Protestaktion 22.08.2019, 09:48 Uhr

Fahrer von Foodora und Co kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen

Die Fahrer von Essenslieferdiensten wie Lieferando, Foodora und Co. setzen sich im Rahmen einer Protestaktion für bessere Arbeitsbedingungen ein.
(Quelle: shutterstock.com/Hadrian )
Nach dem Aus des Essenslieferdienst Deliveroo in Deutschland hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Fahrer der anderen Lieferdienste zu einer Protestaktion aufgerufen. Beim bundesweiten "Ridersday" wollen die Beschäftigten von Lieferando, Foodora und anderen Diensten am Donnerstagnachmittag für faire Arbeitsbedingungen in ihrer Branche demonstrieren. Die NGG rief die Arbeitgeber dazu auf, sich zur betrieblichen Mitbestimmung bei den "Plattformanbietern" zu bekennen.
Der deutsche Markt der Essenlieferdienste wird nach dem Rückzug von Deliveroo von Takeaway.com aus den Niederlanden dominiert. Takeaway betreibt den Dienst Lieferando und hat im Frühjahr auch das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero übernommen. Damit gehören zu der Gruppe neben Lieferheld auch Pizza.de und Foodora.

Nur Mindestlohn für den Großteil der Fahrer

Die NGG warnte zum "Ridersday" vor einer raschen Abwicklung von Foodora und Jobverlusten. "Die Beschäftigten verdienen Respekt, eine echte Kompensation für selbst eingebrachte Arbeitsmittel und einen Stundenlohn, der zum Leben reicht", erklärte Christoph Schink, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der NGG. Nach seinen Angaben verdient ein Großteil der Fahrer lediglich den Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde. Erfahrene Kuriere bringen es auf einen Stundenlohn von rund zehn Euro.



Das könnte Sie auch interessieren