Shopping Event 11.11.2019, 09:12 Uhr

Singles Day: Alibaba stellt in den ersten Stunden neuen Rekord auf

Seit Mitternacht ist der Singles Day in vollem Gange. Der E-Commerce-Riese Alibaba konnte bereits in den ersten neun Stunden einen neuen Rekord aufstellen.
(Quelle: shutterstock.com/siam.pukkato )
Trotz einer sich abschwächenden Konjunktur steuern Chinas Online-Händler am "Singles Day" auf neue Verkaufsrekorde zu. Der chinesische Internet-Gigant Alibaba läutete die größte Rabattschlacht des Jahres am Sonntag mit einer TV-Gala ein. Seit Mitternacht können sich Kunden für 24 Stunden mit Waren mit teils hohen Preisnachlässen eindecken.
Und bereits in den ersten Stunden hat Alibaba laut Reuters seinen bisherigen Rekord gebrochen. Innerhalb der ersten neun Stunden sollen satte 23 Milliarden US-Dollar umgesetzt worden sein. Das entspricht einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alibabas Single Day hatte sich in den vergangenen Jahren auf Tmall und Taobao konzentriert. 2019 wurden die Verkäufe erstmals auch auf AliExpress und Lazada in Südostasien ausgeweitet.

Der Singles Day am 11.11. ist in China mit Abstand das größte Shopping-Ereignis. Alibaba nutzte den Tag zuerst für Rabatt-Angebote - zahlreiche Konkurrenten folgten - weltweit. Wir zeigen, wie Online-Händler auch in Deutschland Kunden am Singles Day locken.

Ursprünglich galt der 11.11. in China unter Studenten als eine Art Anti-Valentinstag für Alleinstehende, weil das Datum nur aus Einsen besteht. 2009 begann der Online-Händler Alibaba dann damit, aus dem Tag ein Einkaufs-Festival zu machen. Zahlreiche Konkurrenten folgten dem Beispiel. Viele Kunden warten in China auf den "Singles Day" und schieben geplante Großeinkäufe bis dahin auf.

Erwarteter Gesamtumsatz

Insgesamt erwarten die Analysten für Alibaba, das im vergangenen Jahr an nur einem Tag Waren im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar verkaufte (etwa 27 Milliarden Euro), einen Umsatz von 37 Milliarden US-Dollar.
Chinas Wirtschaft war im dritten Quartal des Jahres auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft legte nur noch um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Als Ursachen nannten Experten den Handelskrieg der USA mit China, die Verunsicherung von Investoren und die chinesischen Bemühungen, gegen die wachsende Verschuldung anzugehen.
Das langsamere Wachstum in den USA und China durch den Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften bremst die Weltwirtschaft und verschlechtert auch die Aussichten für Deutschland. Zuletzt hatten Peking und Washington jedoch signalisiert, ein Abkommen zur Entspannung des Konfliktes schließen zu wollen.



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