Strategische Partnerschaft 03.08.2017, 11:12 Uhr

Coca-Cola kooperiert mit Delivery Hero

Immer mehr Marken loten Wege der Zusammenarbeit mit reichweitenstarken E-Commerce-Plattformen aus. Coca-Cola hat sich jetzt mit Delivery Hero zusammengetan, um mehr Brausegetränke unters Volk zu bringen.
(Quelle: Coca-Cola )
Coca-Cola will über den Essenslieferdienst Delivery Hero seine Online-Umsätze ankurbeln. Beide Unternehmen kündigten eine strategische Partnerschaft in den Bereichen digitale Innovation, Verkauf und Marketing an. Dabei will Delivery Hero seinen Kunden eine einfachere Bestellung von Getränken aus dem Hause Coca-Cola im Zusammenhang mit Menüs ermöglichen, die Kunden bei Delivery Hero bestellen.
"Es macht ja bei mehr als 150.000 Partner-Restaurants einen Unterschied, ob Restaurants von sich aus bestimmte Getränke anbieten - oder auch nicht - oder ob die Plattform solche Getränke systematisch bei Restaurants platziert, etwa als Teil eines Menüs statt als gesonderter Einzelposten, und zusätzlich diese Angebote und Menüs auch verstärkt bewirbt - klassisch oder mit Rabattaktionen", erklärt Unternehmenssprecher Bodo von Braunmühl auf Nachfrage von Internetworld.de.

Erste Kooperationsmöglichkeiten loteten beide Partner bereits in der Türkei und Griechenland aus. Im nächsten Schritt sollen einige Länder in Lateinamerika und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf diese Weise erschlossen werden. Julie Bowerman, VP Global Omni-Shopper & E-Commerce von Coca-Cola, hat hohe Erwartungen in die Kooperation: "Delivery Hero macht das Leben von Verbrauchern angenehmer und einfacher, indem die Menschen Speisen und Getränke dahin geliefert bekommen, wo sie wollen und wann sie wollen. Dies ist eine großartige Gelegenheit für beide Unternehmen, unsere Kunden auf der ganzen Welt gemeinsam mit neuen Angeboten zu erreichen."

Erste Key-Learnings aus den Aktivitäten in der Türkei und Griechenland zeigten, dass die Kooperation eine Win-Win-Win-Situation für Coca-Cola, Delivery Hero und die Kunden kreiert, wie von Braunmühl weiter ausführt.

L'Oréal und Nike geben ihre Amazon-Aversion auf

Tatsächlich begeben sich immer mehr große Brands auf Kuschelkurs mit reichweitenstarken Online-Playern. Für großes Aufsehen sorgte auch die Ankündigung von Nike, künftig mit Amazon kooperieren zu wollen. Und auch L’Oréal, das Unternehmen, das in der Vergangenheit Millionen in die Bekämpfung von Markenrechtsverletzungen auf Marktplätzen wie Amazon investierte, trägt sich mit dem Gedanken, einen Teil seines klassischen Suchmaschinenmarketing-Etats von Google abzuziehen und mehr Flagge bei Amazon zu zeigen. 
Der Grund: Immer mehr Menschen beginnen ihre Produktrecherchen auf Marktplätzen. Laut Nick Buckley, Digital Director bei L’Oréal UK, starten 38 Prozent aller Suchen nach Beautyprodukten bei Amazon. Auch Amazon und Alexa und Sprachsteuerung würden die Art und Weise, wie Kunden nach Marken suchen, fundamental verändern. Noch ist unklar, wie die Zusammenarbeit zwischen L’Oréal und Amazon in Zukunft genau aussehen wird. Aktuell betreibt der Kosmetikhersteller eine Amazon-Landingpage für seine Marke L’Oréal Expert Men.



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