Was der B2B Online-Handel von Amazon Business lernen kann

Die 7 wichtigsten Beispiele zur Orientierung für Vertriebler

1. Verwaltung von Auftragsbestätigungen
Seit seiner Einführung hat Amazon Business einen Workflow für die Steuerung von Auftragsbestätigungen innerhalb des Unternehmens integriert, um der Komplexität und Vielfalt des B2B-Kaufprozesses gerecht zu werden. Unter anderem wurde massiv in die Digitalisierung des Genehmigungsworkflows für den Käufer investiert. Sichtbar wurde dies an der steigenden Zahl von Kontoeröffnungen durch Geschäftskunden ein Indiz dafür, dass Amazon ihre Bedürfnisse verstanden hat.

2. Elektronische Rechnungsstellung
Einkäufer können über Amazon Business eine gesammelte elektronische Rechnung für Käufe bei mehreren Anbietern erhalten. Amazon stellt die Waren in Rechnung, zieht die Zahlung ein und verteilt dann die Gelder an die an der Transaktion beteiligten Händler. Dadurch wird die Rechnungslegung für den Käufer wesentlich einfacher. Da unternehmenseigene B2B E-Commerce-Webseiten in der Regel keine Marktplätze sind, ergibt sich daraus ein wichtiges Learning: Käufer schätzen die Möglichkeit vereinfachter elektronischer Rechnungen und Zahlungen, um ihre Ausgaben einfacher kontrollieren und dokumentieren zu können. Inzwischen greifen B2B-Händler diese Entwicklung auf, indem sie ihren Kunden verschiedene Rechnungs- und Zahlungsoptionen anbieten.
 
3. Personalisierte Preise und Rabatte
Meldet sich ein Kunde in seinem Amazon Business-Konto an, werden ihm individualisierte Preise von mehreren Verkäufern angezeigt. Abgestufte Preise und Mengenrabatte sind darin bereits enthalten. Möchte der Kunde die Preise dennoch weiter verhandeln, hat er die Möglichkeit, beim Verkäufer ein individualisiertes Angebot anzufragen. Zusätzlich kann der Account-Administrator Produktkataloge für einzelne Käufer oder eine Kundengruppe erstellen, um vordefinierte Kategorien von Waren zu begrenzen und nicht erwünschte Käufe zu verhindern. Erfolgreiche B2B-Verkäufer erstellen maßgeschneiderte Preise und Kataloge, um ihren Absatz zu steigen. Damit bieten sie ihren Käufern Kostentransparenz und eine zugeschnittene Produktauswahl. Gleichzeitig können diese eine längerfristige und erfolgreiche Kundenbindung fördern.
 
4. Ein Konto für mehrere Kunden
Formalisierte, mehrstufige Kaufvorgänge in großen Organisationen unterscheiden sich stark von individuellen Käufen im Endkundengeschäft. Dezentrale Einkaufsmöglichkeiten mit einer zentralen Steuerung sind in diesem Zusammenhang wichtiger als eine festgelegte Kauf-Funktion. Bei Amazon Business kann der Account-Administrator eines Unternehmens Kaufberechtigungen für Einzelpersonen, Gruppen und Abteilungen erteilen.
Erreicht eine Bestellung die festgelegte Ausgabengrenze, wird sie automatisch zur Autorisierung an den Account-Inhaber weitergeleitet. Dieses Feature ermöglicht benutzerdefinierte Produktsuchen und Kaufvorgänge bei gleichzeitiger Kostenkontrolle. Ein Geschäftskonto kann mehr als 100.000 Benutzer haben. Innovative B2B-Webshops können sich an dieser Funktion orientieren, indem sie ihren Nutzern die Verwaltung verschiedener Rollen- und Berechtigungszuweisungen erlauben.
 
5. Reporting und Tracking
Eine zentrale Steuerung von Accounts ist ohne zuverlässige Tools für Reporting und Auftragsverfolgung nicht möglich. Amazon Business verfügt über eine leistungsstarke Analyse-Engine zur personenbezogenen Ausspielung von Reportings. Administratoren und Nutzer können Vorlagen für Berichte erstellen, die ihren Anforderungen für die Verfolgung von Bestellungen und Ausgaben entsprechen.
 
6. Einfache Integration
B2B-Kunden kaufen zwar gern online, möchten dies aber in einem auf sie abgestimmten System tun. Dafür bietet Amazon Business Integrationen mit mehr als 30 E-Procurement-Anwendungen und cloud-basierten Netzwerklösungen an. Diesen Service sollten auch Vertriebler mit eigenen Shops bei der Umsetzung und Einrichtung ihrer Plattformen beachten.

7. Prime Versand
Mit seinem Prime-Programm hat Amazon im Endkundengeschäft neue Standards bei zügigen Lieferungen gesetzt. Auch B2B-Käufer möchten ihre Bestellungen schnell erhalten und bietet eine entsprechende Prime-Funktion an. Doch nicht jedes Unternehmen verfügt über mehrere Lagerhallen und kann eine Zustellung am Folgetag anbieten. Die Lösung für dieses Problem liegt in einer lokalen, optimierten Zusammenarbeit mit Speditionen, welche die Abwicklung und den Versand von Bestellungen beschleunigen können. Services, die Kunden heutzutage erwarten, sind integrierte Versandoptionen und eine eigenständige Sendungsverfolgung - nach Möglichkeit sogar in Echtzeit.

Fazit: Gelerntes erfolgreich umsetzen

Von Amazon lernen können nicht nur große Unternehmen. Auch mittelständische Unternehmen können sich bei der Realisierung eigener Shops an den Funktionen orientieren, die der Branchenriese seinen Nutzern bietet. Das Betreiben einer eigenen Website, welche sich im Enterprise-Geschäft an klar definierte Zielgruppen richtet, hat gegenüber Amazon Marketplace deutliche Vorteile, weil es eigenverantwortliche Möglichkeiten zur Kontrolle und Datenverwendung für die Shop-Inhaber mit sich bringt.
Fortschrittliche, flexible Software-Lösungen helfen bei der zielgerichteten Umsetzung und zeigen in Sachen Datenschutz und Kundenorientierung sogar auf, was kleinere Unternehmen besser machen können als die großen Player.



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