Fashion-Händler 27.06.2019, 08:32 Uhr

Global Fashion Group versucht seinen IPO zu retten

Der Börsengang der Global Fashion Group scheint ein Flop zu werden. Der Fashion-Händler hat den Angebotspreis gesenkt und zugleich die Zahl der Aktien erhöht. Damit wird das Unternehmen mit dem IPO deutlich weniger einnehmen als geplant.
(Quelle: shutterstock.com/Vintage Tone)
Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) hat den Angebotspreis für seinen Börsengang gesenkt. Die Aktien würden zu einem verringerten Preis von 4,50 Euro je Aktie angeboten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mit. Bisher hatte die Spanne bei sechs bis acht Euro gelegen.
Gleichzeitig erhöhte GFG die Zahl der angebotenen neuen Aktien auf 44,4 Millionen Stammaktien. Zur Abdeckung von Mehrzuteilungen stehen bis zu 6,7 Millionen Stammaktien aus einem Wertpapierdarlehen zur Verfügung. Dennoch würden GFG bei einem erfolgreichen Börsengang nun deutlich weniger Mittel zufließen als ursprünglich beabsichtigt.

Verlängerung der Angebotsfrist

Das Unternehmen hatte bereits am Vortag seine Angebotsfrist für seine Aktien um drei Tage bis zum 28. Juni verlängert. Der Handel mit den Papieren an der Frankfurter Wertpapierbörse soll daher erst am 2. Juli beginnen.
Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will der Modehändler weiteres Wachstum fördern und etwa in die Technologieplattform, die Lieferinfrastruktur und die Gewinnung von Neukunden investieren.
Rocket Internet hält bisher rund ein Fünftel der Anteile der GWG. Hauptaktionär ist mit etwa 35 Prozent der schwedische Investor und Mitgründer Kinnevik. Beide Unternehmen haben sich verpflichtet, in einem signifikanten Umfang Aktien zu zeichnen.

Das Jahr 2019 wird das Jahr der Top-Börsengänge. Unternehmen wie Uber, Lyft, Slack oder Airbnb wollen sich mit ihren Aktien platzieren und frisches Geld einsammeln. Wir zeigen, welche IPOs es in diesem Jahr schon gab und welche uns noch erwarten.




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