neues Hochregallager Platz für große und sperrige Waren schaffen. >>> Amazon Watchblog 
Amazon fürchtet Aufstände durch Brexit: Der Großbritannien-Chef von Amazon fürchtet, dass es innerhalb von zwei Wochen nach dem Brexit zu Unruhen und Aufständen in der Bevölkerung kommen könnte, falls das Land ohne vertragliche Vereinbarung aus der EU ausscheidet. In einem Treffen mit der Regierung sagte der britische Amazon-Chef jetzt massive Engpässe in den Lieferketten voraus. Und das nicht nur bei Paketen. >>> Welt 
Die Linke kritisiert Amazon Flex: Amazon nimmt die Auslieferung seiner Waren zunehmend selbst in die Hand. Bei Amazon Flex etwa stellen Privatleute die Pakete zu. Die Linke warnt vor einem Privatkurierdienst und fordert Lizenzpflicht. Die Regierung sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. >>> Tagesspiegel 
Memo weitet E-Bike Zustellung aus: Nach Berlin beliefert der Öko-Versandhändler für Bürobedarf seine Kunden ab sofort auch in Frankfurt am Main und in Stuttgart mit dem Lastenrad. In Frankfurt arbeitet Memo mit dem Lieferdienst "Sachen auf Rädern" zusammen, in Stuttgart mit Velocarrier. Die Anlieferung der Pakete in die Städte erfolge per Paketdienst an die Microhubs der Radlogistiker. >>> Eurotransport 
Rakuten macht die Logistik selbst: Der japanische E-Commerce-Riese will sein eigenes Logistiknetzwerk aufbauen und so trotz steigender Kosten und Mitarbeitermangel die Zustellungen optimieren. >>> CEP Research (für Abonnenten) 
"Uber" für sperrige Güter: Ein Transport-Vermittler im Uber-Stil ist in Hamburg an den Start gegangen. Über Movemates können Kunden Speditionskapazitäten für Kleiderschränke und andere Güter buchen, die nicht problemlos in einen Kombi passen. >>> Internet World Business 
UK Mail heißt jetzt DHL Parcel UK: Im Dezember 2016 hatte die Deutsche Post DHL Group die britische UK Mail übernommen. Jetzt wurde UK Mail in DHL Parcel UK umbenannt und "wird davon profitieren, zu einem Marktführer in globaler Logistik zu gehören", wie es in einer Mitteilung an Post & Parcel heißt. >>> Post & Parcel 

- BACKGROUND -

Wenn Auslandspakete beschädigt werden: Was passiert eigentlich, wenn ein Auslandspaket verschwindet oder beschädigt beim Empfänger ankommt? Wohin müssen sich Betroffene wenden und wie sind die Abläufe gestaltet? Auskunft, wie Postgesellschaften grenzüberschreitende Reklamationsfälle bearbeiten und was Verbraucher beachten müssen, gibt der Weltpostverein (UPU). >>> Logistik Watchblog 
TU München gewinnt Hyperloop-Rennen: In Los Angeles hat die dritte Hyperloop Pod Competition stattgefunden. Zahlreiche Studententeams waren angereist, um ihre Hyperloop-Kapseln antreten zulassen. Gewonnen hat erneut das Team der TU-München. Hyperloop-Systeme, eine Art moderne Rohrpost, könnten in Zukunft vielleicht auch Pakete befördern. >>> Wired 
E-Commerce-Trends und die Logistik: Aktuelle Trends im E-Commerce, wie zum Beispiel der Einsatz von künstlicher Intelligenz, sollten auch in der Logistik nicht ignoriert werden. Welche Entwicklungen immer wichtiger werden, zeigt der Artikel in Warehouse & Logistics News. >>> Warehouse & Logistics News

- ZAHL DER WOCHE -

6,50 Euro pro Stunde oder 45 Cent pro Paket  sollen Paketfahrer aus der Ukraine erhalten. Bei Recherchen fand der NDR Schleswig-Holstein Anzeigen im Internet, die auf Russisch und Ukrainisch für Zusteller-Jobs in Deutschland werben. Über einen Vermittler werden polnische Visa besorgt, damit die Ukrainer in Deutschland arbeiten dürfen. >>> NDR 

- OOPS -

Post-Chef Appel kritisiert Mitarbeiter: In der Mitarbeiter-Zeitung "Premium Post" attackiert Frank Appel seine eigenen Mitarbeiter: "Wir arbeiten nicht wirklich als ein Team - und das beziehe ich auf alle Ebenen", sagte Appel. Er verlangt einen "Kulturwandel" im Unternehmen und fordert von seinen Beschäftigten: "Jeder Einzelne muss Verantwortung für seinen Bereich übernehmen, Dinge infrage stellen und gegebenenfalls verändern." >>> Welt 



Das könnte Sie auch interessieren