Nach Marktstart in den USA 23.04.2019, 22:15 Uhr

eBay weitet neue Zahlungsabwicklung auf Deutschland aus

Die neue Zahlungsabwicklung von eBay kommt nach Deutschland. Zusammen mit dem Dienstleister Adyen verantwortet eBay damit auch hierzulande alle End-To-End-Zahlungen auf seiner Plattform selbst. Daneben präsentierte das Unternehmen auch seine Quartalszahlen.
(Quelle: shutterstock.com/Maxx-Studio)
Anfang Februar 2018 teilte eBay mit, seinen Backend-Bezahldienst nicht mehr von PayPal, sondern von dem niederländischen Anbieter Adyen bereitstellen zu lassen. Schon im September 2018 dann wurde in den USA mit einer ausgewählten Gruppe geeigneter Verkäufer damit begonnen, die neue Zahlungsabwicklung auf der Plattform einzuführen. Nun wird "eBay Payment" - einen offiziellen Namen gibt es nicht - auch auf Deutschland ausgeweitet.
"Deutschland ist einer der größten Märkte für eBay weltweit und die deutschen Kunden legen großen Wert auf ein komfortables und reibungsloses Einkaufserlebnis - inklusive dem Wunsch nach einer Vielfalt von Zahlungsoptionen", erklärt Eben Sermon, Vice President, eBay Germany. "Das macht den deutschen Marktplatz zur perfekten Wahl für die Ausweitung der neuen Zahlungsabwicklung über die USA hinaus."

Die Vorteile für Käufer

Der Schritt soll laut eBay "die Nutzungserfahrung sowohl für die Käufer als auch für die Verkäufer deutlich vereinfachen". Denn mit der neuen Zahlungsabwicklung ändert das Unternehmen die Art und Weise, wie Käufer für ihre Einkäufe bei eBay bezahlen - nämlich, indem eBay die End-To-End-Zahlung nun auf seinem Marktplatz selbst verwaltet.
Im Umkehrschluss heißt das: Käufer schließen ihre Käufe direkt bei eBay ab. Das soll folgende Vorteile bringen:
  • Eine größere Auswahl relevanter Bezahlmöglichkeiten im Checkout-Prozess: eBay plant den deutschen Käufern mehr Bezahlmöglichkeiten anzubieten, darunter Kreditkarte, Lastschrift, Apple Pay, Google Pay und PayPal.

  • Eine Checkout-Erfahrung, die bei eBay beginnt und endet, unabhängig von der vom Käufer gewählten Zahlmethode: Durch die Übernahme der Zahlungsabwicklung will eBay die Nutzungserfahrung über den gesamten Kauf- und Post-Order-Prozess optimieren.

  • Anspruchsberechtigte Käufe, die im Rahmen der neuen Zahlungsabwicklung gemacht werden, sind unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode durch den Käuferschutz von eBay abgedeckt.

Die Vorteile für Verkäufer

  • Größere Käuferreichweite: eBay will Käufern eine größere Auswahl an Bezahlmöglichkeiten bieten. Dieser Schritt soll es dann Verkäufern wiederum ermöglichen, mehr Käufer zu erreichen.

  • Ein zentraler Anlaufpunkt, um das Geschäft zu steuern: Das Management ihres Geschäfts soll für Verkäufer einfacher werden. Mit der neuen Zahlungsabwicklung finden sich alle Informationen zu ihrem eBay-Geschäft, inklusive der Zahlungsinformationen, an einem zentralen Ort. So könnten Verkäufer schnell und einfach alle ihre Transaktionen und Kundeninteraktionen verfolgen und steuern.

  • Niedrigere Kosten und mehr Kontrolle über das eigene Geschäft: Die meisten Verkäufer könnten davon ausgehen, dass sich ihre Kosten für die Zahlungsverarbeitung nach dem Übergang auf die neue eBay-Zahlungsabwicklung reduzieren. Ebenso sollen sie von einer vereinfachten Preisstruktur profitieren - und: Die Auszahlungen erfolgen direkt auf ihr Bankkonto.

Roll-out

In den kommenden Wochen will eBay "geeignete Verkäufer" in Deutschland mit einer Einladung zur Teilnahme an der ersten Einführungsphase ansprechen. Auf globaler Ebene soll nach und nach die neue Zahlungsabwicklung auf weitere Käufer und Verkäufer ausgeweitet werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass in 2021 die Mehrheit der Kunden auf dem eBay-Marktplatz die neue Zahlungsabwicklung nutzen wird.
Bis zum Ende des ersten Quartals 2019 hatte eBay über die neue Zahlungsabwicklung nach eigenen Angaben ein Handelsvolumen in Höhe von 363 Millionen US-Dollar verarbeitet und dabei für die Verkäufer Ersparnisse in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar generiert.

Quartalszahlen

Daneben präsentierte eBay auch seine aktuellen Quartalszahlen, wonach das Unternehmen mit deutlich mehr Gewinn ins Geschäftsjahr gestartet ist. Im ersten Quartal legte der Überschuss im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 521 Millionen US-Dollar (464 Millionen Euro) zu.
Die Erlöse kletterten um rund zwei Prozent auf 2,6 Milliarden US-Dollar. Damit schlug sich eBay deutlich besser als erwartet, was bei Anlegern gut ankam. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um mehr als fünf Prozent.



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