E-Commerce-Trends 10.08.19 10.08.2018, 06:00 Uhr

Beiersdorf gründet E-Commerce-Tochter

Beiersorf will sein Online-Geschäft ausbauen, ProSieben löst die Online-Reisesparte auf, Zalando will den Online-Lebensmittelmarkt mit Gratislieferungen knacken und das Gesetz gegen Umsatzsteuerbetrug auf Online-Marktplätzen ist den Amerikanern zu hart und für die Chinesen zu schwach.
(Quelle: Shutterstock / Vasin Lee)
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- NEWS -

Beiersdorf gründet E-Commerce-Tochter: Der Nivea-Hersteller baut seine Online-Geschäfte aus und hat dafür ein neues Unternehmen gegründet. Neben der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen soll die Wingman-Studios GmbH auch neue Marken entwickeln. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
ProSieben löst Online-Reisesparte auf: Der Medienkonzern ProSiebenSat 1 hat einen Käufer für den letzten Teil seines Touristikgeschäfts gefunden. Der Online-Reiseanbieter Tropo geht an den Flugdienstleister Dnata, eine Tochter der Airline Emirates. >>>Wiwo.de
Mit welchem Zalando-Trick Picnic auf den Durchbruch hofft: Der deutsche Ableger des niederländischen Lieferdienstes Picnic weitet sein Angebot auf Mönchengladbach aus. Unternehmenschef Frederic Knaudt erklärt, warum gerade dort, spricht über die Verdopplung seines Meersalz-Sortiments - und aus welchem Grund Picnic erfolgreicher sein wird, als die E-Food-Konkurrenz. In Holland sucht das Unternehmen derweil Mitarbeiter für die Entwicklung eigener Kochboxen. >>>Etailment / Location Insider
Adidas profitiert vom Web: Im zweiten Quartal konnte Adidas seinen Lauf fortsetzen und den Umsatz um zehn Prozent, den Gewinn sogar um 20 Prozent steigern. Einer der Wachstumstreiber bleibt der eigene E-Commerce, das im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent wuchs. >>>Sport Fachhandel
Wie Flixbus die Welt erobert: Flixbus hat Europas Märkte aufgerollt – und ist jetzt auf dem Weg zum globalen Giganten. Doch das wilde Wachstum fordert erste Opfer – bei Partnern und Kunden. >>>Wiwo.de
Koffer24 modernisiert seine Shop-Software: Um schnell auf neue Trends reagieren zu können, hat Koffer24 von den E-Commerce-Spezialisten von Shopmacher ein Refactoring seiner E-Commerce-Plattform vornehmen lassen und auf die aktuellste Version der zu Grunde liegenden cloudbasierten Commercetools-Plattform mit API-First-Ansatz migriert. Im zweiten Schritt soll das Frontend neu gestaltet werden. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Amazon will Kliniken für eigene Mitarbeiter: Die Belegschaft des Mega-Konzerns bekommt offenbar eine eigene Betriebs-Klinik in der Konzernzentrale in Seattle. Das sollen zwei eingeweihte Quellen dem US-Sender CNBC verraten haben. Der Grund: Amazon-Chef und Tech-Milliardär Jeff Bezos findet die Krankenversicherung der Mitarbeiter zu teuer. >>>Bild.de
Bei Made.com hapert es mit dem Kundenservice: Mit Möbeln von jungen britischen Designern zu erschwinglichen Preisen will Made.com die Zielgruppe 30 plus ansprechen. Doch hinter der Hochglanz-Fassade des Webshops hat das Unternehmen mit schlechtem Kundenservice und Qualitätsproblemen zu kämpfen. >>>Spiegel.de
Wie ein Holzbildhauer mit einer Dating-App bis zu 2.000 Euro pro Monat verdient: Der 20-jährige Holzbildhauer Alexander Bartl fertigt Barockfiguren aus Holz. Während er an den Figuren werkelt, streamt er seine Arbeit live bei Lovoo. Das beschert ihm bis zu 2.000 Euro Umsatz pro Monat. >>>OMR.com
Walmart will Online-Retouren von Drittanbietern erleichtern: Der US-Handelsriese will im Herbst ein neues Feature in den Webshop integrieren, das es Kunden leichter machen soll, Waren von Marktplatzpartnern zu retournieren. Die Rücksendebedingungen sollen auf der Seite leichter zu finden sein. Zudem sollen Kunden Rücksende-Labels online ausdrucken können. >>>CNBC.com
Spotify nistet sich bei Samsung ein: Künftig soll die Spotify-App auf allen Samsung-Geräten installiert werden. So will das Unternehmen mehr Nutzer erreichen. >>>Handelsblatt.com
L'Oréal entwickelt AR-Experiences für Facebook: Um die eigenen E-Commerce-Umsätze anzukurbeln, tut sich der Kosmetikhersteller mit Facebook zusammen, um gemeinsam Augmented-Reality-Features zu entwickeln. Über die Facebook-Kameras können Kunden so Kosmetik auf dem eigenen Gesicht testen. Den Start macht die Love Brand NYX Professional Makeup. >>>Marketing Week
Amazons Alexa soll in Autos sprechen: Amazon kündigt eine Open-Source-Software an, mit der Alexa von Herstellern besser in Autos integriert werden kann. Mit der Sprachsteuerung über Alexa sollen die Infotainment-Systeme für u.a. Navigation und Medien verbunden werden. >>>turi2.de

- BACKGROUND -

Sorgt Olaf Scholz für neuen Streit mit den USA? Das geplante Gesetz gegen Umsatzsteuerbetrug auf Online-Marktplätzen trifft vor allem Amazon und Ebay. In den US-Konzernen ist man konsterniert. Die Unternehmen sehen in dem Gesetz eine einseitige Benachteiligung ihrer Geschäfte. Scholz‘ Vorhaben könnte daher bald die US-Regierung auf den Plan rufen, glauben Experten. Und es wird spannend zu sehen, ob der Bundesfinanzminister das Gesetzesvorhaben auch durchhält, wenn die Amerikaner Druck machen sollten. >>>Handelsblatt.com
Wie East-Commerce den deutschen Handel bedroht: Mit der neuen Gesetzesinitiative gegen Umsatzsteuerbetrug auf Online-Marktplätzen hinken die Abgeordneten einem Trend weit hinterher. Denn deutsche Kunden können inzwischen laut Wirtschaftsprüfer PwC in 71 chinesischen Online-Shops wie Aliexpress oder Banggood direkt einkaufen und tun das auch immer stärker - ohne Umweg über Amazon oder eBay. Der wachsende Paketversand aus China stellt allerdings den deutschen Zoll vor neue Herausforderungen. 26.000 Sendungen täglich kommen allein am Frankfurter Zoll von E-Commerce-Anbietern aus China vorbei. Im kommenden Jahr sollen es 40.000 werden. >>>Handelsblatt.com
HDE fordert Gebührendeckel für Online-Payment: Der Handelsverband Deutschland fordert eine Gebühren-Obergrenze für dominante 3-Parteien-Bezahlsysteme. Zu diesen Payment-Verfahren zählt auch der marktführende Online-Bezahldienst Paypal. Anlass der Forderung ist offenbar Paypals zum 31. August geplante Erhöhung der Händlergebühren. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Arbeitsbedingungen im E-Commerce: Der E-Commerce-Verband bevh veröffentlicht im Rahmen der Informationsbroschüre "Arbeitsmarkt und Tarifpolitik im E-Commerce" erstmals eine umfangreiche Bestandsaufnahme sowie Analyse der Arbeitsbedingungen im E-Commerce in Deutschland. So zeigt sich, dass im E-Commerce mit 72,5 Prozent verhältnismäßig mehr Menschen in Vollzeitarbeitsverhältnissen tätig sind, als im traditionellen Einzelhandel mit einer Vollzeit-Quote von nur 53,8 Prozent. Auch der Anteil der sogenannten „geringfügig Beschäftigten“ liegt mit 19,2 Prozent fast 10 Prozent unter der Quote des klassischen Einzelhandels. >>>Pressemitteilung
Punkte binden Kunden nicht: Laut einer Umfrage von Deloitte müssen Kundenbindungsprogramme auf emotionale Aspekte setzen, um ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl der Konsumenten zu erreichen. Punktesammeln allein reicht dafür nicht aus.  >>>Persoenlich.com
Internationalisierung klappt nicht nur bei Amazon, sondern auch über eBay: Alle 1,7 Sekunden verkaufen gewerbliche Ebay-Händler aus Deutschland ins Ausland. Stärkste Exportmärkte sind dabei Österreich, Italien und Frankreich, zeigt eine interne Erhebung. >>>Onlinehaendler-News.de

- ZAHL DES TAGES -

Wer beim IPO von Windeln.de 10.000 Euro investierte, hat jetzt noch 533 Euro. Der Aktienkurs fiel vom Ausgabepreis von 18 Euro auf aktuell 96 Cent. >>>Deutsche-Startups.de

- GEHÖRT -

"Online-Händler, die über keine eigenen Lieferflotten verfügen, sollten sich daher frühzeitig entsprechende Kontingente sichern, sich nicht von einem Anbieter abhängig machen und sich in der Hauptsaison gegen Wind und Wetter absichern. Für die anstehenden, sehr harten Preisverhandlungen sollten sie sich zudem Rat und Tat von ihren Verbänden holen."
Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch hat die DHL-Krise schon vor Jahren kommen sehen. Weil man bei dem Logistiker die Marktdynamik unterschätzt habe, hinke man dem Online-Handel in seiner Entwicklung fünf bis sieben Jahr hinterher. Auslöffeln müssen die Suppe jetzt die Online-Händler, die, wie wir gestern berichtet haben, in Zukunft stärker zur Kasse gebeten werden - und im Weihnachtsgeschäft 2018, 19 und 20 mehr denn je beten müssen, dass alles funktioniert. >>>Exciting Commerce



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