E-Commerce-Trends 11.01.18 11.01.2018, 07:59 Uhr

Oberster Gerichtshof Österreich kassiert Amazon-AGB

Zalando will sozialer und nachhaltiger werden, Ernsting's Family führt Preisoptimierungssoftware ein, Brille24 kauft Lensspirit und der Oberste Gerichtshof in Österreich erklärt zahlreiche Amazon-AGB für unzulässig.
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- NEWS -

Zalando: Der Berliner Modeversender will ab 2018 strategisch durchschnittlich ein Prozent des bereinigten Ebits in soziales Engagement investieren. Dabei will sich das Unternehmen vor allem auf integrative Communities und die Transparenz der Lieferkette konzentrieren. Dazu sind die Berliner eine Partnerschaft mit „Fashion for Good“ eingegangen. >>>Textilwirtschaft.de
Ernsting’s Family: Der Textil-Filialist wird stufenweise die Preisoptimierungs-Software von Blue Yonder einführen. Der Händler will zunächst seine Markdowns zielgenauer festlegen, also die Preissenkungen von Modeartikeln entlang des Produktlebenszyklus. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Brille24: Der Online-Optiker hat seinen Mitbewerber Lensspirit übernommen. Das Unternehmen ist mit den beiden Online-Shops Lensspirit.de und Linsenquelle.de bereits seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt und zählt zu den größten Kontaktlinsenhändlern im Internet. Mit der Übernahme will Brille24 ein deutliches Zeichen im umkämpften Kontaktlinsenmarkt und gegen große Ketten wie Fielmann setzen. >>>Finanzen.net
Schuhe24: Der Online-Schuhhändler meldet für das vergangene Jahr einen Rekordumsatz. So seien nach Angaben von Gründer und Geschäftsführer Dominik Benner die Erlöse auf 26 Millionen Euro verdoppelt worden. 2016 wurden 13 Millionen Euro umgesetzt. Man habe erfolgreich Nischen besetzt, heißt es zur Erklärung. >>>Textilwirtschaft.de
myCleaner: Der Autoreinigungsdienst meldet für das Jahr 2017 Umsätze in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Auf Quartalsbasis wurde erstmals der Break-Even erreicht. Für das weitere Wachstum sammelte das Unternehmen via Crowdinvesting weitere 500.000 Euro ein. Schon 2014 erhielt das Startup bei der „Höhle der Löwen“ 199.500 Euro. >>>Deutsche-Startups.de
ParcelLab: Der Spezialist für Versandkommunikation hat eine Finanzierungsrund ein siebenstelliger Höhe abgeschlossen. Die Beteiligungsgesellschaft Takkt und VC Coparion glauben an das Konzept. Das Kapital soll in den Ausbau der IT- und Vertriebsteams fließen. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Amazon: Der Oberste Gerichtshof in Österreich hat Amazons AGB abgewatscht. Dass ein Rücktritt vom Vertrag nur schriftlich erfolgen kann, ist laut OGH unzulässlig. Auch eine Gebühr von 1,50 Euro bei Kauf auf Rechnung kassierten die Richter. Ebenfalls untersagt hat der OGH die Bestimmung in den AGB des Handelskonzerns, dass Kunden dem Unternehmen „uneingeschränkte Rechte“ an Inhalten, etwa Kundenrezensionen, einräumten, die sie auf der Amazon-Website „einstellten“. Und auch Klauseln, die als uneingeschränkte oder zumindest unklare Zustimmung der Verbraucher zur Verarbeitung personenbezogener Daten zu verstehen waren, hat der OGH untersagt. Geklagt hatte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) >>>ORF.at
Takeaway: Der niederländische Lieferdienstbetreiber hat erste Jahreszahlen für 2017 vorgelegt. Demnach stieg die Zahl der Bestellungen gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 70 Millionen. Das Bestellvolumen kletterte auf 1,1 Milliarden, der Umsatz summierte sich auf 139 Millionen Euro. Um such auf seine stärksten Märkte zu konzentrieren, will sich Takeaway im Februar zudem aus Frankreich zurückziehen.Wer Takeaway-Gründer Jitse Groen live erleben möchte: Am 6. März kommt er als Keynote-Speaker auf die TrendArena der „Internet World Expo“. Der Eintritt zur Messe und zum hochkarätig besetzten Vortragsprogramm ist für alle Messebesucher kostenlos. >>>NGiN Food / IW-Registrierung
Zalando: Der Berliner Modeversender lässt sich von Segro im italienischen Nogarole Rocca ein 130.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum bauen. Über den Standort soll die Belieferung der südeuropäischen Märkte realisiert werden. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2018 beginnen. >>>KONII
Alibaba: Alibaba A.I. Labs, das die Entwicklung von Alibabas Konsumgütern mit künstlicher Intelligenz (AI) leitet, und MediaTek, ein weltweit tätiges Halbleiterunternehmen ohne eigene Fertigungsanlagen, kooperieren in Sachen Internet of Things. Unter anderem wollen sie gemeinsam Protokolle für intelligente Haustechnik, maßgeschneiderte IoT-Chips und AI Smart-Hardware entwickeln und so die Entwicklung einer vernetzten Welt im IoT-Zeitalter fördern. >>>Pressemitteilung
Amazon: Der US-Konzern öffnet seinen Dash Button für externe Entwickler. Über das „Virtual Dash Button Service“-Developer-Kit können sie eigene Dash Buttons kreieren. >>>Engadget
Jeff Bezos: Amazon-Gründer Jeff Bezos dürfte kaum noch wissen, wohin mit seinem vielen Geld. Das Vermögen des Unternehmens sprengt mittlerweile alles Dagewesene. Selbst Microsoft-Gründer Bill Gates war nie reicher. Wie der reichste Mensch der Welt täglich lebt, hat Business Insider in einer Bildergalerie zusammengestellt. >>>Amazon-Watchblog.de / Business Insider
eBay: In den USA scheint der Online-Marktplatz Gebühren für unverkaufte Produkte zu berechnen, wenn diese wegen Copyright-Beschwerden vom Marktplatz entfernt werden müssen. Zumindest veröffentlichte ein US-Käufer ein Schreiben von eBay, indem er 140 US-Dollar Gebühren für ein 1.400 Dollar teures Produkt bezahlen sollte, obwohl eBay das Produkt vor dem Verkauf auslistete. >>>eCommerceBytes.com
Airbnb: Amsterdam will die Regeln für die Vermietung von Wohnungen an Touristen über Plattformen wie Airbnb weiter deutlich verschärfen. Bürger sollen ihre Wohnung ab 2019 nur noch höchstens für 30 Tage im Jahr an Touristen vermieten dürfen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Derzeit ist das Maximum 60 Tage. derStandard.at

- BACKGROUND -

PSD2: Ab Samstag gelten neue Regeln für den Zahlungsverkehr in Europa. Große Internetkonzerne erhalten dadurch Zugriff auf Kontodaten, die bisher ausschließlich den Banken vorbehalten waren. Einsehbar sind alle Kontodaten der vergangenen 90 Tage. Damit weiß Amazon beispielsweise, wie viel Miete ein Kunde zahlt, wie oft er Wein ordert und wie viel Bargeld auf dem Girokonto liegt und kann seine Angebote und seine Werbung noch gezielter ausliefern. >>>Morgenpost.de
Dynamic Pricing: Die Werbung mit Preisen ist ein wichtiges Marketinginstrument. Damit ergeben sich aber auch zivil- und wettbewerbsrechtliche Probleme. >>>Anwalt.de
Laden der Zukunft: Selbstfahrende Einkaufswagen, die den Kunden durch den Supermarkt folgen. Regale, die auf Kundengesten reagieren, und Umkleidekabinen, die per Touchscreen-Bildschirm (Smart Mirror) beraten, Körperdaten für die Kundendatei speichern und den Kauf abwickeln, sind nur einige Beispiele für die Einkaufswelt von morgen. Für die Trendforscherin Theresa Schleicher vom Frankfurter Zukunftsinstitut ist allerdings nicht alles Gold, was gerade an neuen Technologien entwickelt wird. >>>FNP.de
Nachhaltigkeit: Online-Handel macht den ländlichen Raum attraktiver, entlastet die Liefersituation und beugt dem Paketstau vor - diese Thesen vertritt der Handelsverband BEVH in einer Studie zur Nachhaltigkeit des interaktiven Handels. >>>iBusiness.de

- ZAHL DES TAGES -

20 Millionen Echo Dots soll Amazon (konservativen) Schätzungen von Marktforscher Nomura im diesjährigen Weihnachtsgeschäft verkauft haben. Das ergibt einen Umsatz von 600 Millionen US-Dollar. Doch wie profitabel waren diese Verkäufe für Amazon? Schätzungen von ABI Research zufolge kosten die Komponenten für einen Echo Dot der zweiten Generation 34,87 US-Dollar. Werden die Geräte für 29,99 US-Dollar verkauft, macht Amazon 4,88 US-Dollar Verlust. Stimmen die Zahlen, hätte Amazon im Weihnachtsgeschäft fünf Prozent des Jahresgewinns vernichtet. >>>MSN.com

- IN EIGENER SACHE -

Shop-Award 2018: Wir haben den Einreichungsschluss für den renommierten Preis verlängert. Noch bis 15. Januar 2017 können sich Shop-Betreiber und Agenturen um die Auszeichnung als beste Online Shops im deutschsprachigen Raum bewerben.  >>>Internetworld.de / Zur Bewerbung



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