E-Commerce-Trends 19.02.2019 19.02.2019, 06:32 Uhr

Börsenaufreger um Wirecard: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Im Wirecard-Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen einen FT-Journalisten, die Deutsche Post fasst ihren Paketversand in einer Tochter zusammen, Bundesverkehrsminister Scheuer will die Auflagen für Fahrdieste lockern und Amazon will klimaneutral versenden.
(Quelle: shutterstock @Vasin Lee)

NEWS

Deutsche Post fasst Paketversand in Billigtochter zusammen: Die Deutsche Post legt einem Zeitungsbericht zufolge ihre Paketzustellung mit dem Versand der Billigtochter Delivery zusammen. Auch die Verwaltungsarbeit in den Niederlassungen werde gekürzt und aus zehn Standorten abgezogen. Insgesamt fielen Hunderte Stellen weg, ein Streit zwischen den Gewerkschaften und einem Großteil der Mitarbeiter sowie dem Management bahne sich an. An der Börse verlor die Deutsche Post-Aktie Börsen-Chart zeigen am Montagvormittag über 2 Prozent. >>>Manager Magazin
Auflagen für Fahrdienste sollen gelockert werden: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den hart umkämpfen Fahrdienst-Markt liberalisieren und Auflagen für neue Angebote wie Shuttle-Dienste streichen - Taxis müssen sich damit auf mehr Konkurrenz einstellen. Das geht aus Eckpunkten für eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes hervor, die der dpa am Montag vorlagen. Konkrekt soll die sogenannte Rückkehrpflicht abgeschafft werden, laut der Fahrdienst-Fahrer nach jeder Fahrt an ihren Hauptstandort zurückkehr müssen, ohne unterwegs neue Aufträge anzunehmen. >>>manager-magazin
Notebooksbilliger.de wächst schwächer: Der Elektronik-Versender hat seinen Netto-Umsatz um 5,7 Prozent erhöht. In den Büchern steht damit ein Umsatz von 785,3 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahr noch rund 743,0 Mio. Euro gewesen waren. Damit hat sich das Wachstum aber deutlich abgeschwächt: 2016 war Notebooksbilliger.de noch um 23,1 Prozent gewachsen. >>>neuhandeln
Getnow startet erste Plakatkampagne: Der Online-Supermarkt, der seit 1. Februar mit Robert Schambach einen neuen COO hat, will an seiner Markenbekanntheit arbeiten und startet dafür eine Plakatkampagne. Die extrem reduzierten Plakate mit eher rätselhaften Claims wie "Stehst Du im Stau? Geh zu getnow" könnten allerdings bei der Bekanntmachung der Marke eher hinderlich sein, findet Peer Schader vom >>>Supermarktblog
Mytoys steigt in den Reisemarkt ein: Die Mytoys Group startet mit Mytoys Familienreisen ab sofort ein neues Urlaubsportal für Familien. Neben günstigen Preisen und einer Mischung aus Frühbucher- und Last-Minute-Angeboten gehören auch eine kindgerechte Ausstattung, Sport- und Freizeitmöglichkeiten sowie familienfreundliche Zusatz- und Inklusivleistungen dazu. Die Reiseangebote kommen von der österreichischen Otto-Tochter Travel Partner. >>>ibusiness
Online-Shop für Haus- und Gartengeräte zu verkaufen: Ein profitabler Online-Shop für Haus- und Gartengeräte steht zum Verkauf. Der Umsatz lag 2018 bei etwa 7,3 Mio. €, die Ebitda-Quote (zum Umsatz) liegt bei ca. 20%. Auch eine Eigenmarke für Haus- und Gartengeräte wurde bereits erfolgreich in Deutschland eingeführt. >>>shopanbieter.de

INTERNATIONAL

Amazon will klimaneutral verschicken: Bis 2030 soll die Hälfte aller Amazon-Pakete klimaneutral verschickt werden. Dafür will der Online-Marktplatz im Rahmen des neuen Programms "Shipment Zero" mehr erneuerbare Energie wie Solarenergie einsetzen, mehr Pakete in elektrischen Lieferwagen zustellen und bei Zulieferern Änderungen an den Verpackungen erreichen. Außerdem wird Amazon in diesem Jahr erstmals seine Kohlendioxid-Bilanz veröffentlichen. Passend zum neuen grünen Anstrich hat der Konzern kürzlich 700 Millionen US-Dollar in das Elektroauto-Startup Rivian investiert. >>>Handelsblatt >>>Golem
Foodora gibt österreischen Markt auf: Delivery Hero will seine beiden österreichischen Marken Mjam und Foodora fusionieren lassen. Der Lieferdienst mit den pinken Boxen gibt damit seinen nächsten Markt auf. Erst vergangene Woche gab Uber Eats bekannt, seinen Service in Österreich einstellen zu wollen. >>>Gründerszene
Fehlbuchung von Etsy-Händler-Konten: Mehrere Etsy-Verkäufer hatten über das Wochenende reichlich Ärger mit dem Handmade-Marktplatz Etsy: Dieser hob drei- bis fünfstellige Beträge von den Bankkonten bzw. Kreditkarten der Anbieter ab. Schuld war ein Fehler bei der Zahlungsabwicklung. >>>Techcrunch

BACKGROUND

Börsenaufregung um Wirecard: Der Payment-Service-Provider, der letztes Jahr die Commerzbank aus dem Aktienindex verdrängte, steht unter Beschuss. Ein Bericht der "Financial Times" über angeblichen Betrug und Geldwäsche in einer Wirecard-Niederlassung in Singapur hatte den Aktienkurs des Unternehmens derart in Schlingern gebracht, dass die die Bafin eingriff und ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot für die Wirecard-Aktie erließ, um Spekulanten abzuhalten. Mittlerweile gibt es offenbar Hinweise, dass einer dieser Spekulanten vor Erscheinen des Artikels von einem FT-Journalisten über die Berichterstattung informiert worden war; deshalb ermittelt jetzt die Münchner Staatsanwaltschaft I wegen "Vergehens nach dem Wertpapierhandelsgesetz". >>>Faz.net >>>Welt.de
Omnishopper Studie: Online-Nutzung steigt über alle Brachen hinweg: Die reine Online-Nutzung bei Recherche und Einkauf ist in Deutschland seit 2015 über alle Branchen hinweg um vier Prozentpunkte auf 49 Prozent gestiegen, wie eine Studie zeigt. Bis 2021 prognostiziert die Studie einen noch stärkeren Anstieg auf 56 Prozent. >>>ibusiness
Warum Nutzer Airbnb, Amazon, Netflix & Co. lieben: Digitale Plattformen verschaffen den Kunden einen guten Überblick über das Angebot auf dem Markt und bieten einen einfachen Preisvergleich. Davon ist eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger laut einer Bitkom-Umfrage überzeugt. Und so werden bei Internet-Plattformen insgesamt mehr Vor- als Nachteile gesehen. >>>ibusiness 

ZAHL DES TAGES

Steuergutschriften in Höhe von 129 Millionen US-Dollar bekommt Amazon für das Jahr 2018 vom amerikanischen Staat zurück - trotz Milliardengewinnen. Die Steuerrate des Unternehmens fällt damit auf -1 Prozent. >>>Wirtschaftswoche

GEHÖRT 

"Coming from traditional TV, I was very clear what my report card was. It was ratings. It was advertising dollars, and then whatever we could sell to Netflix. Here, it's basically, how are you enhancing Prime membership, and how are you bringing new subscribers to Prime?"
Jennifer Salke, Chefin der Amazon Studios, verrät in einem spannenden Interview mehr über die neue, hochgeheime "Herr der Ringe"-Serie, die Ambitionen ihres Filmstudios (30 Filme pro Jahr!) - und zwischen den Zeilen macht sie auch klar, was das Hauptziel der ganzen Filmproduktion ist: mehr Prime-Nutzer zu generieren. >>>Hollywood-Reporter



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