E-Commerce-Trends 21.03.2016 21.03.2016, 07:53 Uhr

Zalando bindet externe Stationär-Geschäfte ein

Zalando wandelt sich immer mehr vom Mode-Händler zum Mode-Vermittler: Ab sofort können stationäre Modegeschäfte über die Plattform des Unternehmens verkaufen und ihre Waren aus dem Laden heraus versenden.

- NEWS -

Zalando will die Modeindustrie auf seine Plattform holen und sich damit mal wieder neu erfinden. So lautet das Fazit des "Zalando Playday" am Freitag. Modemarken sollen in Zukunft auf Zalando ihren eigenen Internet-Auftritt gestalten, stationäre Händler über die Plattform verkaufen können. Ein erstes Pilotprojekt ist schon angelaufen: Das Sportmoden-Geschäft "Bodycheck", beheimatet in der Berliner Shopping-Mall Alexa, versendet seit einigen Tagen Zalando-Bestellungen aus seinem Ladengeschäft. Zalando verdient dabei über Vermittlungsgebühren, so Geschäftsführer Rubin Ritter. Eigene Stationärgeschäfte wie in Berlin und Frankfurt sollen dagegen die Ausnahme bleiben. Stattdessen sieht Zalando seine Zukunft durchaus auch im digitalen Marketing: „Wenn wir wissen, dass sich eine Person für einen Sneaker interessiert und diese Person sich gerade im Alexa befindet, könnten wir ihr auf das Smartphone einen Hinweis schicken", so Zalando-Manager Christoph Lange. >>>Berliner Zeitung
Weltbild investiert in sein Filialnetz. In der DACH-Region soll die Zahl der Standorte mittelfristig von 140 auf 200 erhöht werden. Der Multichannel-Händler verhandelt aktuell bereits über neue Mietvertäge. Der Schritt überrascht, schließlich hatte Weltbild erst vor einem guten Jahr die Hälfte seiner Filialen verkauft. >>>neuhandeln
Xing will seine Mitgliederzahl in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln. Das Netzwerk habe ein Potenzial von weiteren 10 bis 15 Millionen Arbeitnehmern in der DACH-Region, so Finanzvorstand Ingo Chu. Ein wichtiger Punkt für künftige Wachstsumschanchen sei die aktiven Personalbeschaffung für Expertenpositionen oder für mittlere Managementstufen. >>>Wirtschaftswoche
Soundcloud hat Medienberichten zufolge den langersehnten Deal mit dem Musiklabel Sony Music abgeschlossen. Damit hat die kriselnde Berliner Musikplattform nach Warner Music und Universal endlich auch das letzte verbliebene Major-Label unter Vertrag. Damit dürfte der geplanten Einführung eines Premium-Abos in den kommenden Monaten nichts mehr im Wege stehen. >>>Gründerszene

- INTERNATIONAL -

Das Mode-Label Guess hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 981,9 Millionen US-Dollar erzielt, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Online-Anteil lag bei 9,1 Prozent. Das wachsende E-Commerce-Geschäft sieht das Unternehmen als Zukunftsprojekt: Vor allem mithilfe des Online-Shops will Guess bis 2019 seinen Umsatz um 800 Millionen US-Dollar steigern. >>>Internet Retailer
Amazon UK (I) verliert seinen Chef: Chris North, der Amazon in Großbritannein durch eine starke Wachstumsphase geführt hat, verlässt das Unternehmen und wechselt zum US-amerikanischen Fotoservice Shutterfly. >>>The Guardian
Wer zuviel retourniert, der fliegt, zumindest bei Amazon UK (II): Der britische Guardian hat mehrere Fälle von Ex-Amazon-Kunden aufgespürt, deren Kundenkonto rigouros gelöscht wurde, weil sie zuviele Bestellungen zurückgeschickt hatten. Ein Kunde (343 Bestellungen in 2 Jahren, 37 Rücksendungen) wurde mit sofortigem Effekt gesperrt und verlor dadurch auch einen mit dem Konto verknüpften Geschenkgutschein - ersatzlos. >>>The Guardian
Teilerfolg für die Schweizer Online-Apotheken: Das Schweizer Parlament hat nach über vierjährigen Beratungen grünes Licht für die Revision des Heilmittelgesetzes gegeben. Darin wird der in der Schweiz heftig umstrittene Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten einen festen Platz erhalten. Der Versand von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten (OTC) wird allerdings mit schweren Auflagen belegt. "Wenn das geflügelte Wort vom Berg, der eine Maus geboren hat, je gestimmt hat, dann im Zusammenhang mit dieser Revision des Heilmittelgesetzes", polterte Walter Oberhänsli, CEO der Versandapotheke Zur Rose. "Das neue Recht entspricht über weite Strecken dem alten. Zu einer Modernisierung, die diesen Namen verdient, ist es leider nicht gekommen." >>>Pressemeldung von Zur Rose
Die britische Supermarkt-Kette Sainsbury's will die Kaufhaus-Kette Argos übernehmen - für 1,4 Milliarden Pfund. Es ist bereits das zweite Angebot von Sainsbury's und liegt nochmals 0,3 Milliarden Pfund über dem ersten Gebot. Sainsbury's erhofft sich von der Übernahme Synergien im Multichannel-Bereich und ein breiteres Filial-Netzwerk für sein Click & Collect-Angebot. >>>Internet Retailing
Foodpanda, der Online-Lieferservice von Rocket Internet, übernimmt in Hongkong einen Konkurrenten - den dortigen Ableger von Delivery.com. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. >>>Gründerszene

- BACKGROUND -

Delivery Hero: Wie sich der deutsche Lieferdienst für den geplanten Börsengang verschlankt - zum Beispiel durch die Einstellung des China-Geschäfts, Strategiewechsel in der Logistik oder Mitarbeiterkürzungen - hat Gründerszene in einer spannenden Analyse zusammengefasst. >>>Gründerszene
.shop: Für über 40 Millionen US-Dollar ging die Internet-Endung .shop an ein japanisches Unternehmen. Es will daraus eine zentrale Anlaufstelle für E-Commerce machen. Was die Domain so wertvoll macht, hat unser Autor Stefan Mey herausgearbeitet. >>>Internetworld
Big Data: In Sachen Big Data-Auswertung kann kaum jemand Zalando das Wasser reichen. Sean Jackson, Chief Marketing Officer bei EXASOL, zeigt, was den Datenumgang des Modehändlers so besonders macht. >>>etailment
Bestandskunden-Management: Für Online-Shops gehört die Gewinnung neuer Kunden zu einem der wichtigsten Themen. Vernachlässigen sollte man da aber keinesfalls die Bestandskunden. Wie man diese hält, erklären Experten von Ve Interactive. >>>Internetworld

- ZAHL DES TAGES -

Jeder dritte Online-Händler nimmt Marktplätze als Bedrohung war, so eine aktuelle Händlerstudie von Omikron - dennoch nutzen 70 Prozent der Befragten die Plattformen oder planen es zu tun. >>>der handel

- GEHÖRT -

„Wir verdoppeln die Company alle drei Jahre.“
Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter fasst die Tour de Force, mit der er am Zalando PlayDay durch die Präsentation der Geschäftszahlen präsentierte, passend zusammen: Drei Milliarden Umsatz, 18 Millionen aktive Kunden, 10.000 Mitarbeiter und ein angekündigtes Wachstum, dass dieses Jahr bei mindestens 25 Prozent und damit zwei bis dreimal über dem Marktdurchschnitt liegt. Puh. >>>Gründerszene




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