E-Commerce-Trends 31.07.14
31.07.2014, 07:41 Uhr

Amazon droht Millionen-Steuernachzahlung

Frankreich macht dem E-Commerce-Riesen Amazon das Leben schwer. Nach dem Lex Amazon droht jetzt eine dicke Rechnung vom Finanzamt. Außerdem: Yoox erzielt Umsatzplus und Alibaba liebäugelt mit Snapchat.
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- NEWS -

Karstadt meldet für das im September 2013 zu Ende gegangene Geschäftsjahr ein Umsatzminus von 2,9 auf 2,7 Milliarden Euro. Der operative Verlust steigerte sich auf 124 Millionen Euro. Laut Aufsichtsratschef Stephan Fanderl könnte jede vierte Karstadt-Filiale geschlossen werden. >>>Textilwirtschaft
Der Onlineshop für Werkzeug und Industriebedarf, Contorion, ist offiziell gestartet. Seed-Investor ist Project A. >>>Gruenderszene.de
Thalia hat gemeinsam mit Gruner + Jahr Corporate Editors das E-Book-Magazin "Tolinos Welt" veröffentlicht. Die erste Ausgabe liegt unter anderem der Frauenzeitschrift "Brigitte" bei und wird kostenlos in den Filialen verteilt. Die Auflage liegt bei einer Million Exemplaren. >>>Buchreport.de

- INTERNATIONAL -

Amazon steht steuerlicher Ungemach ins Haus, meldet die "Textilwirtschaft". Die französische Steuerbehörde hat dem E-Commerce-Riesen vorgeschlagen, für die Kalenderjahre 2006 bis 2010 rund 186 Millionen Euro Steuernachzahlung inklusive Zinsen und Strafgebühren zu überweisen. Damit soll der Streit um die Verrechnung der Amazon-Gewinne in verschiedenen Ländern beigelegt werden. Amazon will dagegen alle verfügbaren Rechtsmittel einlegen und notfalls vor Gericht ziehen. >>>via Finanzen.net
eBay hat ein Logistik-Abo für Lateinamerika implementiert. Für eine jährliche Gebühr von 49 US-Dollar können sich Online-Kunden aus Kolumbien, Chile und Mexiko Waren von eBay-Händlern aus den USA kostenlos schicken lassen. >>>Internet Retailer
Yoox meldet für das erste Halbjahr 2014 ein Umsatzplus von 25 Prozent. Positiv wirkt sich Unternehmensangaben zufolge auch ein Website-Relaunch aus. Wenige Wochen nach der Überarbeitung lägen die Konversionsraten 18 Prozent über dem bisherigen Niveau. >>>Internet Retailer
Alibaba soll dem Vernehmen nach mit einem Einstieg bei dem Messaging-Dienst Snapchat liebäugeln. Das Startup wird mit einem Firmenwert von zehn Milliarden US-Dollar beziffert. Im Jahr 2013 lehnte Snapchat eine Offerte von Facebook in Höhe von drei Milliarden US-Dollar ab. >>>Netz-Trends.de

- BACKGROUND -

Schlechte Kundenbewertungen: Das Landgericht Augsburg wies die Klage eines Marktplatz-Händlers auf Amazon ab, der wegen einer vernichtenden Bewertung eines Kunden und der Sperrung seines Verkäuferkontos auf Amazon nach einer Beschwerde durch den Kunden 40.000 Euro Schadenersatz verlangte. Die Urteilsbegründung lautete: "Aus Mangel an Beweisen". Der Kläger hätte nachweisen müssen, dass die Bewertung unrichtig war. >>>Golem.de
Transaktionsmails: Dürfen Händler in ihren Auftragsbestätigungsmails noch für weitere Produkte werben? Wenn sie den eigentlichen Inhalt der E-Mail nur begleiten, gilt dies nicht als unzumutbare Belästigung und unerwünschte Werbung. Stehen sie allerdings im Vordergrund der Mail, könnte es zu rechtlichen Problemen kommen. >>>Beraternews.net
Omnichannel: Der Handel rüstet sich für Omnichannel, zeigt eine Studie von Boston Retail Partners. Vor allem Supply Chains werden rekonfiguriert, um Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis bieten zu können. >>>Retailing Today

- ZAHL DES TAGES -

35 Prozent zu 35 Prozent zu 30 Prozent - mit diesem Vorschlag zur Verteilung der E-Book-Erlöse will Amazon den E-Book-Konditionenstreit mit Hachette lösen. Je 35 Prozent der Erlöse flössen demnach an Verlag und Autor, 30 Prozent blieben bei Amazon. Insgesamt plädiert der E-Commerce-Riese dafür, bei E-Books Verkaufspreise von zehn US-Dollar nicht zu überschreiten. Höhere Preise seien gegenüber den Kunden nicht zu verargumentieren, da im Vergleich zu gedruckten Büchern erhebliche Kosten wegfielen. Außerdem würden sich die E-Books so besser verkaufen, was die Erlöse insgesamt und die Bekanntheit der Autoren steigere. >>>Buchreport.de



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