E-Commerce-Trends 30.11.18 30.11.2018, 07:32 Uhr

DHL auf Twitter: "Die einzige Scheiße hier ist Ihr Rumgeheule"

Bei DHL knallt einem Social-Media-Mitarbeiter die Sicherung durch, Hagebau eröffnet Mitte 2019 einen eigenen Online-Shop, das Bundeskartellamt ermittelt gegen Amazon und Uber hat wohl keinen Appetit mehr auf Deliveroo.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Hagebau arbeitet am Digitalgeschäft: Hagebau will sich grundlegend verändern. Eine neue Einheit beschäftigt sich mit der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Nach dem Ende von Baumarkt Direkt startet Mitte 2019 der eigene Onlineshop. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Bundeskartellamt ermittelt gegen Amazon: Das Bundeskartellamt untersucht, ob Amazon seine Marktposition zu Lasten der Händler ausnutzt. Ein Missbrauchsverfahren wurde eingeleitet. Wenn sich herausstellt, dass in der Doppelrolle von Amazon das Problem besteht, muss Amazon selbst mitüberlegen, wie es dauerhaft Abhilfe schaffen könnte. >>>Internetworld.de / Handelsblatt.com
Deutsche Bahn lässt mit Paydirekt bezahlen: Ab Dezember können Bahn-Kunden sowohl auf Bahn.de als auch in der App DB Navigator Fahrkarten, Streckenzeitkarten und Reservierungen mit paydirekt und damit direkt von ihrem Girokonto bezahlen. >>>Pressemitteilung
Wingly kämpft mit der Profitabilität: Mit dem Geld von Ex-Vizekanzler Philipp Rösler vermittelt das deutsch-französische Start-up Wingly Mitfluggelegenheiten in Privatflugzeugen. 15.000 Flüge hat das "Uber der Lüfte" bislang vermittelt. Ob sich das jemals rechnet, ist fraglich. Denn nur 15 Prozent Provision und fünf Euro Gebühr pro Flug bleiben im Start-up hängen. >>>Handelsblatt.com
Media-Markt-Saturn kartiert mit Tory: Media-Markt-Saturn setzt auf Roboter, Kameratechnik und Künstliche Intelligenz, um Instore-Navigation und Laden-Layout zusammenzubringen. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Fiverr.com startet in Deutschland: Der Marktplatz für Kreativ- und Digital-Dienstleistungen Fiverr startet ab sofort in Deutschland. Das neue Berliner Büro ist die erste europäische Niederlassung der in Tel Aviv gegründeten Firma. >>>Internetworld.de
Bad Honnef bringt das Kiezkaufhaus online: Händler aus der City bieten ab sofort einen virtuellen Schaufensterbummel an. Gleichzeitig hat die Stadt das "Kiezlädchen" als reale Anlaufstelle eröffnet. Das Projekt zur Stärkung des lokalen Einzelhandels ist das erste seiner Art im Rhein-Sieg-Kreis. >>>General Anzeiger Bonn

- INTERNATIONAL -

Amazon zertifiziert Zubehörhersteller: Mit dem Label "Made for Amazon" zeichnet Amazon Hardware-Hersteller aus, die Zusatzprodukte für Amazon-Artikel, beispielsweise Ladeplattformen für den Amazon Echo, produzieren. Der Kunde soll so auf einen Blick sehen, ob die Qualität den Standards des E-Commerce-Riesen entspricht. Auch in Deutschland könnte das Siegel demnächst starten. >>>Bild.de
Jeff Bezos neuer Schatten: Der Amazon-Chef hat sich einen neuen technischen Berater gesucht. Wei Gao soll den Milliardär wie ein Schatten überall hin begleiten, zu allen Meetings mitgehen und auch mit dem CEO reisen. Es ist nicht der erste Schatten des Amazon-Gründers. Die Idee zu dieser Position hatte ursprünglich Management-Guru und Intel-CEO Andy Grove. >>>Business Insider
Uber hat keinen Appetit auf Deliveroo: Platzt eine der größten Tech-Wetten Europas? Medienberichten zufolge sind die Übernahmeverhandlungen zwischen Uber und Deliveroo ins Stocken geraten. Schuld sind sehr unterschiedliche Preisvorstellungen. >>>manager magazin
Asos startet neue Größenberatung: "Fit Assistant" heißt ein neues Feature in der App, das über Machine Learning aus Größe, Gewicht und Schnittvorlieben der Nutzer die perfekte Kleidergröße von 800 Marken analysiert. >>>Tamebay
Wie Deliveroo mit Algorithmen arbeitet: Wer bei dem Restaurant-Lieferdienst etwas bestellen möchte, sieht in der Ecke die Information: Lieferzeit 20 bis 25 Minuten. Weil jede Bestellung anders ist, wird schon diese simple Anzeige aus vielen Faktoren berechnet. Deliveroo hat seinen Algorithmus, der die gesamte Bestellung organisiert, Frank genannt. Sein Lehrer ist Akshay Navle. >>>FAZ.net
Airbnb will Häuser designen: Unter dem Namen "Backyard" will der Airbnb-Ableger Samara künftig neue Wege entwickeln, wie Wohnungen gebaut und geteilt werden. Die ersten Testprojekte sollen 2019 verfügbar sein. >>>Fast Company
Blue Tomato expandiert in die Niederlande: Der österreichische Boardsporthändler Blue Tomato will jetzt auch den niederländischen Markt erobern. Man verfüge in den Niederlanden schon seit Jahren über sehr viele Online-Kunden, dementsprechend wichtig sei dieser Markt für das Unternehmen, heißt es. >>>Fashion United

- BACKGROUND -

Wettbewerbszentrale stoppt gekaufte Positiv-Bewertungen: Unternehmen dürfen sich keine positiven Bewertungen auf Online-Plattformen erkaufen. Die Wettbewerbszentrale hat mehrere solcher unlauteren Werbeaktionen gestoppt. >>>wuv.de
Chance für den Einzelhandel: Retail as a Service: Stationäre Händler sehen an vielen Stellen ihre Geschäftsmodelle schwinden. Auf der anderen Seite stehen Online-Händler, die zunehmend auch in der Fläche sichtbar werden. Allerdings können die Online-Pure-Player stationären Handel oftmals nicht. Eine Chance für den etablierten, stationären Handel, seine Expertise anzubieten. Doch das Geschäft mit Retail-As-A-Service machen wieder einmal Startups. >>>Zukunft des Einkaufens
Wie Kunden beim Online-Kauf durchleuchtet werden: Um Betrug zu verhindern, überprüfen Versandhändler ihre Kunden genau - auch mithilfe von Organisationen wie der Schufa. Doch das Verfahren kann Unschuldige treffen, bis hin zur Löschung der Bestellung. >>>Spiegel.de
Die zehn schönsten Online-Adventskalender: Viele Online Shops und Webseitenbetreiber nutzen die Vorweihnachtszeit für Gewinnspiele und Sonderangebote, die sich hinter virtuellen Türchen verstecken. Wir zeigen die schönsten Aktionen 2018. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

Nahezu zwei Drittel (62 Prozent) der Deutschen geben Paketzustellern in der Regel kein Trinkgeld, zeigt eine Studie des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Jeder Fünfte (18 Prozent) gibt Paketzustellern hin und wieder Trinkgeld. Nicht einmal jeder zehnte Deutsche (8 Prozent) hat für Paketzusteller regelmäßig ein Trinkgeld parat. Zum Vergleich: Drei von vier Deutschen (73 Prozent) geben Kellnern regelmäßig Trinkgeld, 60 Prozent Friseuren und 39 Prozent Taxifahrern. >>>Postbranche.de

- GEHÖRT -

"Die einzige Scheiss hier ist ihr Rumgeheule"
Mit Krisenkommunikation, wie man sie im Social Web lieber nicht machen sollte, sorgt derzeit DHL für Furore. Auf Twitter beschwerte sich ein Kunde darüber, dass eine DHL-Lieferung nicht oder spät geliefert wurde - mit der unschönen Formulierung "Was soll die Scheiße". Dem Social-Media-Mitarbeiter von DHL platzte daraufhin der Kragen. "Die einzige Scheiße hier ist Ihr Rumgeheule" pampte er den Kunden im Social Web an. Snickers schaltete sich ein und empfahl vorsorglich schon mal den Genuss eines Schokoriegels. DHL selbst hat sich für den Vorgang entschuldigt und den verantwortlichen Mitarbeiter aus dem Social-Media-Team abgezogen. >>>Bild.de



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