Produktpiraterie 05.08.2019, 10:30 Uhr

Amazons "Project Zero" startet in Europa

Amazon rollt sein "Project Zero" auch in Europa aus. Die Initiative soll Produktpiraterie bekämpfen und die Zahl der gefälschten Waren auf der Plattform auf null reduzieren. Möglich machen sollen das technische Maßnahmen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Amazon will die Zahl der Produktfälschungen auf der Plattform auf null reduzieren.
(Quelle: shutterstock.com/Ian Law )
Trotz zahlreicher interner Kontrollen ist Amazon nicht in der Lage, Betrug und Plagiate auf seiner Plattform vollständig zu unterbinden. Um die Zahl gefälschter Waren zu minimieren und idealerweise auf null zu reduzieren, startet der Konzern sein "Project Zero" jetzt auch in Europa, schreibt das Handelsblatt.
Bislang gab es dieses nur in den USA. Nach Informationen des Handelsblatts haben sich bereits mehr als 3.000 Markenhersteller für das Project Zero-Programm registriert.
Dahinter steckt eine Initiative, die das Problem der Produktpiraterie mit verschiedenen technischen Maßnahmen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) angehen will. Ziel ist es, mit Scan- und Maschine Learning-Technologien, Fälschungen frühzeitig zu erkennen. Alle Stores werden dafür automatisiert gescannt, offensichtliche Fälschungen mittels Bilderkennungstechnologie proaktiv entfernt.

Proaktive Mitarbeit

Außerdem werden Markenhersteller dabei aktiv eingebunden: Sie können über eine Self Service-Plattform selbst Angebote von der Seite löschen, wenn sie Fälschungen entdeckt haben.
Zudem können alle Hersteller ihre Waren mit speziellen Transparency-Codes ausstatten, mit denen die Echtheit überprüft werden kann. Dafür fallen allerdings Kosten an: zwischen 0,01 und 0,05 US-Dollar pro Unit.
"Seit dem Start hat das Programm über 65 Millionen verdächtige Produkte von Marken gestoppt, die für Project Zero registriert sind“, so Amazon-Manager Dharmesh Mehta gegenüber dem Handelsblatt.
Bisher mussten sich Unternehmen, die Produktfälschungen auf Amazon entdeckt hatten, direkt an Amazon wenden und diese melden. Anschließend wurden die Waren überprüft und das Produkt gegebenenfalls entfernt.



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