E-Commerce-Trends 23.01.2015 23.01.2015, 07:46 Uhr

Insight Venture übernimmt Mehrheit bei Dawanda

Bei Dawanda verschieben sich in einer neuen Kapitalrunde mit einem zweistelligen Millionenbetrag die Beteiligungen, Xing kauft sich eine Job-Suchmaschine und ebay verfällt in Aktionismus.

- NEWS -

Der Dawanda-Investor Insight Venture hat seine Beteiligung an dem Marktplatz für Selbstgemachtes erhöht: auf 55,7 Prozent der Anteile. Der neue Mehrheits-Eigner verdrängt damit die Altinvestoren Holtzbrinck Ventures und Vorwerk Ventures, die ausgestiegen sind. Weitere Anteile an Dawanda halten noch die beiden Gründer Michael Pütz und Claudia Helming, die mit jeweils 11 Prozent beteiligt sind. Den Rest teilen sich die Investoren Team Europe, Point Nine Capital udn Piton Capital. Die neue Kapitalrunde soll einen zweistelligen Millionenbetrag in Dawandas Kassen gespült haben. >>>deutsche-startups
Xing hat die Jobsuchmaschine Jobbörse.com für 6,3 Millionen Euro übernommen. Die  Domain soll auch nach der Übernahme erhalten bleiben, die 13 Mitarbeiter werden von Xing weiterbeschäftigt. Mit der Übernahme will das Karriere-Netzwerk seinen letztes Jahr gelaunchten Stellenmarkt stärken. >>>Horizont
Quoka hat zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte eine TV-Kampagne gestartet. Im Spot, der von der Agentur Zum Goldenen Hirschen erdacht wurde, posaunen verschiedene Personen ihre Kleinanzeigen in den unmöglichsten Situation heraus - natürlich mit wenig Erfolg. Der 20-Sekünder mit dem Claim "Gebraucht. Gesucht. Gefunden" ist ab sofort auf den Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe zu sehen. >>>Horizont

- INTERNATIONAL -

Nach dem durchwachsenen Quartalsbericht legt ebay einen neuen Aktionismus an den Tag, um das Ruder noch einmal herumzureißen. So plant das Unternehmen laut CEO John Donahoe einen eigenen Produkt-Katalog, um die Auffindbarkeit bei Google zu verbessern. Außerdem will der Marktplatz in diesem Jahr genau soviel ins Marketing investieren wie 2014. Ein Teil davon fließt gerade ausgerechnet in die PR für den lange vernachlässigten Geschäftszweig ebay Deals, der 2014 - man höre und staune - erstmals einen Handelsumsatz von über einer Milliarde US-Dollar erzielte. Groupon brachte es im gleichen Jahr auf 2,8 Milliarden Dollar. Außerdem hat ebay mit Perry Traquina und Frank Yeary zwei neue Direktoren in den Aufsichtsrat berufen, die den laufenden Umbau des Konzerns begleiten sollen. >>>Onlinehändler-News; >>> Exciting Commerce; >>>Lebensmittelzeitung (nur für Abonnenten)
Google will sich in den USA anscheinend als Mobilfunk-Unternehmen versuchen. Medienberichten zufolge bereitet der Konzern eine eigene Mobilfunkmarke mit eigenen Handy-Tarifen vor. Netzkapazitäten hat sich Google bereits gesichert. >>>Mobilbranche
Der chinesische Online-Handel ist 2014 um satte 50 Prozent auf einen Umsatz von fast 450 Milliarden US-Dollar gewachsen. Die gesamte chinesische Handelsbranche vermeldet ein Plus von 12,2 Prozent auf 3,78 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Für den US-amerikanischen Online-Handel wird 2014 ein Umsatz von rund 300 Milliarden Euro erwartet, ein Plus von 15 Prozent. >>>Internet Retailer
Amazon hat den israelischen Halbleiter-Hersteller Annapurna Labs gekauft. Der Kaufpreis soll bei 270 Millionen US-Dollar liegen. Das Unternehmen soll die technische Basis der Cloud-Sparte Amazon Web Services versbessern. >>>Internet Retailer

- BACKGROUND -

Kundenzufriedenheit: Musikhaus Thomann ist Deutschlands beliebtester Online-Shop, so das Ergebnis einer Befragung von 10.600 Online-Shoppern zu ihren Erfahrungen mit 105 Online-Shops, die das ECC Köln durchgeführt hat. Erstaunlich: In der vierten Ausgabe der Studie schaffte es Amazon nicht mehr unter die Top 10. >>>Internetworld
Online-Modehandel: Mode-Webhändler müssen viel Geduld mit ihrer Kundschaft haben. Mehr als acht Tage vergehen durchschnittlich zwischen dem ersten Kontakt eines deutschen Online-Shoppers mit einem Mode-Produkt und dessen Kauf, hat intelliAd Media ausgerechnet. >>>Internetworld

- ZAHL DES TAGES -

10.000 neue Niedriglohn-Stellen in der Logistik will die Deutsche Post bis 2020 schaffen. Bis 2025 könnten sogar 20.000 neue Mitarbeiter in den Logistikzentren einen Job finden. Sie sollen allerdings in neuen Sub-Gesellschaften angestellt werden und damit nicht vom priviligierten Tarifsystem der Deutschen Post profitieren. >>>Wirtschaftswoche

- GEHÖRT -

"Rocket Internet steht nicht für die Art von Firmen, in die ich persönlich investieren oder die ich gründen wollen würde."
Peter Thiel, Starinvestor, Paypal-Gründer und Multimilliardär, kann Deutschlands Vorzeige-Inkubator nicht viel abgewinnen. Er kann aber trotzdem erklären, warum viele Rocket-Gründungen so erfolgreichen sind: Deren Geschäftsideen seien "nicht sehr originell", deshalb fänden Investoren sie auch "sehr leicht zu verstehen". Soviel Häme in einem Lob muss man erstmal unterbringen. >>>n-tv



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