E-Commerce-Trends 12.05.14 12.05.2014, 07:30 Uhr

Investor liebäugelt mit Weltbild

Der Münchner Investor Paragon Partners will den insolventen Weltbild-Verlag offenbar komplett übernehmen. Die Deutsche Bank investiert in Windeln.de und Westwind setzt im März 13 Millionen Euro um.
Die E-Commerce-Trends des Tages liefern wir Ihnen gerne auch jeden Morgen um 7.30 Uhr kurz und prägnant in Ihr E-Mail-Postfach. Hier geht's zum kostenlosen Online-Abo.

- NEWS -

Weltbild könnte einen Käufer gefunden haben. Die private Investmentgesellschaft Paragon Partners will das Unternehmen komplett übernehmen, heißt es. Das Unternehmen wurde 2004 in München gegründet, fokussiert auf mittelständische Unternehmen im DACH-Raum und verwaltet rund 650 Millionen Eigenkapital. Im Einzelhandelsbereich finanziert Paragon Partners bislang nur den Motorradbekleidungshändler Polo. Weltbild könnte nach dem Einstieg drei bis fünf Jahre Planungssicherheit haben. >>>Buchreport.de
Der Shopping-Club für Möbel, Westwing, hat allein im März 13 Millionen Euro Umsatz erzielt, 70 Prozent davon mit Wiederbestellern. Das aktuelle Ziel ist ambitioniert: Man wolle möglichst zügig von zuletzt 110 Millionen Euro Jahresumsatz auf rund eine Milliarde Euro kommen, verrieten die Gründer Delia Fischer und Stefan Smalla auf der Pressekonferenz von Rocket Internet. Aktuelle betreibt das Unternehmen sieben Lager weltweit und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. >>>ExcitingCommerce.de
Windeln.de hat die Deutsche-Bank-Tochter DB Private Equity als neuen Investor gewonnen. Im dritten vollen Geschäftsjahr knackte Windeln.de die 100-Millionen-Euro-Umsatzgrenze, was einer Umsatzverdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei trägt Unternehmensaussagen zufolge der Shopping-Club Windelbar.de "signifikant zu Umsatz und Marge" bei. Das Sortiment wuchs auf mehr als 55.000 EANs von über 800 Marken. 70 Prozent der Bestellungen werden von Stammkunden getätigt. >>>Pressemitteilung
eBay war am Freitag für etwas mehr als eine Stunde offline. Direkte Links zu einer laufenden Auktion konnten zwar aufgerufen werden, doch beim Ansteuern von eBay.de und eBay.co.uk erschienen Fehlermeldungen, dass der Proxy-Server nicht antworte oder ein Kommunikationsfehler aufgetreten sei. Um welches Problem es sich genau handelte, blieb unklar. >>>Chip.de
QVC Deutschland meldet für das erste Quartal 2014 erneut ein Umsatzminus von vier Prozent. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen brach um zwölf Prozent ein. Als Grund nennt die amerikanische Konzernmutter Liberty Interactive schlechtere Produktmargen und die Einführung eines neuen CMS-Systems. Gründe für die sinkenden Umsätze in den Sortimenten Schmuck, Kleidung und Elektronikprodukte wurden nicht genannt. >>>Neuhandeln.de
Zalando will spätestens im kommenden Jahr der Branche beweisen, dass es profitabel arbeiten kann. Für das erste Quartal meldet der Berliner Modeversender ein Nettoumsatzplus von 35 Prozent auf 501 Millionen Euro. Der Nettoumsatz in der DACH-Region stieg um 27 Prozent auf 284 Millionen Euro. >>>Internetworld.de
PierreRiu.com heißt ein neues Online-Portal, auf dem Kunden Designerware von 36 Modemarken - von Burberry bis Louis Vuitton - egal ob neu oder gebraucht, kaufen und verkaufen können. Der Marktplatz garantiert die Echtheit der offerierten Artikel und ist in Deutschland, Polen und Italien aktiv. Gekauft und verkauft werden kann aber europaweit. >>>Internetworld.de
Media Markt nimmt in einem aktuellen TV-Spot die Drohnen-Logistik von Amazon aufs Korn. Gezeigt wird ein Strand, über dem eine Drohne mit einem Paket schwebt. Ein Sonnenanbeter staunt: "Wahnsinn, diese Drohnen liefern ja wirklich". Doch bevor das Fluggerät landen kann, wird es von einer Blondine mit Fliegenklatsche abgeschossen. "Hässliche Insekten gibt es hier", so deren Erkenntnis. >>>zum TV-Spot
Das US-Startup Uber will in Deutschland das Personal ausbauen. Aktuell arbeiten rund ein Dutzend Mitarbeiter für den Chauffeurdienst, bald sollen es 50 sein. Auch die Zahl der Fahrer soll binnen zwölf oder 18 Monate von ein paar Hundert auf Tausende steigen, so Vertriebschef Emil Michael. >>>Focus.de
Mawaju, ein Online-Shop für Kinder- und Umstandsmoden, hat zusammen mit der Wiethe Group ein Printmagazin aufgelegt. Der Titel, der mit einer Erstauflage von 100.000 Exemplaren für 3,90 Euro an den Kiosk kam, dreht sich inhaltlich um Kinder, Mode und Schwangerschaft. >>>dnv-online.net

- INTERNATIONAL -

Coop Schweiz hat mit Mondovino eine neue Weinplattform gelauncht. Der Inhalt wird in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aufbereitet. Den Mondovino-Warenkorb können Kunden auch zum Online-Supermarkt Coop@Home mitnehmen und dort um andere Lebensmittel ergänzen. Auch die Logins sind für beide Shops gleich. >>>Carpathia-Blog
Der Verlag Hachette fühlt sich von Amazon gegängelt. Werke von Bestseller-Autoren wie Malcolm Gladwell oder Stephen Colbert hätten oft drei bis vier Wochen Lieferzeit. Die Verzögerung liege auf Seiten des E-Commerce-Riesen, kritisiert Hachette. Die Bücher seien lieferbar. Es ist nicht das erste Mal, dass die Branche jammert, Amazon setze Lieferanten unter Druck, wenn diese zum Beispiel Rabatte verweigern. >>>NYTimes.com
Alibaba-Konkurrent JD.com will bei seinem US-Börsengang bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar generieren - Peanuts im Vergleich zu den Plänen des chinesischen Marktführers, der mit 15 bis 20 Milliarden Dollar spekuliert. >>>WSJ.com
Amazon hat ein Patent für das Fotografieren eines Objekts vor weißem Hintergrund mit spezieller Ausleuchtung registriert, die Bildnachbearbeitungen wegen Schattenwurf vermeidet. Fotografen spotten, dass es sich dabei um die allgegenwärtige Situation eines Fotostudios handele. >>>Golem.de
Overstock.com bescherte der Muttertag im Zeitraum von 2. bis 8. Mai ein zweistelliges Umsatzplus im Bereich Schmuck. Auch Möbel, Bettwäsche und Einrichtungsgegenstände wurden vermehrt gekauft. >>>Internet Retailer
Uber bläst nun auch in Australien Gegenwind ins Gesicht. Fahrer in Melbourne müssen mit 1.700 Dollar Strafe rechnen, wenn sie Personen befördern. 50 Fahrer wurden bereits erwischt. >>>CNet.com

- BACKGROUND -

Sharing Economy: Wie etablierte Anbieter mit aller Kraft die neue Konkurrenz aus dem Internet bekämpfen, hat die "Wirtschaftswoche" in einem Artikel zusammengefasst. Der Streit drehe sich vor allem um die Frage, wann ein Geschäft ein steuerpflichtiges Gewerbe sei. Veraltete Paragrafen spielen den Kritikern in die Hände. >>>Wiwo.de
KFZ-Markt: Der Online-Anteil beim Verkauf von KFZ-Ersatzteilen wird einer Studie von Roland Berger zufolge von elf Prozent im Jahr 2013 auf 20 Prozent im Jahr 2025 ansteigen. Das entspräche einem Umsatzvolumen von 3,6 Milliarden Euro. Hauptkunden im Internet sind Endverbraucher und Werkstätten, die ihre Kaufentscheidung vornehmlich auf Basis des günstigsten Preises treffen. Wer als Online-Händler das Geschäftspotenzial nutzen will, muss hohe Markenbekanntheit entwickeln sowie das Produkt- und Serviceangebot genau an die Kundenbedürfnisse anpassen, empfehlen die Berater. >>>Finanzen.ch
Linkaufbau im E-Commerce: Linkaufbau ist ein Dauerbrennerthema für Webhändler. t3n hat elf Tipps zusammengefasst. >>>t3n.de
Video-Commerce: Videos mit kommerziellem Inhalt sind bei Zuschauern beliebt, zeigt der "Q1 2014 Video Commerce Benchmark Report" von Invodo. 77 Prozent der Online-Shopper bewerten die Nützlichkeit von Videos mit vier oder fünf Sternen. >>>Marketingcharts.com

- ZAHL DES TAGES -

Zwischen 70 und 80 Stunden pro Woche arbeitet Stylebop-Gründer Mario Eimuth an der Fortentwicklung seines Online-Shops für Luxusmode. Das Unternehmen ist seit dem ersten Jahr profitabel. Eimuth arbeitet gern, Urlaub fehlt ihm nicht: "Ich sag immer: Ich habe Urlaub vom Leben, wenn ich arbeite", so der Mode-Liebhaber. >>>Welt.de



Das könnte Sie auch interessieren