E-Commerce-Trends 11.04.18 11.04.2018, 06:17 Uhr

Rewe hat online "die Profitabilität vor Augen"

Rewe hofft auf ein automatisiertes Online-Lebensmittellager, Bringmeister weitet Same-Day-Delivery auf München aus, Sport Scheck wächst online um 12,6 Prozent, Zara präsentiert Mode via Augmented Reality und Booking.com schießt gegen Airbnb.
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- NEWS -

Rewe: Der Online-Umsatz von Rewe.de wuchs 2017 um rund 24 Prozent und trägt rund ein Prozent zum Umsatz bei, lässt die Supermarktkette verlauten. Jetzt will der Online-Supermarkt mithilfe des modernsten automatischen Lagers für Online-Lebensmittel in Europa die Gewinnschwelle erreichen. "Wir haben die Profitabilität vor Augen", so Rewe Vize-Chef Jan Kunath. Vorher allerdings muss investiert werden: Das neue Lager soll "in Richtung hundert Millionen" Euro kosten. >>>Welt.de
Bringmeister: Seit August liefert die Edeka-Tochter Bringmeister taggleich Lebensmittelbestellungen in Berlin aus. Jetzt kommt der Service auch nach München. Wer bis 12.30 Uhr bestellt, kann seine Ware in einem Zwei- oder Ein-Stunden-Zeitfenster zwischen 16.00 und 24.00 Uhr in Empfang nehmen. >>>Internetworld.de
Tengelmann: Der Chef der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, wird seit Tagen am Matterhorn vermisst. Wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte, laufe die Suche auf Hochtouren. Der 58-Jährige war am Samstagmorgen zu einer Skitour in einem Skigebiet am Matterhorn aufgebrochen und kam später am Tag nicht zu einem verabredeten Termin. >>>Spiegel.de
Sport Scheck: Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Sportfachhändler seinen Gesamtumsatz um ein Prozent auf 300 Millionen Euro steigern. Der Online-Handel wuchs um 12,6 Prozent. Die Neukunden legten um 27 Prozent zu. Nach dem erfolgreichen Umsatz-Turnaround des Online-Geschäfts will Sport Scheck in diesem Jahr den Fokus auf das Filialgeschäft legen. >>>Schuhmarkt-News.de
Osiandersche Buchhandlung: Die älteste und größte Buchhandlung Baden-Württembergs hat im vergangenen Geschäftsjahr mit dem Online-Handel von Büchern sieben Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Jeder dritte Kunde holt sich seine Online-Bestellungen in der Filiale ab. Intelligente Logistik macht das Geschäft profitabel. >>>DVZ (für Abonnenten)
Christian Lutz Schoenberger: Aus Medien wie Bild kannte die Branche ihn als "Champagner-Abzocker". Doch der Titel ist falsch. Wie die Staatsanwaltschaft Hamburg, das Landgericht Hamburg sowie Schoenbergers Rechtsanwalt Kemal Su bestätigten, ist das Verfahren wegen Betrug in mehreren Fällen eingestellt worden. Angeblich sollten Hunderte Kunden des Online-Shops Stardrinx ihre bezahlte Ware nicht erhalten haben. >>>Wortfilter.de
In eigener Sache: Gestern morgen haben wir in einem Anflug von 6.00-Uhr-Übermüdung den Shopping-Club Brands4Friends irrtümlich unter das Dach der Otto Group gepackt. Das ist natürlich falsch. Brands4Friends gehört auch weiterhin zu eBay. Wir bitten um Entschuldigung - oder eine Espresso-Spende für die Redaktion.

- INTERNATIONAL -

Zara: Der spanische Fast-Fashion-Anbieter will in weltweit 120 Flagship-Stores seine neue Kollektion zum Leben erwecken. Von 18. April an können Kunden zwei Wochen lang eine neue Augmented-Reality-App downloaden und sich dann mithilfe ihrer Smartphones bestimmte Kleidungsstücke angezogen an Models präsentieren lassen. >>>Best-of-Commerce.de
Booking,com: Die Übernachtungsplattform meldet, dass sie den Meilenstein von fünf Millionen Listungen an Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Übernachtungsmöglichkeiten in anderen einzigartigen Unterkünften erreicht hat. Das ist wohl als Muskelspielchen gegenüber Airbnb zu verstehen. Die Anzahl der gelisteten alternativen Unterkünfte auf Booking.com sei im vergangenen Jahr um 27 Prozent gestiegen und wachse als Kategorie schneller als traditionelle Übernachtungsoptionen. >>>Finanzen.net
Amazon: Prime-Kunden können sich in den USA künftig auch von Amazons Bio-Supermarkt-Tochter Whole Foods beliefern lassen - zumindest in Los Angeles. Dort gibt es die Lieferung im Zwei-Stunden-Zeitfenster für Prime-Kunden kostenlos. >>>Engadget
Walmart: Nach dem französischen Versender La Redoute wird jetzt auch der US-Einzelhändler Walmart wählerischer, welche Händler und Marken er auf seinen Marktplatz lässt. Verglichen mit dem Vorjahr hat die Zahl an Partnern, die neu auf die Plattform kommen, drastisch abgenommen. >>>AdAge.com
Walmart: Wer keine Zeit hat, seine Online-Bestellungen bei einem der Pickup-Tower des US-Einzelhändlers abzuholen, kann künftig auch zuhause auf die Zustellung warten. Die übernimmt nämlich ab sofort auf Wunsch Postmates für Walmart-Kunden. Die Warenkörbe müssen allerdings höher als 30 Dollar sein. Die Lieferung wird mit 9,95 US-Dollar berechnet. >>>Engadget
Global Fashion Group: Die Global Fashion Group hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um fast ein Viertel auf knapp 1,1 Milliarden Euro gesteigert. Auch beim Ergebnis wurden Unternehmensangaben zufolge Fortschritte gemacht. Zum Konzern, der 2011 von den Beteiligungsgesellschaften Kinnevik und Rocket Internet gegründet wurde, gehört eine Gruppe von Online-Modehändlern, die vor allem in aufstrebenden Märkten agieren. Darunter sind unter anderem die Internet-Versender Dafiti, Lamoda und Zalora. >>>Fashion United
Asos: Der britische Online-Modeversender kooperiert mit dem israelischen Startup Zeekit. Das Unternehmen bietet eine Technik, mit der Mode virtuell an Models mit unterschiedlichen Staturen dargestellt werden kann. Mit der zeitsparenden Technologie will Asos die Kosten für Studiofotografie reduzieren. >>>Best-of-Commerce
Asos: Der britische Online-Händler hat im vergangenen Sommer seine erste Kampagne auf Instagram Stories gelauncht. Marketingweek.com schaut, wie es funktioniert hat. >>>Marketingweek.com
Uber: Der Taxischreck will seine Fahrer mit einem neuen App-Feature länger bei Stange halten. Ein Echtzeit-Umsatz-Tracker zeigt, was schon verdient wurde. >>>Reuters
Kellogg's: Die Cerealien-Marke will zwar auch weiterhin ihre E-Commerce-Umsätze pushen. Doch der weltweite E-Commerce-Chef Richard Gibbons ist davon überzeugt, dass man künftig keine Mitarbeiter mehr brauche, die nur darauf fokussiert sind, die digitalen Umsätze zu steigern. >>>Marketing Week

- BACKGROUND -

Wa(h)re Liebe: In den vergangenen vier Jahren wuchsen die Umsätze der Dating-Portale jährlich durchschnittlich um rund fünf Prozent auf aktuell 210 Millionen Euro. 8,6 Millionen Nutzer suchen aktiv nach Kontakten im Internet. Partnervermittlungen sind mit einem Umsatz von 91,5 Millionen Euro am erfolgreichsten. Erotische Kontakte brachten den Vermittlern 47,9 Millionen Euro Umsatz ein. >>>Süddeutsche.de
China: Österreich hat ein E-Commerce-Abkommen mit China unterzeichnet. Es soll Exporteuren helfen.  >>>Extrajournal.net
Dropshipping: Ein unter Kaufleuten eigentlich alter Hut erlebt im Internet eine große Renaissance. Aber ist Dropshipping tatsächlich die Lizenz zum Gelddrucken? >>>Etailment.de

- ZAHL DES TAGES -

80 Prozent der Händler haben noch immer keine klare Kanal- und Omnichannel-Strategie, sieben von zehn Befragten schätzen ihre Kompetenz in diesem Feld als unzureichend ein. Und satte 78 Prozent der Händler sind nicht in der Lage, eine nahtlose Einkaufserfahrung zwischen On- und Offline-Kanälen anzubieten. Das ist das traurige Fazit der Studie "Die Omnichannel-Lüge", für die Roland Berger 100 Handelsunternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich befragte. >>>Best-of-Commerce.de

- GEHÖRT -

"Amazon ist eine Riesenkampfmaschine."
Rewe-Chef Lionel Souque rechnet auf der Rewe-Pressekonferenz vor, dass das US-Unternehmen 14 Mal höher bewertet ist als die größten drei Handelsunternehmen Europas zusammen. Die riesige Finanzkraft dürfe man nicht unterschätzen, warnt er. Er habe zwar keine Angst, nehme das aber ernst und unternehmen viele Maßnahmen, um das mittelfristig zu konterkarieren. >>>NGIN Food



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