Rossmann, dm und Douglas 06.06.2018, 10:55 Uhr

Drogerieketten wollen schärfere Kontrollen von Amazon und eBay

Die Drogeriemarkt-Schwergewichte Rossmann, dm und Douglas gehen aktiv gegen Amazon und eBay vor. Sie fordern schärfere Kontrollen beim Verkauf von Kosmetikartikeln über die Online-Marktplätze.
Der Drogeriemarkt dm setzt sich für eine stärkere Kontrolle von Amazon und eBay ein.
(Quelle: shutterstock.com/M DOGAN)
Die Handelsketten Rossmann, dm und Douglas haben schärfere Kontrollen beim Verkauf von Kosmetikartikeln über die Online-Plattformen von eBay und Amazon Marketplace angemahnt.
Verkäufer, die ihren Sitz meist im außereuropäischen Ausland hätten, verkauften über die Plattformen Waren, die in Deutschland nicht vertrieben werden dürften, schrieben die Drogerieketten in gemeinsamen Briefen an die Bundesministerien für Verbraucherschutz und Ernährung sowie das Bundeskanzleramt. Die Briefe liegen der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Erhebliche Wettbewerbsnachteile

Die ausländischen Händler müssten keine Konsequenzen fürchten, und die Plattformen träten als Vermittler auf und wiesen die Verantwortung von sich, kritisieren die Drogerieketten in dem Schreiben. Es erscheine "befremdlich, dass zum Schutze der Verbraucher im stationären Handel selbstverständlich auch das kleinste Geschäft mit aller notwendigen Strenge kontrolliert wird, während es Schwergewichten des Online-Handels ohne weiteres möglich ist, frei von jeder staatlichen Aufsicht zu handeln". Dies bedeute erhebliche Wettbewerbsnachteile "für jeden redlichen Händler".
Inzwischen hat sich auch Amazon selbst dazu geäußert:
"Die Sicherheit der Kunden hat oberste Priorität, und wir möchten, dass Kunden jederzeit mit Vertrauen bei Amazon einkaufen. Alle Amazon-Marketplace-Verkäufer müssen sich an unsere lokalen Verkaufsbedingungen halten. Erlangen wir Kenntnis über einen Verstoß, ergreifen wir entsprechende Maßnahmen, die die Schließung des Verkäufer-Kontos beinhalten können. Wir überprüfen die auf unserer Website gelisteten Produkte mit Blick auf Sicherheitsbedenken und sofern notwendig, entfernen wir ein Produkt und wenden uns an Verkäufer, Hersteller und Behörden, um mit Hilfe zusätzlicher Informationen eventuelle weitere Maßnahmen zu ergreifen. Wenn Kunden Bedenken bezüglich der von ihnen gekauften Artikel haben, empfehlen wir ihnen, sich direkt an unseren Kundendienst zu wenden und Informationen bereitzustellen, damit wir nachforschen und entsprechende Schritte einleiten können. Die Untersuchung der fraglichen Produkte läuft noch weiter und wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen."



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